Darum gehts
- US-Luftwaffe rettet am Dienstag elf Menschen aus dem Atlantik nahe Florida
- Flugzeug notlandete 130 km vor Küste, alle überlebten auf Rettungsfloss
- Rettung dauerte 90 Minuten, neun Hebemanöver, Helikopter fast ohne Treibstoff
Es sind Ausnahmen wie aus einem Actionfilm. Am Dienstag fischen Angehörige der US-Luftwaffe elf Menschen aus dem Atlantik. Das Kleinflugzeug der Gestrandeten musste rund 130 Kilometer vor der Küste Floridas notfallmässig auf dem Wasser landen. Die Maschine versank im Anschluss vollständig.
Die Überlebenden konnten sich nach der Notlandung auf einem kleinen Rettungsfloss in Sicherheit bringen. Rund fünf Stunden lang mussten die elf im kalten Ozean ausharren, bis ihre Retter eintrafen.
Die Luftwaffe rückte mit einem Rettungshelikopter und einem Transportflugzeug aus. Die Crew benötigte neun Hebemanöver mit Winde und Rettungskorb, um alle Überlebenden aus den stürmischen Gewässern zu holen. Die Rettungsaktion dauerte rund 90 Minuten. Dem Helikopter wäre beinahe der Treibstoff ausgegangen.
«Ein ziemliches Wunder»
Auslöser der Rettungsaktion war ein Notsignal, das sich beim Aufprall des Flugzeugs automatisch aktiviert hatte, berichtet «t-online». Das Militärteam befand sich zufälligerweise in der Nähe und konnte die Rettungsaktion rasch durchführen. Die Gestrandeten wussten nichts von ihrem Glück. Als der US-Militärhubschrauber erschien, sei grosse Freude ausgebrochen, schreibt der «Guardian». Eine Überlebende schilderte, sie habe im Meer gebetet. «Gott, rette uns, lass jemanden uns sehen.»
Luftwaffenpilotin Elizabeth Piowaty zeigte sich nach der Rettungsaktion beeindruckt. «Ich kenne niemanden, der eine Notwasserung überlebt hat. Und dass all diese Menschen überlebt haben und gemeinsam ins Rettungsfloss gekommen sind – das ist ein ziemliches Wunder», sagte sie laut dem «Guardian» an einer Pressekonferenz am Mittwoch.