Basketballer für Politologe
Moskau und Paris tauschen Gefangene aus

Frankreich und Russland haben in einem politischen Deal Gefangene ausgetauscht. Der französische Politologe Laurent Vinatier sei in die Heimat zurückgekehrt, ebenso der russische Basketballer Daniil Kassatkin.
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Der französische Politologe Laurent Vinatier wurde aus russischer Gefangenschaft entlassen.
Foto: AFP

Darum gehts

  • Frankreich und Russland tauschten Gefangene aus, laut Macron am 8. Januar
  • Russischer Basketballer Kassatkin wegen Cyber-Erpressung 2025 in Frankreich verhaftet
  • Laurent Vinatier seit 2024 in Russland wegen Spionagevorwürfen in Haft
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Frankreich und Russland haben sich auf einen Gefangenenaustausch geeinigt. Das teilt der französische Staatspräsident Emmanuel Macron (48) im Netzwerk X mit. Der in Russland wegen angeblicher Spionage angeklagte französische Politologe Laurent Vinatier (49) sei nach Frankreich zurückgekehrt. Im Gegenzug wurde der russische Basketballer Daniil Kassatkin (26) aus französischer Haft entlassen und flog zurück nach Russland.

Der Zentralasien-Experte Vinatier arbeitete in Russland für die Schweizer Nichtregierungsorganisation Zentrum für humanitären Dialog, die auf Konfliktlösung spezialisiert ist. Er war 2024 festgenommen und verurteilt worden, weil er gegen die Auflagen für sogenannte ausländische Agenten verstossen habe. 2025 kam eine Anklage wegen Spionage dazu.

Das HD-Zentrum ist eine Nichtregierungsorganisation, die ausserhalb der offiziellen diplomatischen Kanäle in Konflikten vermittelt, insbesondere in der Ukraine. Es begrüsste am Donnerstag die Freilassung Vinatiers.

Basketballer an Cyber-Erpressung beteiligt

Der Sportler Kassatkin war 2025 in Frankreich auf Betreiben der USA festgenommen worden, weil er an Cyber-Erpressung beteiligt gewesen sein soll. Die USA hatten einen Auslieferungsantrag gestellt.

Der Austausch kann als Zeichen einer gewissen Entspannung zwischen Paris und Moskau gelten. Macron hat sich offen gezeigt, mit Kremlchef Wladimir Putin (73) zu telefonieren. Kremlsprecher Dmitri Peskow (58) deutete Ende Dezember an, dass es bald eine Lösung für den Fall Vinatier geben könnte.

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