Bieterkampf um Hollywood-Urgestein
Paramount übertrumpft Netflix im Kampf um Warner Brothers

Netflix gibt den Bieterkampf um Warner Brothers auf. Der Streaminganbieter will das Angebot von Paramount nicht mehr kontern. Das ist auch im Sinn von US-Präsident Donald Trump.
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Paramount legt im Bieterkampf um Warner nach – das umworbene Unternehmen stuft das Angebot als «überlegen» ein.
Foto: HANNIBAL HANSCHKE

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Netflix verliert Bieterwettstreit um Warner Bros. gegen Paramount
  • Paramount bietet 108,4 Milliarden Dollar
  • Trump drängte vor allem auf CNN-Übernahme
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Im Bieterkampf um das Hollywood-Urgestein Warner Brothers hat das Unternehmen das verbesserte Gebot des Rivalen Paramount formal als «überlegen» eingestuft. Angesichts dieses Angebots sei «der Deal finanziell nicht mehr attraktiv», erklärte Netflix.

Der Warner-Verwaltungsrat hielt trotz des neuen Paramount-Angebots an seiner Empfehlung an die Aktionäre fest, das Übernahmeangebot von Netflix anzunehmen, wie es in einer nach US-Börsenschluss veröffentlichten Mitteilung hiess. Die Abstimmung darüber wurde auf den 20. März angesetzt. Die Übernahmevereinbarung mit Netflix bleibe in Kraft.

Netflix-Chefs geben sich geschlagen

Warner und Netflix waren Anfang Dezember eine verbindliche Übernahmevereinbarung für das Studio- und Streaming-Geschäft eingegangen. Wenige Tage später wandte sich Paramount direkt an die Aktionäre und bot 108,4 Milliarden Dollar für den gesamten heutigen Konzern Warner Bros. Discovery samt der TV-Sender, darunter CNN. Netflix bietet knapp 83 Milliarden Dollar für die Filmstudios und das Streaming-Geschäft.

Die Co-Chefs von Netflix, Ted Sarandos (61) und Greg Peters (56), betonten nun, die ausgehandelte Transaktion hätte einen Mehrwert für die Aktionäre geschaffen und einen klaren Weg zur behördlichen Genehmigung geboten. «Wir haben uns jedoch stets diszipliniert verhalten. Und zu dem Preis, der erforderlich wäre, um das jüngste Angebot von Paramount Skydance zu erreichen, ist der Deal finanziell nicht mehr attraktiv», betonten die beiden Manager.

Trump drängte auf CNN-Übernahme

In dem Bieterkampf geht es auch um das Schicksal des Nachrichtensenders CNN, bei dem oft kritisch über US-Präsident Donald Trump (79) berichtet wird. Trump sagte im Dezember, es müsse sichergestellt werden, dass CNN bei einem Deal auf jeden Fall den Besitzer wechsele.

Paramount wurde im vergangenen Jahr von der Familie des als Trump-Unterstützer bekannten Tech-Milliardärs Larry Ellison (81) gekauft. Die Nachrichtenredaktion des Paramount-Senders CBS schlug seit der Übernahme durch die Ellisons zum Teil einen freundlichen Ton gegenüber der Trump-Regierung an. Trump-Kritiker in den USA befürchten, dass CNN unter dem Dach von Paramount die redaktionelle Unabhängigkeit verlieren könnte.

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