Darum gehts
- Sieben Verdächtige wegen Kokainschmuggels in Frankreich und Italien festgenommen
- Luxusgüter über 5 Mio. Franken in Frankreich beschlagnahmt
- Operationen in Tessin und Graubünden ohne Festnahmen durchgeführt
In Frankreich und Italien sind am Montag wegen mutmasslichen Kokainschmuggels sieben Verdächtige festgenommen worden. In diesem Zusammenhang kam es in der Schweiz gemäss der Bundesanwaltschaft zu Durchsuchungen und zur Beschlagnahmung von Vermögenswerten.
Den Festgenommenen wird vorgeworfen, Kokain aus Südamerika nach Europa geschmuggelt zu haben, wie das europäische Polizeiamt Europol und die Agentur der Europäischen Union für justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen am Donnerstag mitteilten. Am Aktionstag hätten sich Strafverfolgungsbehörden in der Schweiz, in Frankreich, in Italien und in Belgien beteiligt.
Montenegriner führte zum Durchbruch
Die Gruppe habe signifikante Mengen an Kokain nach Europa verschifft. Eine Beschlagnahmung Ende 2025 in Belgien habe den entscheidenden Durchbruch dargestellt und zu einem gesuchten montenegrinischen Staatsangehörigen geführt, hiess es weiter.
Dieser sei von mehreren europäischen Staaten gesucht worden. Er habe in Frankreich in der Umgebung von Cannes mit seiner Familie gelebt. Laut Mitteilung wurde er in Frankreich festgenommen und an der französischen Riviera wurden Luxusgüter im Wert von über fünf Millionen Franken sichergestellt.
Operationen in der Schweiz
Der Kokaingewinn sei mittels Scheinfirmen, falschen Rechnungen und Luxusinvestitionen gewaschen worden. Mitglieder der Mafia-Familien Camorra und der 'Ndrangheta hätten so Millionen Franken in ganz Europa reinvestiert.
In der Schweiz führte das Bundesamt für Polizei Fedpol im Auftrag der Bundesanwaltschaft die Operation im Tessin und in Graubünden durch, wie ein Sprecher der Bundesanwaltschaft der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage sagte. Dabei sei das Fedpol gemeinsam mit den zuständigen Kantonspolizeien sowie dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) vorgegangen.
Zur genauen Anzahl der Durchsuchungen und Beschlagnahmungen machte die Bundesanwaltschaft keine Angaben. In der Schweiz wurden laut dem Sprecher keine Personen festgenommen.