Darum gehts
- 28 Männer zwischen Mai/Juni in 7 Ländern verhaftet, inklusive Schweiz
- Verdächtige nutzten KI und Kryptowährungen für Missbrauchsinhalte im Darknet
- 460 beschlagnahmte Objekte, darunter Geräte, Drogen und Krypto-Wallets
Ein grosser Schlag gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern: Eine von Europol koordinierte Polizeiaktion führte zur Festnahme von 28 Männern. Dabei konnten die Ermittler drei Kinder in Sicherheit bringen.
Die Razzien fanden zwischen Ende Mai und Mitte Juni in sieben Ländern statt. Neben Kanada, Tschechien, Deutschland, Norwegen, Polen und Schweden war auch die Schweiz beteiligt.
Sie nutzten Kryptowährungen
Die Beamten beschlagnahmten über 460 Gegenstände. Darunter befanden sich elektronische Geräte, Krypto-Wallets, Drogen und grosse Mengen an Dopingmitteln.
Die Verdächtigen sind zwischen 22 und 54 Jahre alt. Sie nutzten Kryptowährungen, um in Darknet-Foren an Videos von Kindesmissbrauch zu gelangen. Einer der Männer setzte sogar künstliche Intelligenz ein, um illegales Material zu erstellen. Laut den Ermittlern stammen einige Opfer aus dem unmittelbaren Familienkreis eines Verdächtigen. Die Beschuldigten werden nun angeklagt.
Die Operation ist noch nicht abgeschlossen
Die norwegische Polizei spielte bei der Aufklärung eine Schlüsselrolle. Sie entwickelte eine neue Methode, um Krypto-Transaktionen zurückzuverfolgen. So konnten die Ermittler Personen identifizieren, die für den Zugang zu diesem Missbrauchsmaterial zahlten. Zudem enttarnten sie zwei mutmassliche Verkäufer solcher Inhalte.
Auch die Schweiz war aktiv am Einsatz beteiligt. Das Bundesamt für Polizei (Fedpol) arbeitete eng mit den Kantonspolizeien von Bern, Wallis, Aargau und Nidwalden zusammen. Die Operation ist noch nicht abgeschlossen. Es werden weitere Festnahmen erwartet.