Beendet
Slalom
Wengen
Wengen
1.
Atle Lie McGrath
Atle Lie McGrath1:45.99
2.
Lucas Braathen
Lucas Braathen+0.47
3.
Henrik Kristoffersen
Henrik Kristoffersen+0.81
Iten zaubert im Wengen-Slalom Traumlauf auf die Piste
1:33
Olympia-Limite erfüllt:Iten zaubert im Wengen-Slalom Traumlauf auf die Piste
18.01.2026, 14:03 Uhr

Jetzt steht die Streif bevor.

Der Alpin-Zirkus reist jetzt weiter nach Kitzbühel. Dort steht am Freitag der Super G an, ehe am Samstag die Abfahrt auf der Streif ausgefahren wird. Los geht es an beiden Tagen um 11:30 und wir sind natürlich auch wieder dabei. Bis dahin und einen schönen Nachmittag.

18.01.2026, 14:01 Uhr

Iten mit der Geschichte des Tages

Zwar hat Loic Meillard mit Platz vier das beste schweizer Ergebnis des Tages erreicht. Die grösste Geschichte allerdings hat heute Matthias Iten (6.) geschrieben. Denn der hat sich um ganze 17 Plätze nach vorne gearbeitet, sass lange auf dem Stuhl des Führenden und musste sich erst der absoluten Slalom-Elite geschlagen geben. Das ist dann auch das beste Weltcup-Ergebnis seiner Karriere. Daniel Yule wird 18.

18.01.2026, 13:58 Uhr

Matt bester Österreicher

Michael Matt beendet den Tag als bester Österreicher. Er klettert noch vier Positionen nach vorne und wird Siebter. Manuel Feller (11.) rutscht etwas nach unten, Adrian Pertl wird 14. Einen richtig guten Lauf hat Joshua Sturm erwischt, der ganze zwölf Plätze nach vorne gefahren ist. Fabio Gstrein wird 20., Johannes Strolz 28.

18.01.2026, 13:53 Uhr

Strasser verpasst die Top Ten

Eine richtig gute Platzierung fehlt dem DSV-Duo auch heute. Aber vor allem Linus Strasser (11.) kann mit seinem zweiten Durchgang zufrieden sein. Er konnte immerhin noch einen Platz nach vorne rutschen. Sebstian Holzmann ist mit Platz 24 zwar noch etwas nach hinten gerutscht, aber er kann immerhin Punkte mitnehmen.

18.01.2026, 13:51 Uhr

Gute Laune in Wengen

Atle Lie McGrath und Lucas Pinheiro Braathen liegen sich in den Armen und auch Henrik Kristoffersen bringt seine Glückwünsche an den Mann. Die drei sehen doch sehr glücklich aus bei der Präsentation der Podestplatzierten.

18.01.2026, 13:49 Uhr

Atle Lie McGrath (NOR)

Jetzt also die Entscheidung. Atle Lie McGrath hat es in der Hand. Wer gewinnt den Slalom von Wengen? Der Vorsprung von einer halben Sekunde bleibt bestehen, McGrath bleibt drauf und leistet sich keine Fehler. So kann er Tempo aufbauen und am Ende mit 47 Hundertsteln Vorsprung auf den ersten Platz fahren! Da ist jemand richtig, richtig erleichtert im Ziel!

18.01.2026, 13:46 Uhr

Loic Meillard (SUI)

Loic Meillard war zeitgleich mit Kristoffersen unterwegs, muss dementsprechend also besser fahren als der Norweger eben. Aber es klappt nicht! Meillard bleibt einmal kurz hängen und muss weiter unten Tempo rausnehmen. Insgesamt fehlt der perfekte Fluss und deshalb geht es für den Schweizer nur auf den dritten Platz.

18.01.2026, 13:45 Uhr

Henrik Kristoffersen (NOR)

Drei Männer stehen noch oben. Henrik Kristoffersen steht voll fokussiert im Starthaus und baut ebenfalls seinen Vorsprung aus. Im Mittelteil aber muss Kristoffersen zwei Mal korrigieren, verliert Zeit und wird so eben nur Zweiter. Da schüttelt er direkt den Kopf. Und damit steht Pinheiro Braathen sicher auf dem Podest. Aber welcher Platz wird es?

18.01.2026, 13:43 Uhr

Lucas Pinheiro Braathen (BRA)

Während Timon Haugan unten noch mit den Fans feiert, macht sich oben Lucas Pinheiro Braathen auf den Weg. Sein Vorsprung auf Haugan war immerhin vier Zehntel und den baut er auch direkt aus. Der erste Abschnitt gelingt ihm super, er zieht gut um die Tore und wird so immer schneller. Am Ende baut er den Vorsprung auf über eine Sekunde aus und geht ganz zu Recht an Haugan vorbei in Führung! Das war richtig, richtig gut und das weiss er auch!

