Ammann verpasst zweiten Durchgang
Skispringer gelingt Weltcup-Auftakt nicht nach Wunsch

Die Schweizer Skispringern bekunden Startschwierigkeiten beim Auftakt der Weltcupsaison. Mathilde Gremaud siegt beim Weltcup-Auftakt im Slopestyle in Stubai und die Schweizer Curlerinnen starten mit einem 10:5-Erfolg gegen Schweden in die EM in Finnland.
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Erfolgreicher Saison-Auftakt für Freestylerin Mathilde Gremaud: Die Freiburgerin siegt in Stubai. (Archivbild)
Foto: Getty Images

Skispringen

Der Start in die Weltcupsaison ist den Schweizer Skispringern in Lillehammer nicht ganz nach Wunsch geglückt. Bester ist bei anspruchsvollen Rückenwindverhältnissen wie erwartet Gregor Deschwanden mit dem 15. Rang. Er ist beim österreichischen Dreifachsieg der einzige Swiss-Ski-Athlet in den Punkterängen. Eine Enttäuschung gibt es zum Auftakt seiner 29. Weltcupsaison für Simon Ammann. Auf dem Lysgardsbakken, auf dem er seit 2009 den Schanzenrekord hält, verpasst er als 41. den Sprung in den zweiten Durchgang ebenso wie die Jungen Sandro Hauswirth (33.) und Juri Kesseli (45.). Besser macht es bei den Frauen Sina Arnet, die aber mit Platz 28 die halbe Olympia-Qualifikation (Top 25) knapp verpasst.

Freestyle

Freestylerin Mathilde Gremaud siegt zum Weltcup-Saisonstart in Stubai (Ö) im Slopestyle. Weil der Final am Samstag aufgrund von heftigen Sturmböen nicht stattfinden kann, zählt die Rangliste der Qualifikation vom Donnerstag als Schlussrangliste. Die Olympiasiegerin und Weltmeisterin im Slopestyle hatte sich dort mit 81.92 Punkten vor der Kanadierin Olivia Asselin (76.71) und der Finnin Anni Käräva (68.07) durchgesetzt. Nun holt sich die Freiburgerin dank des Quali-Gewinns auch ihren 15. Weltcupsieg. Sarah Höfflin (12.), Giulia Tanno (21.) und Anouk Andraska (25.) klassierten sich ausserhalb der acht Finalistinnen, die am Samstag hätten starten sollen.

Bei den Männern um Andri Ragettli verzögert sich der Weltcup-Start in der Disziplin Slopestyle derweil. Sowohl die Qualifikation vom Freitag als auch der Final vom Samstag mussten aufgrund des Windes und schlechten Sichtverhältnissen auf dem Stubaier Gletscher abgesagt werden.

Curling

Gelungener Auftakt in die Curling-EM im finnischen Lohja für die Schweizerinnen. Das Team um Skip Corrie Hürlimann (27), Marina Loertscher (26), Stefanie Berset (28) und Celine Schwizgebel (26) besiegt bei seiner Premiere auf internationaler Bühne Schweden im ersten Spiel 10:5.

Lange ist die Partie ausgeglichen, die Schweizerinnen liegen dabei nie im Rückstand, verspielen aber zweimal eine Zwei-Punkte-Führung. Knackpunkt ist beim Stand von 4:4 dann der siebte Durchgang, in dem die Schweizerinnen gleich fünf Steine näher am Zentrum platzieren als die Schwedinnen um die Olympiasiegerin von 2018 Anna Hasselborg und mit der entsprechenden Punktzahl in Führung gehen.

Am Nachmittag steht für die Schweizerinnen bereits die zweite Partie in Finnland an. Ab 18.30 Uhr messen sie sich mit den Italienerinnen, wo sie die Möglichkeit haben, den guten Start vom Morgen zu bestätigen.

Neben den Frauen starten auch die Männer um Skip Yannick Schwaller mit einem Sieg gegen Schweden in die EM. Entscheidend ist das neunte End, in dem die Mannschaft ihren Vorsprung von 6:4 auf 8:4 ausbaut und sich damit den Sieg sichert. Im Gegensatz zu den Frauen stehen Schwaller, Pablo Lachat-Couchepin, Sven Michel und Benoît Schwarz-van Berkel erst am Sonntag gegen Deutschland und Polen wieder im Einsatz.

Monobob

Melanie Hasler fährt beim Weltcup-Auftakt am Olympiaort in Cortina (It) im Monobob auf den siebten Rang. Die Aargauerin verschafft sich im ersten Lauf zwar eine Top-Ausgangslage und setzt die Bestzeit eine Hundertstel vor Weltmeisterin Kaysha Love aus den USA, kann die Führung schlussendlich jedoch nicht nutzen. Denn im zweiten Lauf büsst Hasler zu viel Zeit ein und verpasst als Siebte ihren ersten Weltcupsieg und gar das Podest noch deutlich. Den Sieg holt sich stattdessen die Deutsche Laura Nolte dank eines starken zweiten Durchgangs vor Love und der Australierin Breeana Walker.

Inola Blatty qualifiziert sich bei ihrer Weltcup-Premiere als 15. für den zweiten Lauf, die Luzernerin wird am Ende 18. Debora Annen klassiert sich derweil knapp ausserhalb den Top 10 auf dem 11. Rang.

Auch für die Männer gibt es in Cortina mit dem Zweierbob kein Spitzenresultat. Cédric Follador/Omar Vögele und Michael Vogt/Andreas Haas klassieren sich durch zwei Hundertstel getrennt in den Rängen 8 und 9. Gar nicht zufrieden sein können Timo Rohner und Tim Annen mit dem 17. Platz. Was zu denken gibt: Keines der Schweizer Teams kann am Start mit den Besten mithalten, keines ist in einem der beiden Läufen unter den besten zehn. Die Bahn in Italien mag neu sein, die Gesichter an der Spitze sind es nicht. Johannes Lochner führt den fast schon üblichen deutschen Dreifachsieg an.

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