Charles Mannes (62) hat eine Stelle gefunden
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Nach Blick-Story:Charles Mannes (62) hat eine Stelle

Happy End für Charles Mannes (62)
Endlich hat er einen Job!

Der Berner schrieb Hunderte Bewerbungen, die abgeschmettert wurden – er sei zu alt. Jetzt hat der 62-Jährige dank Blick einen Job im Recycling- und Sortierwerk erhalten.
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Seit Sommer 2024 war Mannes arbeitslos. Um eine Stelle zu finden, verteilte er Tausende Flyer – erfolglos.
Foto: Raphaël Dupain

Darum gehts

  • Charles Mannes aus Steffisburg BE: nach eineinhalb Jahren eine Vollzeitstelle
  • Anfang März beginnt er bei einer Recyclingfirma in Bern
  • Mannes suchte seit Sommer 2024 – und bekam Hunderte Absagen
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.

Es war zum Verzweifeln: Eineinhalb Jahre lang suchte Charles Mannes aus Steffisburg BE eine Stelle. Das Ergebnis: Hunderte von Absagen. Niemand wollte ihn. Wenn er nach dem Grund für die Ablehnung fragte, hiess es immer wieder, er sei zu alt. Wer wie Mannes vom Jahrgang 1963 ist, die 60 also klar überschritten hat, wird von vielen HR-Abteilungen gleich aussortiert.

Mannes, dessen letzten Job eine Sandstrahlerei im Sommer 2024 aus wirtschaftlichen Gründen kündigte, gab nicht auf. Er druckte Plakate, verteilte Flyer, schrieb Posts in den sozialen Medien. So wurde auch Blick auf Mannes aufmerksam: Kurz vor Weihnachten erschien ein Artikel über ihn und sein Schicksal.

«Das ist einer, der arbeiten will»

Jetzt folgt das Happy End: Charles Mannes hat wieder einen Job! Anfang März tritt er eine Vollzeitstelle als Betriebsmitarbeiter im Berner Resag Recycling- und Sortierwerk an. Geschäftsführer René Schneider (59) hatte Mannes Geschichte gelesen und sich bei Blick dessen Kontaktdaten besorgt.

Nach einem Vorstellungsgespräch im neuen Jahr war dann alles fix: «Charles Mannes hat einen sehr guten Eindruck gemacht. Das ist einer, der arbeiten will und nicht nur Lohnempfänger ist», so Schneider zu Blick.

«Ältere Mitarbeiter bringen Vorteile mit»

Generell setze er gern auf ältere Angestellte, so der Geschäftsführer. Sie verursachten zwar höhere Kosten für Sozialabgaben – das werde aber durch mehrere Vorteile aufgewogen: Bei einem über 60-Jährigen sei zu erwarten, dass er seinem Arbeitgeber bis zur Pensionierung treu bleibt. Zudem hätten «Ältere in der Regel mehr Pflichtbewusstsein und weniger Absenzen als Junge».

Charles Mannes ist froh über diese Entwicklung. Er zeigt sich erleichtert, dass für ihn mit der neuen Festanstellung eine lange und schwierige Zeit der Unsicherheit endet. Es seien zwar noch wenige andere Angebote gekommen, sagt er. Dabei habe es sich jedoch um Jobs auf Abruf und mit unregelmässigen Arbeitszeiten gehandelt.

«Ich bin sehr glücklich»

Anders bei Resag: Ihn erwartet ein geordneter Arbeitsalltag mit freien Wochenenden. «Ich habe dort einen guten Chef, und der Lohn stimmt», sagt Mannes. «Ich bin sehr glücklich, dass ich vor der Pension noch einmal richtig arbeiten darf.»

Dass es in seinem Fall nun doch geklappt hat, dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, wie schwierig die Lage älterer Arbeitsloser ist, so Mannes. «Man darf nicht aufgeben», sagt er. «Und man sollte auch neue Wege gehen – nicht nur Bewerbungsbriefe schreiben.»

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