Darum gehts
- Wolfgang Grupp (84) enthüllte 2025 seinen Suizidversuch wegen Altersdepressionen
- Er übergab Trigema 2024 an seine Kinder, fühlte sich nicht mehr gebraucht
- Seine Social-Media-Videos erreichten Hunderttausende, auch in der Schweiz
Wolfgang Grupp (84) geht offen damit um, dass er sich das Leben nehmen wollte. Im Sommer 2025 machte der deutsche Wirtschaftsboss in einem emotionalen Brief publik, dass er einen Suizidversuch unternommen hatte. Zuvor hatte die Öffentlichkeit tagelang darüber gerätselt, weshalb er im Spital lag. Jetzt zieht Grupp Konsequenzen: «Mein Revolver, den ich aus Sicherheitsgründen hatte, ist nicht mehr da», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. «Mein Sohn hat ihn unter Verschluss.» Auch seinen Jagdschein habe Grupp abgegeben.
Im öffentlichen Brief legte der Unternehmer offen, dass er an Altersdepressionen litt. 2024 hatte er den von seinem Grossvater gegründeten Freizeit- und Sportbekleidungshersteller Trigema seinen zwei Kindern Bonita (36) und Wolfgang jr. (35) übertragen. Offenbar macht dies dem umtriebigen Unternehmer zu schaffen. «Da macht man sich auch Gedanken darüber, ob man überhaupt noch gebraucht wird. Ich habe deswegen auch versucht, mein Leben zu beenden», schrieb er in seinem Brief.
Die Popularität von Wolfgang Grupp
Wolfgang Grupp ist einer der bekanntesten Unternehmer Deutschlands – auch dank der sozialen Medien. Dort gab er gerne Tipps übers Unternehmertum und über Finanzen, was ihn zu einem Social-Media-Star machte. Teilweise gingen die Videos von ihm viral und erreichten Hunderttausende Menschen – auch in der Schweiz.
Sein Flair für medienwirksame Auftritte bewies der frühere Trigema-Chef auch während seiner 55 Jahre an der Spitze des Familienunternehmens. In den 80er-Jahren machte die 1919 im baden-württembergischen Burladingen gegründete Firma mit auffälligen Werbespots von sich reden. Menschlich gekleidete Schimpansen verkauften damals als Hauptwerbeträger die Trigema-Shirts.
Den Suizidversuch machte Grupp öffentlich, um anderen Betroffenen von Altersdepressionen Mut zu machen: «Meine Bitte an alle, die an Depressionen leiden: Suchen Sie sich professionelle Hilfe und begeben Sie sich in Behandlung.» So wie er es selber getan hat.
Beobachtest du eine Suchttendenz bei dir oder Angehörigen? Die folgenden Stellen bieten Hilfe:
Beratungstelefon der Dargebotenen Hand
Telefon 143 oder www.143.ch
Beratungstelefon von Pro Juventute (für Kinder und Jugendliche)
Telefon 147 oder www.147.ch
Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK), Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen
Telefon +41 61 325 51 00 oder www.upk.ch
Radix – Zentrum für Spielsucht und andere Verhaltenssüchte
www.spielsucht-radix.ch
Zürcher Institut für klinische Sexologie & Sexualtherapie
www.ziss.ch
Sucht Schweiz
www.suchtschweiz.ch
Zistig.ch
www.zistig.ch
Oder wende dich an die nächste Psychiatrische Klinik für Jugendliche oder Erwachsene.
Beobachtest du eine Suchttendenz bei dir oder Angehörigen? Die folgenden Stellen bieten Hilfe:
Beratungstelefon der Dargebotenen Hand
Telefon 143 oder www.143.ch
Beratungstelefon von Pro Juventute (für Kinder und Jugendliche)
Telefon 147 oder www.147.ch
Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK), Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen
Telefon +41 61 325 51 00 oder www.upk.ch
Radix – Zentrum für Spielsucht und andere Verhaltenssüchte
www.spielsucht-radix.ch
Zürcher Institut für klinische Sexologie & Sexualtherapie
www.ziss.ch
Sucht Schweiz
www.suchtschweiz.ch
Zistig.ch
www.zistig.ch
Oder wende dich an die nächste Psychiatrische Klinik für Jugendliche oder Erwachsene.