Beendet
Slalom
Alta Badia
Alta Badia
1.
Atle Lie McGrath
Atle Lie McGrath1:44.50
2.
Clement Noel
Clement Noel+0.30
3.
Loic Meillard
Loic Meillard+0.39
Trotz dieses Fehlers fährt Meillard aufs Podest
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Top-Leistung in Alta Badia:Trotz dieses Fehlers fährt Meillard aufs Podest
22.12.2025, 14:36 Uhr

Schöne Weihnachtstage und bis bald!

Das war es für heute vom Slalom der Männer aus Alta Badia. Ein spannendes Rennen endet mit dem Tagessieg des Norwegers Atle Lie McGrath. Am 27. Dezember dreht sich die Wintersportwelt wieder. Bis dahin wünschen wir eine besinnliche Zeit und frohe Weihnachten.

22.12.2025, 14:34 Uhr

Die Schweizer machen es besser

Platz drei und Platz sieben gehen an die Eidgenossen Meillard und Nef, das ist ein starker Outcome aus diesem Wettbewerb. Daniel Yule (26.) und Matthias Iten (27.) sammeln immerhin noch wenige Weltcuppunkte ein.

22.12.2025, 14:33 Uhr

Kein Österreicher in den Top 10

Auch die österreichische Bilanz ist nicht gut, im zweiten Durchgang gingen viele Punkte verloren. Schwarz verpasst das vorletzte Tor, Gstrein gibt einige Plätze ab und wird nur 13. Vor ihm liegen die Teamkollegen Feller (11.) und Matt (12.), die ein gutes Resultat einfahren. Der junge Joshua Sturm begeistert auf Platz 20.

22.12.2025, 14:31 Uhr

Strasser bleibt erneut hinter den Erwartungen

Das DSV-Team verpasst den grossen Satz erneut und muss sich mit dem 17. Platz von Linus Strasser, der nicht mit seiner Leistung einverstanden sein wird, begnügen. Positiv fällt Sebastian Holzmann auf, der sich mit zwei sauberen Fahrten den 24. Rang verdient hat.

22.12.2025, 14:28 Uhr

Haugan bleibt in der Disziplinwertung vorn

Nach einer weiteren starken Leistung (Platz vier) bleibt Timon Haugan im Slalomweltcup vorn. Hinter ihm folgen mit Clément Noël und Paco Rassat zwei Franzosen. Mit Loïc Meillard (6.) und Tanguy Nef (10.) sind zwei Schweizer vorne mit dabei, Österreicher und Deutsche vermisst man unter den ersten zehn Fahrern. Auch im Gesamtweltcup holt Haugan auf und ist nun Zweiter vor Pinheiro Braathen, wenngleich der Abstand auf den Führenden Odermatt nach wie vor riesig bleibt.

22.12.2025, 14:26 Uhr

Der vierte Sieger im vierten Slalomrennen

Es bleibt eine unberechenbare Saison! Auch im vierten Rennen des Winters gibt es wieder einen neuen Namen, der ganz oben steht. Diesmal heisst der Glückliche Atle Lie McGrath, der dank eines furiosen zweiten Durchgangs den Franzosen Clément Noël deutlich auf Rang zwei verweist. Das Podium komplettiert Loïc Meillard aus der Schweiz.

22.12.2025, 14:23 Uhr

Clément Noël (FRA)

Es folgt die heissersehnte Entscheidung. Wer gewinnt den Slalom von Alta Badia - Atle Lie McGrath oder Clément Noël? Der Franzose war nur knapp schneller als der Norweger und muss auf Angriff fahren. Der Beginn ist super, Noël liegt vorn und bewegt sich elegant durch die Tore. Doch die Zeit des Norwegers ist extraorbitant gut, das merkt man im flachen Teil. Trotz des irren Tempos und ohne einen Fehler zu machen, verliert Noël seinen Vorsprung und bringt seine Halbzeitführung nicht durch. Am Ende bleibt ihm der zweite Rang, Sieger ist Atle Lie McGrath!

22.12.2025, 14:20 Uhr

Atle Lie McGrath (NOR)

Atle Lie McGrath kann, wenn er denn will. Im Starthaus sind es 17 Hundertstel auf Meillard, da müsste doch was gehen. Sauber tänzelt der Norweger durch die Tore und bleibt fehlerfrei. Zwischenzeitlich ist es eine halbe Sekunde vor Meillard, das ist ein Wahnsinnsritt. Im Ziel stehen 39 Hundertstel Vorsprung, das ist natürlich Platz eins und eine gehörige Ansage an den noch oben stehenden Clément Noël.

22.12.2025, 14:19 Uhr

Loïc Meillard (SUI)

Es geht Schlag auf Schlag, was bringt Loïc Meillard nun auf die Piste? Ein Wackler im oberen Teil kostet den Schweizer Zeit, er liegt kurz hinter Haugan, geht dann aber wieder in Führung. Und diese gibt er auch nicht mehr her, Meillard geht in Front. Da hat der Walliser gezeigt, dass er doch so viel besser fahren kann als zu Beginn der Saison. Das Podium hat er sicher, noch zwei Skirennfahrer folgen.

