120 Kunden
Schwede setzt Ehefrau unter Drogen und verkauft sie für Sex

In Schweden wird ein Mann beschuldigt, seine Frau an über 120 Männer verkauft zu haben. Der Verdächtige, der bereits vorbestraft ist, bestreitet die Vorwürfe. Der Prozess beginnt im Frühjahr.
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Ein vorbestrafter Mann soll seine Frau in Schweden an mehr als 100 Männer für Sex betäubt und verkauft haben. (Symbolbild)
Foto: IMAGO/TT

Darum gehts

  • Anklage: Schwede verkaufte Ehefrau für Sex mit 120 Männern
  • Frau unter Drogen gesetzt, Vorwurf der schweren Zuhälterei
  • Ehemann drohen bis zu 10 Jahre Haft, Kunden riskieren bis zu 1 Jahr
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Marian NadlerRedaktor News

Erst Frankreich, jetzt Schweden: Im Norden des Landes wird ein Mann verdächtigt, seine Frau ausgebeutet und für Sex mit mindestens 120 Männern verkauft zu haben. Einen entsprechenden Fall bestätigte die zuständige Staatsanwaltschaft am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press.

Der Mann befindet sich seit Oktober in Untersuchungshaft, nachdem die Frau die Vorfälle bei der Polizei angezeigt hatte. Bei einer Befragung hatte sie Medienberichten zufolge angegeben, in manchen Fällen unter so starkem Einfluss von Drogen und Alkohol gestanden zu haben, dass sie sich nicht an alles erinnern könne.

Die Ermittler bereiten eine Anklage wegen schwerer Zuhälterei vor. Staatsanwältin Ida Annerstedt erklärte, die Ermittler gingen davon aus, dass der Ehemann seine Frau in grossem Umfang skrupellos ausgebeutet habe.

Am Montag äusserte sich die Staatsanwaltschaft erstmals öffentlich zur Gesamtzahl der mutmasslich Beteiligten. Der Mann, der in seinen Sechzigern ist, bestreitet jegliches Fehlverhalten.

Diese Haftstrafe droht den Angeklagten

Das schwedische Recht stellt den Kauf und die Vermittlung von Sex unter Strafe, nicht jedoch den Verkauf von Sex durch Sexarbeiterinnen, die als Opfer von Ausbeutung gelten. Wird der Ehemann wegen schwerer Zuhälterei verurteilt, droht ihm eine Freiheitsstrafe von zwei bis zehn Jahren.

Zwei Männer, die mutmasslich Sex mit der Frau gekauft haben, wurden ebenfalls angeklagt. Weitere Verdächtige werden voraussichtlich folgen, so die Staatsanwaltschaft. Ihnen droht im Falle einer Verurteilung eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr.

Ehemann war vorbestraft

Der Kauf sexueller Dienstleistungen ohne physischen Kontakt über das Internet ist in Schweden ebenfalls strafbar. Nach Informationen der Nachrichtenagentur NTB sollen sich die Vorfälle über mehrere Jahre hinweg sowohl bei persönlichen Treffen als auch online ereignet haben.

Der Sender SVT berichtet, dass der Mann in der Vergangenheit bereits wegen mehrerer Vergehen, darunter Körperverletzung und Nötigung, verurteilt wurde. Der Prozess dürfte im Frühjahr beginnen. Die Horror-Meldung aus Schweden erinnert an den Fall der Französin Gisèle Pelicot (72), die über Jahre von ihrem Ehemann im Internet zur Vergewaltigung angeboten wurde.

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