Fünfte Zinspause in Folge
EZB-Chefin Lagarde belässt den Leitzins weiter bei 2 Prozent

In der ersten Zinssitzung 2026 nimmt die Europäische Zentralbank keine Leitzins-Änderungen vor. Den Entscheid hatten Analysten im Vorfeld so erwartet. Doch der starke Euro wird für EZB-Präsidentin Christine Lagarde zum Unsicherheitsfaktor.
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Die Europäische Zentralbank belässt den Leitzins bei 2 Prozent.
Foto: imago

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die EZB belässt den Leitzins unverändert bei 2 Prozent seit Juni 2025
  • Der starke Euro könnte mittelfristig Zinssenkungen durch die EZB begünstigen
  • Die Inflation in der Euro-Zone sank im Januar 2026 auf 1,7 Prozent
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Michael HotzTeamlead Wirtschafts-Desk

Die Europäische Zentralbank (EZB) startet mit einer Zinspause ins neue Jahr: Das Gremium um EZB-Präsidentin Christine Lagarde (70) lässt den Leitzins der Euro-Zone unverändert – zum fünften Mal in Folge seit der letzten Zinssenkung im Juni 2025. Heisst: Der Einlagenzins, der für Sparer und Anleger relevant ist, bleibt bei 2 Prozent.

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Vor einer Woche legte auch die US-Notenbank eine Zinspause ein. Der von Präsident Donald Trump (79) heftig kritisierte Fed-Chef Jerome Powell (73) und seine Kollegen hielten an der Zinsspanne von 3,5 bis 3,75 Prozent fest. Die allgemeine Teuerungsrate in den USA lag im Dezember bei 2,7 Prozent. Die Fed strebt eine Rate von 2 Prozent an – und ein höheres Zinsniveau hilft im Kampf gegen die Teuerung. Experten rechnen im laufenden Jahr wegen der US-Zollpolitik mit einem leichten Anstieg der Inflationsrate.

Starker Euro bringt Unsicherheit rein

In der Euro-Zone befindet sich die Inflation hingegen auf dem Rückgang. Die Teuerung ist im Januar auf 1,7 Prozent gefallen, liegt also nahe des von Lagarde angestrebten 2-Prozent-Ziels. Für die EZB gab es also keinen Anlass, am Leitzins zu schrauben. Entsprechend hatten die meisten Analysten und Marktbeobachterinnen im Vorfeld des Entscheids mit einem unveränderten Leitzins gerechnet.

Ein Unsicherheitsfaktor ist jedoch der Euro, der gegenüber dem Dollar zugelegt hat. Zuletzt kletterte der Euro-Dollar-Kurs auf den höchsten Stand seit 2021. Von einem starken Euro profitieren europäische Importeure, was auf die Preise drückt. Dadurch könnte auch die Teuerung weiter sinken. Heisst: Zumindest mittelfristig sind Zinssenkungen durch die EZB nicht auszuschliessen.

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