Doppelter Kandidatenname
Strategische Tricks im US-Senatsrennen in Alaska enthüllt

Ein brisanter Plan der Demokraten in Alaska: Mit gezielt rekrutierten Kandidaten sollten Stimmen vom republikanischen Senator Dan Sullivan abgezogen werden. Mary Peltola wird in einem Bericht der «New York Times» verdächtigt, von der Strategie gewusst zu haben.
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Die «New York Times» hat hinter der Nominierung des Kandidaten Don J. Sullivan (r.) neben dem republikanischen Kandidaten Don S. Sullivan (l.) eine Strategie der Demokraten enthüllt.
Foto: AP Photo/Mark Thiessen; Becky Bohrer
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Die Demokraten in Alaska sollen laut einer Enthüllung der «New York Times» eine geheime Strategie verfolgt haben, um die Senatswahl 2026 zugunsten ihrer Kandidatin Mary Peltola zu beeinflussen. Ziel war es, die Stimmen des republikanischen Amtsinhabers Dan S. Sullivan durch die Rekrutierung von Namensvettern und weiteren Kandidaten zu spalten.

Bereits 2025 soll das Team der Demokratin mit der Suche nach weiteren Personen mit dem Namen «Dan Sullivan» in Alaska begonnen haben. Im Frühjahr 2026 trat schliesslich ein pensionierter Lehrer aus dem kleinen Ort Petersburg unter dem Namen Dan J. Sullivan in den Wahlkampf ein. Laut «New York Times» zeigen Interviews, Textnachrichten und Klagedokumente, die der Zeitung vorliegen, dass das Peltola-Team sowie Berater des Demokratischen Senatorialausschusses aktiv an der Rekrutierung beteiligt gewesen seien. Ziel sei es gewesen, die ungewöhnliche Kanditatenliste Alaskas zu beeinflussen und durch die Namensähnlichkeit Wählerstimmen vom republikanischen Kandidaten abzuziehen.

Trump fordert, Peltola nicht zur Wahl zuzulassen

Obwohl die Peltola-Kampagne jegliche Verwicklung in die Kandidatur des zweiten Dan Sullivan bestreitet, zeigen Textnachrichten, dass sie in engem Kontakt mit Jerid Kurtz, einem erfahrenen Strategen für geheime Wahlmanöver, stand. Kurtz nutzte falsche Namen und Tarnidentitäten, um potenzielle Kandidaten zu rekrutieren – darunter auch Gerald Heikes, ein Trockenbauunternehmer, der letztlich ebenfalls für den Senat kandidierte.

Die Aktion sorgte für Empörung bei den Republikanern, die den Demokraten vorwerfen, die Wahlen manipulieren zu wollen. Die Justizbehörden unter US-Präsident Donald Trump (80) hatten bereits Klage eingereicht, um die Zertifizierung der Wahlergebnisse zu verhindern, falls der zweite Dan Sullivan entscheidend für eine Niederlage des amtierenden Senators sein sollte. Experten bewerten die Klage jedoch skeptisch, da die Bundesstaaten gemäss Verfassung die Kontrolle über die Wahlabwicklung haben.

US-Präsident Donald Trump (80) hatte sich am Mittwochabend direkt nach der Enthüllung der «New York Times» dazu geäussert. Er sprach von «Wahlbetrug» und «Meineid» und forderte, dass «Mary Peltola, nachdem sie einen so schrecklichen Betrug begangen hat, nicht zur Wahl zugelassen werden» sollte.

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