18.01.2026, 13:41 Uhr

Timon Haugan (NOR)

Das hätte sich Iten auch nicht gedacht, dass er heute da unten sitzt und schaut, ob Timon Haugan ihn nach hinten schiebt. Haugan hat wirklich viel Vorsprung und hält den auch bis ganz weit nach unten. Der Norweger steht sehr kompakt und stabil auf den Ski, leistet sich keine Fehler und geht dann auch mit einer halben Sekunde Vorsprung in Führung!

Schweizer Duo in den Top 10
Iten glänzt mit Aufholjagd – Meillard schrammt am Podest vorbei

Kein weiterer Schweizer Podestplatz in Wengen. Im abschliessenden Slalom wird Loïc Meillard Vierter, auch Matthias Iten glänzt. Der Sieg geht wie schon im Vorjahr an Norwegen.
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Loïc Meillard kurvt knapp am Podest vorbei.
Foto: Getty Images
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Ramona BieriRedaktorin Sport

Das Podest

1. Atle Lie McGrath (No) 1:45,99
2. Lucas Braathen (Bra) +0,47
3. Henrik Kristoffersen (No) +0,81

Das Rennen

Schweizer Slalom-Podestplätze sind in Wengen eine Seltenheit (siehe «Das gab zu reden»). Zur Halbzeit dürfen die einheimischen Fans aber auf eine Ski-Party hoffen. Loïc Meillard liegt auf Platz 2. Bevor der Weltmeister in der Entscheidung an der Reihe ist, lässt aber ein anderer Schweizer Wengen beben: Matthias Iten. Er braucht eine Rettungstat, um im Lauf zu bleiben und setzt sich dennoch deutlich an die Spitze, hält bis zum Ende die Laufbestzeit. Und das, nachdem er schon am Morgen glänzt und sich mit Startnummer 44 als 23. für den 2. Lauf qualifiziert hat.

Was danach kommt, ist ein Riesensprung nach vorne. Iten kann es sich auf dem Leaderthron so richtig gemütlich machen und dabei zuschauen, wie ein Konkurrent nach dem anderen an seiner Zeit scheitert. Schon bald ist klar: Er erfüllt nach Platz 10 in Val d'Isère (Fr) auch die zweite Hälfte der Vorgaben fürs Olympia-Ticket. Aber wie weit nach vorne gehts? Erst als der Halbzeit-Fünfte Timon Haugan 1,61 Sekunden Vorsprung mit in den Stangenwald nimmt, ist die Zeit von Leader Iten vorbei. Am Ende ists Platz 6 – sein Karriere-Bestresultat.

Und Meillard? Der probiert alles, hat aber mit der gezeichneten Piste zu kämpfen. Und fällt zwei Positionen zurück. Als Vierter schrammt er am Treppchen vorbei. Das ist wie schon im Vorjahr in Norweger-Hand – wenn auch dieses Mal nicht ganz zu 100 Prozent. Atle Lie McGrath wiederholt seinen Triumph vor dem für Brasilien startenden Ex-Norweger Lucas Braathen. Komplettiert wird das Podest von Henrik Kristoffersen. Der dreifache Wengen-Sieger knackt damit eine besondere Marke. Er gehört nun zum elitären 100er-Klub (siehe «Das gab zu reden II»).

Die Schweizer

4. Loïc Meillard +1,30
6. Matthias Iten +2,07
18. Daniel Yule +2,99
Den 2. Lauf verpassen: 40. Sandro Simonet +3,07, 45. Ramon Zenhäusern +3,54, 47. Luca Aerni +3,82
DNF 1: Tanguy Nef, Marc Rochat

Nur auf Platz 17 ist Daniel Yule zur Halbzeit. Nicht das, was seinen Ansprüchen entspricht. Gibts deswegen am Nachmittag den grossen Angriff? Nein. Er kann sich nicht steigern. Und beisst sich an der Zeit von Teamkollege Iten die Zähne aus.

Die Enttäuschung ist Ramon Zenhäusern ins Gesicht geschrieben. Er handelt sich im 1. Lauf einen derart grossen Rückstand ein, dass er die Entscheidung deutlich verpasst. Der Walliser kämpft im SRF-Interview gar mit den Tränen. Denn für ihn geht es noch um die Olympia-Quali, er braucht eine zweite Top-15-Klassierung. Dafür bleibt nur noch eine Chance: der Slalom in Kitzbühel.

Luca Aerni und Sandro Simonet kommen im 1. Lauf ebenfalls nicht auf Touren. Wie Zenhäusern verlieren sie sehr viel Zeit und müssen am Nachmittag mit der Zuschauerrolle vorliebnehmen.

Letztes Jahr hat Tanguy Nef das Wengen-Podest als Vierter um vier Hundertstel verpasst. Dieses Mal kommt er den Top 3 nicht einmal ansatzweise in die Nähe. Mit einem Einfädler scheidet er im 1. Lauf aus. Auch Marc Rochat schaffts am Morgen nicht ins Ziel.

