Darum gehts
2025 war ein schwieriges Jahr für Vermögensverwalter. Das zeigt die Auswertung der Swiss-Life-Tochter Zwei Wealth für die Handelszeitung. Die Streuung zwischen guten und schlechten Vermögensverwaltern sei sehr gross, so das Fazit.
Dabei half den Bankern auch nicht, dass 2025 eigentlich ein gutes Börsenjahr war. Die hohe Volatilität mit «ausgeprägten Ab- und Aufwärtsbewegungen» habe zwar Chancen für eine Überperformance geboten, jedoch auch «erhebliches Potenzial für Fehler und Unterperformance». Und die Statistik von Zwei Wealth zeigt vor allem Letzteres. Sie basiert auf einer Analyse von realen Portfolios von 550 Schweizer Vermögensverwaltern.
Dieser Artikel wurde erstmals im Angebot von handelszeitung.ch veröffentlicht. Weitere spannende Artikel findest du unter www.handelszeitung.ch.
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Die Mehrheit der Banker blieb deutlich unter dem Benchmark zurück
Im Mittel schlugen die Vermögensverwalter mit ihren aktiven Anlagestrategien nur gerade in einer Kategorie den passiven Benchmark: bei rein festverzinslichen Strategien. Bei den Portfolios, die auch in Aktien investierten, war die mittlere Performance (Median) schlechter als die des Vergleichsindex. So legten die Aktienportfolios im Median um 8,3 Prozent zu, der Index dagegen um 14,2 Prozent (siehe Grafik). Sprich: Die Mehrheit der Vermögensverwalter – darunter sowohl Banken als auch externe Vermögensverwalter – brachten weniger ein als ein passiver ETF.
Die grosse Bandbreite zeigt sich auch am jeweils besten und schlechtesten Ergebnis. Bei reinen Aktienportfolios erzielte ein Banker eine Rendite von 21,7 Prozent, während der am wenigsten erfolgreiche einen Verlust von 27,6 Prozent verbuchen musste. Bei einem «Wachstums»-Portfolio mit rund zwei Dritteln Aktien bewegte sich die Spreizung noch zwischen 16,1 Prozent Gewinn und 10,1 Prozent Verlust.
Alle Zahlen beziehen sich auf Portfolios in Franken, wobei die Muster laut Zwei Wealth bei Euro und Dollar ähnlich sind. Der Schluss des Beratungsunternehmens lautet denn auch wenig überraschend: Auf die Auswahl kommt es an.