Abbruch nach einer Stunde
Vene nicht gefunden – Hinrichtung ein Jahr verschoben

In Tennessee wurde eine Hinrichtung per Giftspritze nach einer Stunde abgebrochen, da keine zweite Vene gefunden werden konnte. Die Exekution wurde ein Jahr aufgeschoben.
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Der zum Tod verurteilte Mörder Tony Carruthers war in Tennessee schon für die Todesspritzen angeschnürt, doch Beamte konnten eine erforderliche Vene nicht finden. Die Exekution wurde für ein Jahr aufgeschoben.
Foto: Tennessee Department of Correction via AP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Hinrichtung in Tennessee wegen fehlender Vene abgebrochen
  • Gouverneur Lee setzt Exekution um ein Jahr aus
  • Carruthers ist 7. Todeskandidat in USA mit missglückter Injektion
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Daniel KestenholzRedaktor Nachtdienst

In Tennessee ist eine geplante Hinrichtung per Giftspritze in letzter Sekunde gestoppt worden. Die Vollzugsbeamten fanden trotz mehrerer Versuche keine geeignete Vene für den gesetzlich vorgeschriebenen zweiten Zugang.

Nach mehr als einer Stunde wurde die Exekution abgebrochen, berichtet Reuters. Für den Verurteilten ging es zurück in die Todeszelle. Gouverneur Bill Lee (66) setzte die Hinrichtung anschliessend um ein Jahr aus.

Laut Vollzugsbehörden konnten die Beamten zwar einen ersten Zugang für die Injektion legen, hatten aber Probleme, den vorgeschriebenen zweiten Zugang einzurichten.

Kein Einzelfall

Der Verurteilte Tony Carruthers (58) sitzt wegen drei Morden von 1994 im Todestrakt und bestreitet weiter seine Schuld.

Der Fall sorgt auch deshalb für Diskussionen, weil Tennessee Hinrichtungen nach Problemen mit den Todesspritzen jahrelang pausiert hatte.

Carruthers’ Anwälte hatten im Vorfeld erneut auf die umstrittene Beweislage und auf mögliche «grausame und ungewöhnliche Bestrafung» verwiesen.

Carruthers gilt als der siebte Mann in den USA, der seinen Hinrichtungstermin nach einem missglückten Versuch der tödlichen Injektion zunächst überlebt hat.

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