Die Stimmen gegenüber SRF

Daniel Yule: «Die Fahrt war ganz okay, aber zwei Fehler, die ziemlich viel Zeit kosten. Das ist ärgerlich, vor allem wenn man sieht, dass nach vorne nur wenige Hunderstel fehlen. Aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Gute Kurven und schnelle Passagen waren dabei – darauf muss ich aufbauen.»

Matthias Iten: «Platz sechs ist unglaublich, der Wahnsinn. Ich glaube, das war etwas vom Besten, was bei mir aktuell möglich ist. Am Start habe ich mir vorgenommen, das Herz in die Hand zu nehmen und anzugreifen. Der Plan ist voll aufgegangen. Vor heimischen Publikum – das ist unglaublich. Die Olympia-Limite erfüllt zu haben – das ist Wahnsinn. Das habe ich mir Anfang Saison nicht erträumt. Da fehlen mir die Worte.»

Loïc Meillard: «Im zweiten Lauf hat alles gefehlt, um es aufs Podest zu schaffen. Es war eigentlich richtig schlecht, ich kann gar nicht zufrieden sein damit. Am Ende fehlen neun Zehntel – das kann nicht gut sein. Ich war weder im Rhythmus noch in der richtigen Spur.»

Ramon Zenhäusern: «Ich weiss nicht, was sagen. Ich habe mich nicht so langsam gefühlt, aber es war putzlangsam. Ich war im Ziel und hatte fast das Gefühl, die Zeitmessung sei falsch. Irgendwas im Kopf war wohl. Ich wollte zu viel mit der Olympia-Quali und den Punkten, es unbedingt gut machen. Da funktionierts irgendwie nicht mehr. Noch schlimmer wäre es, wenn ich es nicht in den Beinen hätte. Und das hab ich, in den Trainings funktionierts. Das Leben geht weiter. Aber klar, lustig ist es nicht. Weiter hoffen und probieren, vielleicht klappts noch, vielleicht nicht – das sehen wir dann. Momentan ist die Enttäuschung gross. Ich bin richtig langsam runtergefahren. So hab ich das nicht erwartet, vor allem mit der Form, die ich habe. Unter der Woche habe ich super trainiert. Dass ich mich so einschüchtern und verkopfen lasse, ist schon eindrücklich mit der Erfahrung, die ich habe.»

Das gab zu reden

Schweizer Podestplätze im Wengen-Slalom sind rar. In 46 Austragungen hat es erst zehnmal ein Einheimischer in die Top 3 geschafft. Siege gab es nur zwei: 1968 durch Dumeng Giovanoli und 1987 durch Joël Gaspoz. Die Durststrecke ist lang – vor allem wenn man bedenkt, dass in der Abfahrt dank Marco Odermatt der Sieg am Samstag zum vierten Mal hintereinander an die Gastgeber ging. Und auch nach dem Slalom 2026 ist klar: Das Warten auf den nächsten Heimsieg geht mindestens ein Jahr weiter.

Das gab zu reden II

Wengen ist für Henrik Kristoffersen ein gutes Pflaster. Achtmal ist der Norweger schon aufs Podest gefahren – je dreimal als Sieger und Dritter sowie zweimal als Zweiter. Bei seiner zwölften Teilnahme winkt Kristoffersen eine besondere Marke. Er jagt den 100. Podestplatz seiner Karriere. Eine beeindruckene Zahl, die bisher nur von drei Fahrern erreicht wurde: Ingemar Stenmark, (Sd, 155), Marcel Hirscher (Ö, 138) und Marc Girardelli (Lux, 100). Nun zählt dank eines weiteren 3. Platzes auch Kristoffersen zu diesem exklusiven Klub – der wohl schon bald noch ein weiteres Mitglied begrüssen darf. Denn Marco Odermatt steht derzeit bei 98 Podestplätzen.

Die Bedingungen

Der Himmel über Wengen ist am Morgen etwas bewölkt, aber die Sonne drückt schon durch. Die Piste hingegen sorgt vor dem Start für Ärger. Gemäss SRF soll Henrik Kristoffersen nach der Besichtigung ziemlich wütend gewesen sein. Der Grund: Sie ist nicht einheitlich, hat weiche, aber auch eisige Stellen. Etwas, das dem Norweger offensichtlich nicht passt – auch wenn er im Rennen dann doch bestens damit zurechtkommt. Die Organisatoren haben wegen der fast frühlingshaften Temperaturen mit Wasser und Salz gearbeitet. Die Piste ist dennoch schon früh gezeichnet. Gegenüber SRF sagt OK-Präsident Urs Näpflin, dass überall gleich präpariert wurde – die Sonneneinstrahlung und weitere äussere Bedingungen sorgen für die Unterschiede.

So gehts weiter

Die Reise geht weiter nach Österreich, genauer gesagt nach Kitzbühel. Dort stehen am Freitag ein Super-G (11.30 Uhr), am Samstag die legendäre Hahnenkammabfahrt (11.30 Uhr) und zum Abschluss der Slalom auf dem Ganslernhang (1. Lauf 10.30 Uhr) auf dem Programm.

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