Auch Dollar wird immer günstiger
Franken auf Rekordhoch zum Euro

Einen Euro gibts bereit für 91,3 Rappen – so wenig wie nie. Auch der US-Dollar ist zum Wochenbeginn erneut unter Druck gekommen.
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Der Franken verzeichnet gegenüber dem Euro ein Rekordhoch.
Foto: Sven Thomann

Darum gehts

  • Der Dollar fiel am Montag unter 0,77 und kostete 0,7659 Franken
  • Chinesische Banken sollen laut Bloomberg weniger US-Staatsanleihen kaufen
  • Euro/Schweizerfranken bei 0,9127, ein Rekordtief seit Januar 2026
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Am Montag fiel der Dollar unter 0,77 und kostete zuletzt 0,7659 Franken. Einzig Ende Januar war das Währungspaar mit 0,7605 noch etwas tiefer gefallen und dabei so günstig gewesen wie zuletzt 2011.

Auch zum Euro legte der Franken am Montag klar zu. Das Euro/Schweizerfranken-Paar fiel auf zuletzt 0,9130 von 0,9169 am Morgen, am späteren Nachmittag hatte das Paar gar ein neues Rekordtief bei 0,9127 erreicht. Das Euro/US-Dollar-Paar stieg derweil auf 1,1920 am späten Abend von 1,1848 am frühen Morgen, was ebenfalls der höchste Stand seit Ende Januar war.

Lage wegen geringem Preisdruck «nicht einfach»

Für Druck auf den Dollar sorgte eine Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach chinesische Beamte die Banken des Landes aufgefordert haben, den Kauf von US-Staatsanleihen zu begrenzen.

Die Valiant Bank stellte in einem Kommentar die Frage, ob in Anbetracht des starken Frankens nun Massnahmen der SNB zu erwarten seien. SNB-Präsident Martin Schlegel habe letzte Woche eingeräumt, dass die Lage angesichts des geringen Preisdrucks «nicht einfach» sei. Valiant geht aber davon aus, dass - solange der Franken nicht sprunghaft oder deutlich stärker aufwertet - die SNB zum Leidwesen der Exportindustrie vorerst inaktiv bleiben wird.

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