So funktioniert ein ETF
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Kurz erklärt:So funktioniert ein ETF

«Schlimmste Idee der Welt»
Wall Street steht vor grosser Börsen-Revolution

Schon in diesem Jahr könnte ein dauerhafter Handel an der New Yorker Börse Realität werden. Einige Banker warnen allerdings vor steigenden Kosten und komplizierten Prozessen. Was hinter der möglichen Revolution steckt.
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2026 könnte einige Neuerungen an der New Yorker Börse mit sich bringen.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • US-Börsen planen 22- bis 23-Stunden-Handel 2026 – Paradigmenwechsel erwartet
  • Grossbanken kritisieren hohe Kosten, Risiken und fehlende garantierte Erträge
  • NYSE erhielt Genehmigung für 22-Stunden-Betrieb, Nasdaq plant 23 Stunden Handel
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Nicola ImfeldTeamlead Wirtschaft-Desk

Traden 24/7 – also 24 Stunden an 7 Tagen die Woche? Bei Kryptowährungen wie Bitcoin ist das bereits möglich. Aber bei den klassischen Börsen? Da gelten strikte Handelszeiten. An der New Yorker Börse beispielsweise klingelt die Eröffnungsglocke um 9.30 Uhr Ortszeit und um 16 Uhr ist der Handelstag bereits wieder vorbei. Das soll sich jetzt aber ändern.

Der US-Aktienmarkt könnte bald fast rund um die Uhr laufen. Für internationale Anleger wäre das ein Paradigmenwechsel – für viele Händler an der Wall Street hingegen ein Albtraum. Denn der 24-Stunden-Börsenhandel spaltet die Finanzwelt.

Die Vor- und Nachteile

Hinter der Entwicklung stecken die grossen Börsenbetreiber. Die Technologiebörse Nasdaq will den Handel an Werktagen auf 23 Stunden ausdehnen. Eine kurze Pause pro Nacht soll lediglich der Wartung dienen. Die New York Stock Exchange (NYSE) ist sogar schon einen Schritt weiter: Sie hat von der Börsenaufsicht die Genehmigung für einen 22-Stunden-Handel erhalten. Startschuss wäre – falls alles klappt – im Laufe dieses Jahres.

Der Druck kommt auch aus dem Ausland. Investoren in Europa oder Asien wollen nicht mehr warten, bis die Wall Street am Nachmittag öffnet. Unternehmenszahlen, geopolitische Eskalationen oder Notenbank-Entscheide passieren rund um den Globus – und sollen sofort handelbar sein. 

Doch bei den Grossbanken schrillen die Alarmglocken. Institute wie JPMorgan, Bank of America oder Morgan Stanley warnen vor enormen Kosten. Neue IT-Systeme, zusätzliche Nachtschichten, komplexeres Risikomanagement – und das alles ohne Garantie auf höhere Erträge. Analysten sprechen offen von einem Projekt, das eher Mühe als Umsatz bringe.

Wirds teurer für Anleger?

Hinzu kommen Sorgen um die Stabilität der Märkte. In der Nacht droht dünne Liquidität – mit grösseren Kurssprüngen und breiteren Spreads. Der weltgrösste Vermögensverwalter Blackrock warnt vor steigenden Handelskosten für Anleger. Besonders scharf fällt die Kritik von der US-Bank Wells Fargo aus. Intern bezeichnete das Handelsteam den Dauerhandel als «schlimmste Idee der Welt» – und als weiteren Schritt zur Gamifizierung der Börse.

Auch börsenkotierte Firmen selbst könnten unter Druck geraten. Ohne feste Handelspausen gebe es kaum noch Zeitfenster, um Informationen kontrolliert zu veröffentlichen, warnen Marktstrategen. Jede Meldung könnte jederzeit Kurse bewegen – Tag und Nacht. Ob das eine wünschenswerte Entwicklung ist? In der Schweiz ist ein 24/7-Handel übrigens noch kein Thema.

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Wie geht es den Schweizer Firmen? Was läuft an der Wall Street? Und wie entwickelt sich der Goldpreis? Wir halten dich über die neusten Entwicklungen an den Märkten auf dem Laufenden – hier im Liveticker.

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