Darum gehts
- Russischer Drohnenangriff traf Einkaufszentrum in Krywyj Rih, Ukraine, am Freitagnachmittag
- Mindestens 14 Tote, 121 Verletzte, erneute Angriffe mit Schahed-Drohnen befürchtet
- Rettungskräfte im Einsatz, Brände im Einkaufszentrum
Am Freitagnachmittag hat ein russischer Drohnenangriff das grösste Einkaufszentrum von Krywyj Rih im Süden der Ukraine getroffen. Nach Angaben des Leiters der Militärverwaltung von Krywyj Rih, Oleksandr Vilkul, wurden mindestens 14 Menschen getötet und mindestens 121 Personen verletzt. Unter den Verletzten befinden sich auch 22 Kinder. Vilkul erklärte, das Einkaufszentrum sei von einer Kampfdrohne getroffen worden.
29 von ihnen sind schwer verletzt, darunter fünf Kinder. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten dauern an. Die Zahl der Verletzten könnte daher noch steigen.
Oleksandr Hanzha, Leiter der Militärverwaltung des Oblasts Dnipropetrowsk, teilte mit, dass der russische Angriff Brände in Geschäften innerhalb des Zentrums auslöste. Videos in den sozialen Medien zeigen Rauch, zerstörte Geschäfte und fliehende Menschen im Einkaufszentrum.
Militär-Leiter warnt vor weiteren Angriffen
Später ergänzte Vilkul, dass es einen erneuten Angriff auf das Einkaufszentrum durch eine Schahed-Drohne gegeben habe. Er erklärte, die feindlichen Drohnen flogen in sehr niedrigen Höhen, was das Risiko weiterer Angriffe erhöhe. Er warnte deshalb vor weiteren Angriffen. Die Rettungskräfte sind derzeit am Unglücksort im Grosseinsatz.
Krywyj Rih – die Heimatstadt des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski (48) – liegt im Zentrum der Ukraine und wird regelmässig von der russischen Armee beschossen.
Selenski spricht von Terrorakt
Am Freitagabend meldete sich Präsident Selenski auf der Plattform X zu dem Angriff. «Die Russen haben einen absolut zynischen und verabscheuungswürdigen Angriff auf ein gewöhnliches Einkaufszentrum in Krywyj Rih verübt», schrieb er. Dann beschrieb er die Angriffswelle genauer: «Die Angriffsdrohnen schlugen in zwei Wellen zu – eine halbe Stunde nach dem ersten Treffer und dem Ausbruch des Feuers folgte ein zweiter Angriff, der sich gegen die Rettungskräfte richtete.»
Selenski drückte weiter sein Beileid für die Opfer und ihre Angehörigen aus. Den russischen Angriff verurteilte er aufs Schärfste: «Angriffe wie diese sind nichts Geringeres als Terrorakte. Und die Welt muss entsprechend darauf reagieren – mit echtem Druck auf den Aggressor. »
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