Darum gehts
- Paddy Kälin kombiniert SRF-Job mit Mentalcoaching seit Januar 2026 in Videos
- Er veröffentlicht täglich motivierende Videos, die teils kontrovers aufgenommen werden
- Seit drei Jahren Mentalcoach, arbeitet er bei SRF nur Teilzeit
Paddy Kälin, bereiten Sie aus Angst vor dem Ergebnis der Halbierungs-Initiative Ihren SRF-Abgang vor? Der 49-Jährige muss lachen, als ihm Blick diese Frage stellt. Seine Antwort: «Natürlich nicht!»
Der Hintergrund dieser Frage: Seit Anfang Jahr ist Kälin in seiner Rolle als Mentalcoach in den sozialen Medien sehr aktiv. In einem Neujahrskalender veröffentlicht er seit dem 1. Januar jeden Tag ein Video, in dem er über gute Vorsätze und das Überwinden von schlechten Gewohnheiten redet.
Mal spielt er Klavier und sagt: «Musik ist eigentlich nichts anderes als Mathematik mit Tönen. Und es gibt auch eine Mathematik zur Motivation. Überleg dir mal, wie attraktiv dein Ziel ist, die neue Gewohnheit, die du installieren möchtest.» Mal sitzt er im Auto und fragt: «Was haben ein Auto und unser Hirn gemeinsam? Beide haben einen Motor und ein Navigationssystem.»
Klare Trennung zu seinem Job bei SRF
Dass diese Videos nun für Schlagzeilen sorgen, überrascht den TV-Moderator. «Dahinter steckt kein Masterplan. Ich möchte mit diesen Videos einfach aufzeigen, wie unser Oberstübli funktioniert und warum es uns so schwerfällt, gute Vorsätze in die Tat umzusetzen.»
Kälin arbeitet nun schon im dritten Jahr als Mentalcoach. Möglich ist das, weil er bei SRF nur in einem Teilzeitpensum angestellt ist. «Bei SRF gibt es klare Richtlinien: Ich muss in den sozialen Medien das Mentalcoaching und meinen Job als Sportjournalist trennen. Deshalb findet man auf meinen Kanälen auch keine Beiträge und Fotos, die mich bei meiner Arbeit als SRF-Angestellten zeigen.»
«Natürlich ist das Geschmackssache»
Doch was fasziniert ihn so sehr an der Arbeit als Mentalcoach? «Mein Ziel ist es, das Gegenüber zu befähigen, sich selbst zu helfen und besser zu machen. Dabei gibt es durchaus auch Parallelen zu meinem Job als Moderator. Auch dort versuche ich, zuzuhören, was mein Gegenüber erzählt, und es mit passenden Fragen zum Denken anzuregen.» Wie gross sein Pensum als Mentalcoach sei, könne er nicht genau sagen. «Mal mehr, mal weniger. Wie in der Fitnessbranche auch scheint Anfang Jahr das Bedürfnis nach Coaching grösser zu sein.»
Dass Kälin mit solchen Videos anecken könnte, ist ihm durchaus bewusst. «Bis auf einen Kommentar fielen die Reaktionen bislang eher positiv aus. Natürlich ist das, was ich mit dem Neujahrskalender mache, Geschmackssache. Solange die Kritik aber nicht unter die Gürtellinie geht, habe ich damit keine Probleme.»