Tödliche Strömungen
Selbst erfahrene Schwimmer unterschätzen diese Bedrohungen

Fischer haben vor der türkischen Küste eine tödliche Wellenformation im Meer beobachtet. Doch nicht nur auf dem weiten Ozean lauern versteckte Gefahren. Auch vor anderen Naturphänomenen sollten sich Badegäste und Urlauberinnen in Acht nehmen.
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Die Kreuzsee: Wellen aus verschiedenen Richtungen treffen aufeinander und bilden ein Schachbrettmuster.
Foto: Michel Griffon

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Kreuzsee in der Ägäis: Gefährliche Strömungen bedrohen Schwimmer und Schiffe
  • Rippströmungen ziehen Schwimmer aufs Meer hinaus, quer schwimmen empfohlen
  • 2023 starben zehn Menschen durch Haiangriffe, 30'000 ertrinken jährlich in Strömungen
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Valentin KöpfliRedaktor News

Selbst erprobte Schwimmer haben keine Chance gegen diese Strömungen: In der Ägäis traf die Besatzung eines Fischerboots auf eine sogenannte Kreuzsee. Das berichtete «Bild».

Wellen aus verschiedenen Richtungen treffen dabei aufeinander und bilden eine starke Sogwirkung. Schiffe drohen manövrierunfähig zu werden, Badegäste verlieren die Orientierung und werden unter Wasser gezogen.

Eine raue See bildet sich blitzschnell

Dieses Naturphänomen ist zwar äusserst selten, tritt aber häufiger an Orten mit starken Winden auf – oder bei einem schnell aufziehenden Sturmtief. Auch in der Nordsee oder an der Atlantikküste gab es bereits Sichtungen.

Besonders perfide: Das Schachbrettmuster wird erst sichtbar, wenn die Winde abklingen, was die tödliche Gefahr zunächst verschleiert. Die heimtückische Kreuzsee ist jedoch nicht die einzige Gefahr, die in der Nähe von Badeorten und Urlaubsstränden lauert.

Ruhiges Meer wird zur Todesfalle

Wie die deutsche Gesellschaft für Lebensrettung schreibt, kann selbst ein scheinbar ruhiges Meer durch starke Winde oder ungünstig fliessende Strömungen innert Minuten zur tödlichen Falle werden.

Gefährliche Rippströmungen

Chancenlos sind Schwimmerinnen und Schwimmer bei sogenannten Rippströmungen. Wasser wird dabei durch die Brandung in unmittelbarer Strandnähe aufgestaut, wodurch ein Überdruck entsteht. Wenn dieses Gleichgewicht etwa durch eine Unterbrechung in einer Sandbank nicht mehr besteht, bricht das Wasser an dieser Stelle mit grosser Kraft durch die Brandungszone und zieht alles und jeden weit aufs Meer hinaus.

Der Clou: Gerät man in diese Strömung, sollte man Ruhe bewahren und versuchen, quer zu schwimmen, um so dem Sog zu entrinnen. Das empfiehlt die deutsche Gesellschaft für Lebensrettung.

Brandungssog und Unterströmung

Beim Brandungssog wird Wasser gegen den Strand geschleudert und fliesst sogleich in grosser Turbulenz wieder zurück. Bereits im flachen Meer können Erwachsene von den Füssen gerissen und Kinder fortgespült werden. Darum sollte man die Kleinen nie unbeaufsichtigt lassen.

Küstenströmung

Parallel zum Strand verläuft die ufernahe, gleichmässige Küstenströmung. Werden Winde und Strömung zu stark, wird an überwachten Strandabschnitten ein Badeverbot verhängt. An unbewachten Badeorten sollten Schwimmerinnen und Schwimmer stets grosse Vorsicht walten lassen.

Haie

Obwohl Haie von vielen Badegästen gefürchtet werden, ist die Chance eines Angriffs äusserst gering. 2023 starben laut dem Florida Museum of Natural History zehn Menschen durch Bissattacken der Meerestiere. Zum Vergleich: Schätzungen zufolge ertrinken jährlich mehr als 30'000 Personen aufgrund von Strömungen.

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