Darum gehts
- Russland greift Saporischschja mit Raketen und Bomben an, sechs Tote
- 120 Drohnen und Angriffe auf zivile Infrastruktur verursachen grossen Schaden in der Ukraine
- Selenski fordert weltweit stärkere Sanktionen gegen russische Firmen und mehr Luftabwehr-Unterstützung
In der Nacht auf Dienstag hat Russland die ukrainische Stadt Saporischschja massiv angegriffen. «Die Stadt wurde mit nordkoreanischen ballistischen Raketen, Zircon-Raketen und Lenkbomben getroffen», erklärte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski (48) in einem Post auf der Social-Media-Plattform X. «Es war ein brutaler Angriff, gezielt darauf ausgelegt, maximale Schäden gerade an ziviler Infrastruktur zu verursachen. Leider wurden bislang sechs Tote und neunzehn Verletzte in der Stadt gemeldet.»
Selenski sprach den Hinterbliebenen der Opfer sein Beileid aus. An einem der Einschlagorte wütete auch am Dienstagvormittag noch ein Feuer. Weiter erwähnte Selenski einen Angriff auf ein Spital in Kiew und Angriffe auf Umspannwerke in Charkiw und Cherson. Auch die Regionen Donezk, Dnipro und Mykolajiw sollen unter Beschuss geraten sein. Russland habe bei den nächtlichen Angriffen mehr als 120 Drohnen gegen die Ukraine eingesetzt.
Russland meldet Schlag auf Logistikzentren
«Jeder Schritt, den Russland unternimmt – die Produktion ballistischer Raketen hochfahren, nordkoreanische Ausrüstung importieren, die Mobilmachung vorbereiten –, all das zeigt, dass Moskau sich nicht auf Frieden vorbereitet, sondern auf Eskalation», schlussfolgert der ukrainische Präsident in seinem Beitrag. Die Welt müsse jetzt reagieren und nicht warten. Selenski forderte mehr Sanktionsdruck auf Unternehmen, die den russischen Krieg befeuern und mehr Unterstützung bei der Luftabwehr für die Ukraine.
Das russische Verteidigungsministerium vermeldete Präzisionsschläge auf Verteidigungsindustrie- und Logistikzentren in Kiew und Saporischschja in der Nacht. Man habe den Schlag mit bodengestützten hochpräzisen Waffen durchgeführt.