Goldhasen teurer als letzte Ostern
So rechtfertigt Lindt-Chef Adalbert Lechner die hohen Schoggi-Preise

Für alle Schoggi-Liebhaber gibt es vor den Ostern leider keine guten Neuigkeiten: Lindt wird die Preise trotz tieferer Kosten für Kakao nicht senken. CEO Adalbert Lechner erklärt, weshalb es dafür noch zu früh ist.
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Die Goldhasen von Lindt kosten diese Ostern deutlich mehr.
Foto: IMAGO/Wolfgang Maria Weber

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Kakao-Preise fielen 2025 stark, Lindt senkt Preise vorerst nicht
  • Trotz 60 % niedrigeren Kakao-Kosten blieb Lindt-Gewinn hoch: 726,6 Mio. CHF
  • Schoggi-Preise stiegen 2025 um 19 %, Volumen erstmals gesunken
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Milena KälinRedaktorin Wirtschaft

Die Kakao-Preise sind letztes Jahr an der Börse deutlich gesunken: Eine Tonne Kakaobohnen kostet rund 65 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Im Detailhandel sind die Schoggi-Preise bei Lidl, Migros und Denner bereits gefallen. Doch wie sieht es bei der Premium-Marke Lindt & Sprüngli aus? 

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«Es ist noch viel zu früh, um über mögliche Preissenkungen zu diskutieren», sagt Lindt-Chef Adalbert Lechner (64) an der Jahresmedienkonferenz vom Dienstag. Auffällig: Der Schoggi-Hersteller verdiente 2025 an den angehobenen Preisen sehr gut. Der Gewinn stieg um 8,1 Prozent auf 726,6 Millionen Franken. Ein Zückerli gabs auch für die Aktionäre: Die Dividende klettert zum 30. Mal in Folge – auf 1800 Franken je Aktie. Nur Konsumentinnen und Konsumenten gehen leer aus. 

Diese Ostern lässt sich Lindt den Schoggi-Hasen vergolden. Dieser kostet deutlich mehr als im Vorjahr. Der Grund: Lindt hat die Preise 2025 erst nach Ostern im Schnitt um 19 Prozent angehoben. Die Preisänderungen sind deswegen bei den Goldhasen erst dieses Jahr spürbar. 

Volle Kakao-Lager

Das Problem: Die Kakao-Lager von Lindt sind noch voll. «Wir kaufen Kakaobohnen für jeweils 12 bis 15 Monate ein», erklärt der Chef. Von den gesunkenen Rohstoffpreisen merkt der Schokoladenproduzent darum noch nichts. Die Schoggi-Hasen wurden alle noch mit teurem Kakao gegossen. Die Rohstoffpreise von beispielsweise Zucker und Haselnüssen seien nach wie vor höher als üblich. 

Hinzu kommen neue Unsicherheiten wegen des Ausbruchs des Krieges in Iran: Der Hersteller aus Kilchberg ZH befürchtet steigende Energie- und Transportkosten. «Zudem werden die asiatischen Touristen fehlen, die sehr gute Kunden unserer Flagship-Stores sind», erklärt Lechner. 

2025 nahmen die Kundinnen und Kunden Lindt die Preiserhöhungen aber zum ersten Mal übel. Nach Preiserhöhungen von über 40 Prozent in den letzte vier Jahren ist das verkaufte Volumen erstmals gesunken. Lindt rechnet auch dieses Jahr mit etwas weniger Verkäufen.

Lechner macht ein bisschen Hoffnung: «Im Herbst werden wir entscheiden, ob Preissenkungen möglich sind.» So soll eine erneute Flaute im Weihnachtsgeschäft verhindert werden. 

Daniela Katzenberger vor Lindt-Brunnen in Kilchberg
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«Ich nehme hier eine Dusche»:Daniela Katzenberger vor Lindt-Brunnen in Kilchberg
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