Darum gehts
- Schweizer sparten 2025 durch Krankenkassenwechsel durchschnittlich 430 Franken
- Junge Erwachsene senkten Prämienbelastung um fast 1000 Franken in Genf
- 54'000 Versicherte sparten insgesamt 23 Millionen Franken durch Anbieterwechsel
Zahlreiche Menschen konnten im vergangenen Herbst dank einem Anbieterwechsel bei ihrer Krankenkassenprämie viel Geld sparen. Junge Erwachsene zwischen 19 und 25 senkten die jährliche Prämienbelastung um gegen 600 Franken. Über alle Altersgruppen hinweg liegt die Ersparnis bei durchschnittlich 430 Franken pro Person und Jahr, schreibt die Versicherung Axa in ihrem aktuellen Wechselreport fürs Jahr 2026.
Die Krankenkassenprämien in der Schweiz stiegen 2026 im Schnitt um 4,4 Prozent an. Erwachsene zahlen damit neu im Schnitt 465.30 Franken pro Monat. Ein starker Prämienanstieg motiviert viele Versicherte zu einem Prämienvergleich.
Den Axa-Wechselservice haben im vergangenen Herbst 54'000 Personen genutzt, schreibt die Versicherung in einer Mitteilung. Diese würden mit ihren Wechseln im aktuellen Jahr rund 23 Millionen Franken sparen.
CSS mit grossem Zuwachs
Fast ein Viertel wechselte zur CSS. Auch Agrisano, Sanitas und Visana legten deutlich zu. Concordia, KPT und Group Mutuel hingegen büssten beim Axa-Wechselservice deutlich an Versicherten ein.
Bei jungen Leuten war das Einsparpotenzial mit den Wechseln je nach Prämienregion mit fast 1000 Franken besonders hoch. «Erwachsene zwischen 19 und 25 Jahren bezahlen tendenziell viel und beziehen wenig Leistungen. Wenn sie konsequent in die für sie günstigste Grundversicherung wechseln, können sie je nach Prämienregion an die 1000 Franken im Jahr sparen», sagt Alexandra Gmür, Leiterin Gesundheitsvorsorge bei der Axa.
So sparen junge Männer im Kanton Genf 925 Franken im Jahr, wie die Daten der Axa zu den Wechseln zeigen. Dicht gefolgt von den Kantonen Jura und Basel-Stadt. Für junge Frauen sind es in Graubünden knapp 784 Franken, gefolgt von den Kantonen Tessin und Zürich.
Immer weniger Versicherte im Standardmodell
In Genf kam auch über alle Altersgruppen hinweg mit 576 Franken das höchste Einsparpotenzial zusammen. Knapp dahinter sind das Tessin und Basel-Stadt.
Knapp die Hälfte wechselten in die höchste Franchise von 2500 Franken. Damit sparen die Versicherten bei den Prämien, benötigen im Krankheitsfall aber auch höhere Rücklagen. Mehr als ein Drittel ging den umgekehrten Weg von der höchsten in die tiefste Franchise. Häufig geschieht das, wenn man im folgenden Jahr von höheren Gesundheitskosten ausgeht – beispielsweise aufgrund einer anstehenden Operation.
Viele Versicherte haben zudem ihr Modell angepasst, am häufigsten fiel die Wahl auf Telemedizin oder das Hausarztmodell. Das Standardmodell hingegen ist auf ein verschwindend geringes Niveau gesunken.
Wer sowohl die Kasse, das Versicherungsmodell als auch die Franchise gewechselt hat, spart im Tessin im neuen Jahr im Schnitt 1733 Franken. In der West- und der Deutschschweiz liegt die durchschnittliche Ersparnis in diesen Fällen bei gut 1500 Franken.