Bei Flucht auf Passanten eingestochen
Mann rast in Modena in Menschenmenge – mehrere Verletzte

Am Samstagnachmittag fuhr ein Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit in eine Fussgängergruppe in Modena. Mehrere Personen wurden teils schwer verletzt. Der verletzte Autofahrer flüchtete und stach dabei auf einen Passanten ein. Die Polizei nahm ihn später fest.
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In Modena ist am Samstagnachmittag ein Autofahrer in eine Fussgängergruppe gerast. Es gibt mehrere Verletzte.
Foto: Screenshot Rai 24
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Auf der Via Emilia Centro im italienischen Modena ereignete sich am Samstagnachmittag ein Verkehrsunfall. Ein Auto raste mit überhöhter Geschwindigkeit in eine Fussgängergruppe von zehn Personen auf dem Largo Porta Bologna und durchbrach die Schaufensterscheibe des Bekleidungsgeschäfts Dallari Abbigliamento, berichten mehrere italienische Medien übereinstimmend. Nach Angaben des Senders Rai 24 wurden sieben Personen verletzt, zwei von ihnen schwer. 

Der ebenfalls verletzte Fahrer flüchtete zu Fuss und stach dabei auf einen Passanten ein, der ihn aufhalten wollte, berichten italienische Medien. An der Kreuzung Rua Pioppa und Corso Adriano konnte der junge Mann jedoch von der Polizei festgenommen werden. Die Staatspolizei ermittelt nun zu den Hintergründen des Vorfalls. Noch ist unklar, welches Motiv hinter dem Geschehen steht. Rettungskräfte und Notfallteams auch aus Bologna und Pavullo seien derzeit im Einsatz, berichtet Rai 24.

Möglicher Vorsatz oder Drogeneinfluss noch unklar

Bürgermeister Massimo Mezzetti ist mittlerweile am Unfallort angekommen. Gegenüber der «Gazzetta di Modena» bestätigte Mezetti: «Glücklicherweise gab es keine Todesopfer, aber sieben Personen wurden verletzt, zwei davon schwer.» Besonders schlimm habe es eine Frau aus der Passantengruppe getroffen: «Einer Frau werden wahrscheinlich beide Beine amputiert werden müssen: Sie war diejenige, die gegen das Schaufenster gedrückt wurde», sagte der Bürgermeister. 

Noch sei die Identität des Fahrers nicht bestätigt worden, betonte Mezzetti. «Ich habe keine Informationen zur Identität des Fahrers, obwohl mir einige Zeugen sagten, er sei nordafrikanischer Herkunft. Es ist unklar, ob er unter Drogeneinfluss stand oder ob er die Tat vorsätzlich begangen hat. Er wird derzeit auf der Polizeiwache verhört.» Es handele sich jedoch um einen «äusserst schweren Vorfall» betonte der Bürgermeister.

Mehrere italienische Medien, darunter der «Corriere della Sera» berichten, dass es sich bei dem Fahrer um einen 31-jährigen italienischen Staatsbürger marokkanischer Abstammung aus Seriate (Bergamo) handle, der in der Provinz Modena wohne. Der Mann sei nicht vorbestraft.

+++ Update folgt +++

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