Neun Trainer in fünf Jahren
Emma Raducanu wirft schon wieder Coach raus

Nach dem Australian-Open-Aus kommuniziert Emma Raducanu ihre Trennung von Nadal-Coach Francisco Roig auf Instagram. Der Spanier gesellt sich damit zu einer langen Liste von abgesägten Trainern.
Kommentieren
1/5
Emma Raducanu scheidet an den Australian Open bereits in der zweiten Runde aus.
Foto: Getty Images

Darum gehts

  • Emma Raducanu scheitert bei den Australian Open in zweiter Runde
  • Seit 2021 hat sie sich von acht Trainern getrennt, zuletzt Francisco Roig
  • Andy Roddick kritisiert ihre Einstellung und den Wunsch nach weniger Turnieren
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
Petar Djordjevic

An den US Open im Jahr 2021 überrascht die damals 18-jährige Emma Raducanu die Tenniswelt und gewinnt das Grand-Slam-Turnier als Qualifikantin. Sie rückt zwischenzeitlich gar auf den 10. Weltranglistenplatz vor.

Mittlerweile ist Raducanu die Nummer 29 der Welt. Seit ihrem Erfolg in New York vor bald fünf Jahren konnte sie keine weiteren Turniere mehr für sich entscheiden. Vielmehr dominieren nun Geschichten neben dem Court ihre Karriere.

Die mittlerweile 23-jährige Britin hat sich seit 2021 bereits von acht Trainern getrennt. Dabei betrug die längste Amtszeit gerade einmal ein Jahr – diese darf Nick Cavaday (Januar 2024–Januar 2025) für sich beanspruchen. Die neuste Trennung betrifft Francisco Roig (57). Der Spanier arbeitete ganze 18 Jahre mit dem 22-fachen Majorsieger Rafael Nadal (39) zusammen, ehe er mit dem Italiener Matteo Berrettini trainierte.

Ex-Profi Roddick mit klaren Worten

Raducanu teilt auf ihrer Instagram-Story: «Du warst für mich mehr als nur ein Trainer, und ich werde die vielen schönen Momente, die wir gemeinsam auf und neben dem Platz verbracht haben, in guter Erinnerung behalten.» Durch die Trennung von Roig ist Raducanu nun bei neun Trainern in fünf Jahren angelangt. 

Emma Raducanus Trainer seit 2021
  • Nigel Sears (April 2021 – Juli 2021)
  • Andrew Richardson (Juli 2021 – September 2021)
  • Torben Beltz (November 2021 – April 2022)
  • Dmitry Tursonov (Juli 2022 – Oktober 2022)
  • Sebastian Sachs (Dezember 2022 – Juni 2023)
  • Nick Cavaday (Januar 2024 – Januar 2025)
  • Vladimir Platenik (März 2025)
  • Mark Petchey, interimsweise (März 2025 – Juli 2025)
  • Francisco Roig (August 2025 – Januar 2026)
  • Nigel Sears (April 2021 – Juli 2021)
  • Andrew Richardson (Juli 2021 – September 2021)
  • Torben Beltz (November 2021 – April 2022)
  • Dmitry Tursonov (Juli 2022 – Oktober 2022)
  • Sebastian Sachs (Dezember 2022 – Juni 2023)
  • Nick Cavaday (Januar 2024 – Januar 2025)
  • Vladimir Platenik (März 2025)
  • Mark Petchey, interimsweise (März 2025 – Juli 2025)
  • Francisco Roig (August 2025 – Januar 2026)

Nicht nur Raducanus Trainerkarussell gibt zu reden. In seinem Podcast «Served» äussert sich Ex-Profi Andy Roddick (43) kritisch über ihre Einstellung zum Spiel. Der US-Open-Gewinner erklärt: «Ich lese manchmal Dinge wie: ‹Ich habe in der zweiten Runde grossartig gespielt› – und denke mir: Mann, ich will nicht, dass du damit zufrieden bist.» Besonders kritisch sieht Roddick den Wunsch nach weniger Turnieren. «Ich habe gelesen, dass sie dieses Jahr weniger spielen will. Weniger spielen? Du bist Grand-Slam-Siegerin, du musst mehr spielen! Ich will, dass sie mehr spielen will.»

Der US-Amerikaner fordert Klarheit von der Britin: «Du hast noch keine komplette Saison gespielt. Irgendwann muss es ein Job für sie werden.»

Dabei kommt er zum Schluss: «Entweder wir ziehen komplett zurück, werden körperlich topfit – oder wir spielen viel. Halbe Sachen … Ich weiss nicht. Ich glaube nicht, dass das aktuelle Management in eine Top-5- oder Top-10-Platzierung führt. Ganz sicher nicht.»

Die Australian Open 2026 endeten für Raducanu bereits in der zweiten Runde. Dort verlor sie gegen Anastasia Potapowa, die Nummer der Weltrangliste.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen