Dienstwagen-Streit in Sachsen-Anhalt
AfD bettelt bei Elon Musk nach BMW-Rückzug um Tesla

BMW streicht dem neuen AfD-Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt kurzerhand den Dienstwagen. Nun bittet die Partei Tesla-Chef Elon Musk (55) um Hilfe. Fährt die AfD bald elektrisch?
Kommentieren
1/7
Tobias Rausch ist autolos.
Foto: Dukas

Darum gehts

  • BMW entzieht AfD-Landtagspräsident Tobias Rausch Dienstwagen-Leasing nach Wahl
  • AfD fordert Tesla-Chef Elon Musk auf, Ersatzfahrzeug bereitzustellen
  • Rausch erhielt 48 Stimmen am 6. Oktober 2026, auch von CDU
RMS_Portrait_AUTOR_758.JPG
Natalie ZumkellerRedaktorin News

Es ist ein politischer Eklat in Sachsen-Anhalt. Am Dienstag wurde Tobias Rausch (35) zum Landtagspräsidenten gewählt. Wohl auch mit Stimmen der CDU. Nur Stunden nach der Wahl zog BMW jedoch die Reissleine: Der Münchner Autobauer kündigte den Leasingvertrag für seinen Dienstwagen.

Rausch ist sauer. In einem offenen Brief an BMW schreibt er von «grosser Verwunderung» und zeigt sich «persönlich enttäuscht».

Tesla als Traditionsbruch

Die AfD wehrt sich nun, wie die «Bild» berichtet. Die Vizefraktionschefin im Bundestag, Beatrix von Storch (55), wandte sich auf X direkt an Elon Musk. Auf Englisch bat sie den Tesla-Gründer um einen neuen Dienstwagen. Der Grund: BMW habe das Angebot wegen Rauschs Wahl storniert. Musk hat bisher nicht reagiert.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.

Der Hilferuf an den Tech-Milliardär ist kein Zufall. Musk zeigte in der Vergangenheit immer wieder Sympathien für die AfD. Auf X führte er bereits ein Interview mit AfD-Chefin Alice Weidel (47) und gratulierte der Partei zum Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt.

Ein Tesla als Dienstwagen wäre ein Traditionsbruch. Normalerweise fahren deutsche Spitzenpolitiker Modelle von BMW, Audi oder Mercedes. Doch bisher gab es von keinem deutschen Hersteller ein neues Angebot.

«BMW hat mit Demokratie offenbar wenig am Hut»

Nun will AfD-Fraktionschef Ulrich Siegmund (35) aus Protest auf das Kultmoped Simson umsteigen. Sein klares Statement: «Da BMW mit Demokratie offenbar wenig am Hut hat, werde ich im Dezember mit derjenigen zur Staatskanzlei fahren, die mich auch treu durch den Wahlkampf begleitet hat.»

Ob die AfD nun Tesla fährt oder auf zwei Rädern zur Arbeit knattert, bleibt vorerst noch offen.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen