Allergischer Schock
Adriano (16) isst Glace mit Freunden und stirbt

Ein jugendlicher aus Italien verstarb kürzlich, nachdem er ein Fruchtglacé gegessen hatte. Die örtlichen Behörden prüfen nun, ob sein Tod wirklich auf eine Allergie zurückzuführen ist und ob dem Glace-Laden ein schwerer Fehler unterlaufen ist.
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Adriano D. starb, nachdem er ein Sorbetglace gegessen hatte. Als Todesursache wird ein schwerer allergischer Schock vermutet.
Foto: RMS

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ein 16-jähriger Italiener stirbt nach Glace-Verzehr an einem allergischen Schock
  • Mögliche Verunreinigung im Glace-Laden wird von Behörden untersucht
  • Autopsie klärt, ob Milchproteine Allergie ausgelöst haben; Familie fordert Wahrheit
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Wiebke KöhneRedaktorin Newsdesk

Er war sich der Gefahr seiner Allergie bewusst und tat alles, was in seiner Macht stand, um sich zu schützen — dennoch endete ein Ausflug mit seinen Freunden tödlich für den Jugendlichen.

Bereits seit seiner Kindheit wusste Adriano D. (†16), dass er unter einer schweren Milchprotein-Allergie litt. Wie der «Corriere della Sera» berichtete, verstarb der Italiener kürzlich, nachdem er mit Freunden Glace gegessen hatte.

Es war zu spät für jede Hilfe

Für die Mutter des Jungen ist es unerklärlich, wie das passieren konnte. Laut ihr achtete er penibel auf Zutaten und «machte dabei nie Fehler». Auch an dem verhängnisvollen Tag bestellte Adriano D. ein Fruchtsorbet, das keine Milch beinhaltete.

Als sich seine Allergie durch Atemnot bemerkbar machte, brachten ihn seine Freunde umgehend zu der Wohnung seines Vaters. Dieser versuchte verzweifelt zu helfen und rief einen Krankenwagen. Zu spät: Die Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des 16-Jährigen feststellen.

Behörden klären die Umstände ab

Seine Familie will nun wissen, was genau vorgefallen ist. «Ich will die Wahrheit wissen. Ich will wissen, woran mein Adriano gestorben ist», sagte die Mutter gegenüber dem «Corriere della Sera».

Die örtlichen Behörden prüfen nun einerseits, ob es in dem Glace-Laden zu einer Verunreinigung gekommen sein könnte — zum Beispiel durch den Portionierer. Andererseits soll eine Autopsie Gewissheit darüber geben, ob Adriano D. wirklich an einem allergischen Schock gestorben ist.

Erdnüsse, Bienenstiche oder Meeresfrüchte: Es gibt viele Auslöser für eine Anaphylaxie. Darunter versteht man die schwerste Form einer allergischen Reaktion, die tödlich enden kann.

Allergiker müssen immer ein Notfallset dabei haben

Laut dem Allergiezentrum Schweiz treten die ersten Symptome sehr rasch und unerwartet auf. Unter anderem kommt es zu Atemnot, starkem Juckreiz und Magen-Darm-Beschwerden. Mit zunehmender allergischer Reaktion kommen starker Schwindel und das Gefühl von Kraftlosigkeit dazu.

Wenn jemand weiss, dass er eine Allergie hat, sollte er immer ein Notfallset dabei haben und auch sein Umfeld informieren. Kommt es zu einer Reaktion, muss sofort das Antihistaminikum eingenommen werden. Besteht Atemnot, sollte zudem mit einem Asthmaspray inhaliert werden.

Bei Unsicherheiten sofort zum Arzt

Wenn der Betroffene schwere Symptome entwickelt, kann die Adrenalin-Fertigspritze aus dem Notfallset Leben retten. In jedem schweren Fall oder auch im Zweifel gilt: Sofort einen Arzt aufsuchen oder die 144 rufen.

Falls eine allergische Reaktion zum ersten Mal auftritt, sollte auch sofort medizinisches Personal aufgesucht werden, damit man direkt mit Medikamenten versorgt wird.

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