GC-Legende Cabanas fordert
«Gnonto muss bestraft werden!»

GC-Ikone Cabanas fordert weitere Konsequenzen für FCZ-Juwel Gnonto wegen desser Insta-Entgleisung. Was die Liga macht.
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FCZ-Stürmer Willy Gnonto veröffentlichte nach dem Derby-Sieg ein unpassendes Meme.
Foto: Sven Thomann
Michael Wegmann

Ricardo Cabanas, Ikone beim Rekordmeister, schreibt auf Twitter: «Gnonto muss bestraft werden!» und fordert, dass man Artikel 15 der Rechtspflegeordnung des SFV (Schweizerischen Fussballverband) auf Sexismus erweitern soll. In Artikel 15, in welchem es um Diskriminierung und ähnliche Tatbestände geht, steht: «Wer eine Person oder eine Gruppe in irgendeiner Form wegen ihrer Hautfarbe, Rasse, Religion oder Ethnie (…) diskriminiert, wird disziplinarisch bestraft.»

Der FCZ-Stürmer Gnonto leistete sich nach dem Derby-Sieg (3:1) am Samstag eine Entgleisung in seinen sozialen Netzwerken und postet eine Fotomontage, auf welcher eine blonde Frau mit GC-Logo auf dem Shirt auf einem Sofa sitzt – hinter ihr posieren drei Männer nur in Unterleibchen und Unterhose, auf welche die Köpfe der FCZ-Derby-Torschützen Tosin, Ceesay und Gnonto «montiert» wurden. Es ist ein abgeändertes, anrüchiges Sujet, bekannt aus dem Porno-Business (Blick berichtete). Es dauert zwar nur zehn Minuten, bis Gnonto das Meme wieder löscht, doch der Schaden ist bereits angerichtet.

SFL bestraft Gnonto nicht

Cabanas Forderung nach einer Strafe für den jungen Italiener, wurde bereits vom Klub erfüllt. Die FCZ-Bosse Heliane und Ancillo Canepa haben sich ihr 18-jähriges Sturmjuwel zur Brust genommen. Ancillo Canepa zu Blick: «Das Verhalten werden wir mit einer empfindlichen Busse sanktionieren.»

Die Richtlinien im Umgang mit ihren Social-Media-Kanälen seien für FCZ-Spieler klar, so Canepa weiter. «Sie sind verpflichtet, grösste Vorsicht und gesunden Menschenverstand walten zu lassen. Jegliche Art von unangemessenen Posts oder Kommentaren sind strengstens untersagt.»

Damit ist die Sache für Gnonto aber erledigt. Von der Liga droht dem FCZ-Shooting-Star keine Strafe mehr. Auf Blick-Anfrage reagiert die SFL (Swiss Football League) mit folgender Stellungnahme: «Wir haben aus den Medien Kenntnis erhalten über den fraglichen Post. Da er umgehend gelöscht wurde, können wir zum Inhalt keine Aussagen machen und auch keine weiteren Vorkehren treffen. Gemäss einer Stellungnahme des FC Zürich als Arbeitgeber des Spielers, hat sich dieser nun aber der Sache angenommen und den Spieler disziplinarisch bestraft.»

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