VA Brand Tanker
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Vor der Küste in Sotchi:Videos zeigen Öltanker in Vollbrand

Mehrere Angriffe im Schwarzen Meer
Öltanker vor Sotschi in Flammen

Auf dem Schwarzen Meer in der Nähe der russischen Hafenstadt Sotschi steht ein Öltanker in Flammen. Mehrfach kam es am Dienstag zu Angriffen auf Schiffe im Schwarzen Meer.
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Am Dienstagabend steht vor der russischen Küstenstadt Sotschi ein Öltanker in Flammen.
Foto: Screenshot X
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Eine dunkle Rauchsäule und hohe Flammen schrauben sich am Dienstagabend vor der Küste der russischen Hafenstadt Sotschi in den Himmel. Medienberichten zufolge ist ein Brand auf einem Öltanker ausgebrochen.

Russische Telegram-Kanäle berichteten, dass es sich bei dem gesuchten Schiff möglicherweise um den unter liberianischer Flagge fahrenden Tanker «Aframax Rio» handelt. Der Online-Anbieter von Schiffsverkehrsdaten, MarineTraffic, hatte das Schiff zuletzt vor 23 Stunden im Schwarzen Meer nahe der Grenze zwischen Russland und Georgien geortet. Nach Angaben von «Kyiv Independent» gehört der Öltanker zur russischen Schattenflotte.

Strände wegen Brand gesperrt

Laut dem Telegram-Kanal Mash soll der Tanker Rohöl von Noworossijsk nach Indien transportiert haben.

Die russischen Behörden haben den Brand auf dem Tanker mittlerweile bestätigt. Der Leiter der Verwaltung des Föderationsgebiets «Sirius», Dmitri Plischkin, teilte mit, dass die Strände des Gebietes vorübergehend gesperrt worden seien. Er riet den Einwohnern längere Aufenthalte im Freien zu vermeiden und nach Möglichkeit die Fenster in den Räumlichkeiten geschlossen zu halten. Weitere Details zur Brandursache lieferte er nicht.

Besatzung evakuiert

Auch Verkehrsminister Andrei Nikitin bestätigte den Vorfall. Das unter liberianischer Flagge fahrende, mit Öl beladene Schiff sei von unbemannten Booten angegriffen worden, gab er an. Die 23-köpfige indische Besatzung konnte gerettet werden, und es gab keine Verletzten, teilte das Verkehrsministerium mit. Eine Sitzung des Krisenstabes wurde eingeleitet.

Augenscheinlich dürfte das transportierte Öl ausgelaufen sein, wodurch sich ein Ölbrand ausgebreitet hat. Die Löscharbeiten sollen laut Verkehrsministerium beginnen, sobald die Intensität des Feuers nachlässt und Rettungsschiffe sich dem Tanker sicher nähern können.

Mehrfache Angriffe im Schwarzen Meer

Es ist nicht der einzige Vorfall mit einem Schiff im Schwarzen Meer. Am Dienstag wurden, unabhängig vom Brand des Öltankers nahe Sotschi, ebenfalls zwei Handelsschiffe von Drohnen unbekannter Herkunft getroffen. Das unter togoischer Flagge fahrende Schiff «Alfa Watan» und das unter palauischer Flagge fahrende Schiff «Able» wurden laut dem bulgarischen Fernsehsender Nova etwa 120 Kilometer vor der bulgarischen Küste attackiert.

Der bulgarische Ministerpräsident Rumen Radew (63) äusserte sich nach einer Dringlichkeitssitzung der Regierung zu den Vorfällen. «Das ist ein inakzeptabler Angriff in der ausschliesslichen Wirtschaftszone Bulgariens», sagte Radew. «Es ist ein eklatanter Verstoss gegen das Völkerrecht und das Seerecht.»

In einem Telegram-Beitrag am Dienstag bestritt der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski (48), dass ukrainische Streitkräfte hinter den Angriffen nahe Bulgarien stünden. Bereits am Montag war es vor der rumänischen Küste zu einem Drohnenangriff auf den türkischen Getreidefrachter «Royad Mammadov» gekommen. Zwei Menschen starben. Selenski machte Russland für die Tat verantwortlich.

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