Darum gehts
- Italienische Touristin (52) durch Jetblast auf Skiathos schwer verletzt
- Frau erlitt Kopfverletzung, wurde in Klinik ausgeflogen
- 2017: Ähnlicher Unfall, Touristin starb durch Triebwerksstrahl auf Felsen
Eine italienische Touristin (52) wurde am berühmten Strand von Skiathos in Griechenland schwer verletzt, nachdem sie durch den starken Luftstoss – auch Jetblast genannt – eines startenden Flugzeugs zu Boden geschleudert wurde.
Wie mehrere griechischen Medien übereinstimmend berichten, erlitt sie durch den Sturz auf der Strasse in der Nähe des Flughafens eine Kopfverletzung und befindet sich in ernstem Zustand. Rettungskräfte waren schnell zur Stelle und brachten die Verletzte ins Gesundheitszentrum von Skiathos, wo sie eine CT-Untersuchung durchlief.
Aufgrund der Schwere ihrer Verletzungen wurde sie noch am selben Abend gegen 18 Uhr Ortszeit in ein spezialisiertes Spital ausgeflogen. Die lokalen Behörden haben eine Untersuchung eingeleitet, um zu klären, warum sich die Frau in der gefährlichen Nähe des Flugzeugs aufhielt.
Immer wieder Unfälle
Jets erzeugen beim Starten mächtige Luftströme, die nicht nur sichtbar wie eine Rauchwolke sind, sondern auch Menschen meterweit schleudern können. Der Vorfall erinnert an ähnliche Unfälle in der Vergangenheit. 2018 wurde ein britischer Schüler von einem Jetblast zu Boden geschleudert. 2017 starb eine Touristin, als sie durch einen Triebwerksstrahl auf Felsen geschleudert wurde. Beide Vorfälle ereigneten sich ebenfalls am Flughafen Skiathos.
Trotz zahlreicher Warnschilder, die auf die Gefahren hinweisen, zieht der kleine Flughafen weiterhin Scharen von Schaulustigen an. Viele Touristen wagen sich dicht an die startenden Maschinen heran, nur durch einen Zaun geschützt. Die niedrigen Anflüge über den Strand machen den Flughafen zu einem beliebten Ziel für Flugzeugenthusiasten, bergen jedoch erhebliche Risiken.