Darum gehts
- Jan Schoch übernimmt Leitung des Appenzeller Huus seit Dezember 2025
- Neuer Küchenchef Michael Gollenz bringt Michelin-Stern und vier Hauben mit
- Über 120 Millionen Fr. in das Luxus-Hotelprojekt in Gonten AI investiert
Jan Schoch (46) hat Gefallen gefunden an seiner neuen Rolle als Hotelier. Der frühere Banker und Leonteq-Gründer, selbst im Appenzellerland aufgewachsen, ist laut «Bilanz» 100 Millionen Franken schwer. Er hat bereits über 120 Millionen in sein spektakuläres Hotelprojekt in Gonten AI gesteckt. Im Herbst 2025 hat das Hotel Appenzeller Huus im «Huus Quell» die ersten Gäste empfangen – es war die Hoteleröffnung des Jahres.
Hoteldirektor Tim-Martin Weber hat das aber nur wenig genützt. Schon im Dezember wurde er entlassen. Besitzer Jan Schoch hat die Geschicke des Resorts mit drei Häusern grad selbst übernommen. Das hat gezeigt: Schoch will noch näher ran an sein Prestigeprojekt. Seither führt er das Resort offiziell als General Manager ad interim – und mit einem klaren Plan, was die Ausrichtung angeht.
Der Neue hat es drauf
Das zeigt sich jetzt auch in der Küche. Schoch richtet diese neu aus. Und stellt den bisherigen Küchenchef Carsten Kypke auf die Strasse, wie das Magazin «Gault Millau» berichtet. Der hat in der noblen «Bärenstobe» 14 Gault-Millau-Punkte erkocht – offenbar zu wenig für die hohen Ansprüche des Investors. Spannend: Die beiden Geschassten – Ex-Direktor Tim-Martin Weber und Carsten Kypke – sind beide aus dem Luxushotel Chedi in Andermatt UR gekommen.
Seit dem 13. März steht Michael Gollenz am Herd. Der junge Österreicher ist kein Unbekannter. Er kochte bei Top-Adressen in der Schweiz – unter anderem in der «Taverne zum Schäfli» in Wigoltingen TG und im «Widder» in Zürich. Zuletzt hat er im Luxushotel Alhambra auf der kroatischen Insel Lošinj gewirkt. Sein Leistungsausweis ist beeindruckend: Ein Michelin-Stern und vier Gault-Millau-Hauben.
«Ein grossartiger Cuisinier»
Jetzt wirbelt er im Appenzeller Huus, mit seinem 2200-Quadratmeter-Spa und dem beeindruckenden Weinkeller. Die Erwartungen sind hoch. Die Vorschusslorbeeren von Jan Schoch dürften ihm aber Mumm geben. «Michael Gollenz ist ein passionierter und grossartiger Cuisinier. Wir stärken mit ihm den kulinarischen Anspruch des Appenzeller Huus weiter», sagt der zu «Gault Millau».