22.12.2025, 14:16 Uhr

Fabio Gstrein (AUT)

Die letzte Hoffnung Österreichs heisst Fabio Gstrein. Er startet gut und will angreifen, lässt im Mittelteil aber Geschwindigkeit liegen. Der Schwung ist raus und kommt auch nicht wieder, da entgeht ihm die ersehnte Top-Platzierung. Platz zehn kann ihn nicht zufriedenstellen, da hatte sich das österreichische Team und Gstrein selbst vermutlich deutlich mehr erhofft.

Norweger mit erstem Saisonsieg
Meillard fährt zum Jahresende nochmals aufs Slalom-Podest

Wie schon in Val d'Isère fährt Loïc Meillard auch in Alta Badia aufs Podest. Der Romand wird Dritter, Atle Lie McGrath aus Norwegen siegt.
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Loïc Meillard fährt in Alta Badia aufs Podest.
Foto: AFP
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Cédric HeebRedaktor Sport

Das Podest

1. Atle Lie McGrath (No) 1:44,50
2. Clément Noël (Fr) +0,30
3. Loïc Meillard (Sz) +0,39

Das Rennen

Loïc Meillard ist definitiv in der Slalomsaison angekommen. Seinen 2. Platz von Val d'Isère (Fr) bestätigt der Westschweizer auf der Gran Risa in Alta Badia (It) mit dem 3. Rang.

Meillard, der das Rennen eröffnet, zeigt ebenfalls eine sehr flüssige, fehlerfreie Fahrt und hält als Dritter die Podest- und auch die Siegchancen intakt. 26 Hundertstel beträgt sein Rückstand auf den amtierenden Slalom-Olympiasieger und Halbzeit-Führenden Clément Noël. Ein grober Fehler im zweiten Sektor des 2. Laufs kostet ihn dann aber eine noch bessere Zeit – und vielleicht auch den Sieg. Schon letztes Jahr stand Meillard als Zweiter auf dem Alta-Badia-Podest.

Für Noël hätten es tatsächlich «Joyeux Noël» werden können, also «fröhliche Weihnachten». Nach dem ersten Lauf liegt der Franzose in Führung, muss diese im zweiten dann aber noch abgeben – an Atle Lie McGrath. Der Norweger feiert seinen vierten Weltcup-Sieg, seinen ersten seit Wengen im Januar.

Die Schweizer

7. Tanguy Nef +0,93
26. Daniel Yule +1,76
27. Matthias Iten +1,92
Den 2. Lauf verpasst: 39. Marc Rochat (+2,11), 46. Ramon Zenhäusern (+2,48), 52. Luca Aerni (+2,69), 57. Sandro Simonet (+3,69).

Tanguy Nef hat im ersten Lauf mehrmals Probleme, zweimal scheidet er fast aus – und ist dann nicht mal so langsam, wie man vermuten würde. Knapp neun Zehntel verliert er auf die Bestzeit und geht als Zehnter des 1. Laufs in die Entscheidung. Am Ende fährt er aber wie schon in Gurgl (Ö, Platz 5) in die Top 10.

Viele Fehler hat Daniel Yule nicht drin, aber schnell ist er auch nicht. Mit der Nummer 17 gestartet, kommt er als Letzter ins Ziel. Danach sagt er im SRF-Interview: «Ich muss nun hoffen, dass es für den 2. Lauf reicht.» Tut es, wenn auch knapp. Als 29. schafft er die Quali, seine Position kann er um drei Ränge verbessern.

In Val d'Isère raste Matthias Iten auf den sensationellen 10. Platz. Und auch in Alta Badia sorgt der Mann aus Unterägeri ZG für Furore: Mit Startnummer 47 fährt er auf Rang 23 und schafft die Quali für den 2. Durchgang. Dort verliert er dann aber viel Zeit und vier Plätze.

Ramon Zenhäusern, der Alta-Badia-Sieger von 2020, kommt nicht richtig rein, verliert schon in den ersten zwei Sektoren 1,70 Sekunden. Er kommt als 29. ins Ziel, beide nachfolgenden Athleten schieben den Walliser direkt aus den Top 30. Damit kommen nach den ersten Weltcup-Punkten, die er sich in Val d'Isère geholt hat (25. Platz), keine weiteren hinzu.

Ein paar Plätze weiter vorne reiht sich Marc Rochat ein, aber auch er schafft die Qualifikation für den 2. Lauf nicht. Im Gegensatz zu Zenhäusern wartet der 33-Jährige in dieser Saison aber noch auf Punkte. In Levi und Gurgl verpasste er ebenfalls den 2. Durchgang, in Val d'Isère schied er aus.

Nach einem sehr überzeugenden Auftritt im Riesenslalom am Samstag setzt es für Luca Aerni einen herben Dämpfer im Slalom ab. 2,69 Sekunden verliert der Berner auf Noël und verpasst ebenfalls den 2. Lauf. Eine Sekunde mehr verliert Sandro Simonet (30). Allerdings ist es für den Bündner auch der erste Weltcup-Slalom seit Februar 2024.

Die Stimmen (gegenüber SRF)

Loïc Meillard: «Einerseits ärgere ich mich, weil ich mit dem Fehler wohl den Sieg weggeworfen habe. Andererseits freut es mich, dass ich mit diesem Fehler doch noch aufs Podest fahren kann. Ich habe versucht, zu attackieren, oben ist es aufgegangen. Ich habe dann weiter versucht, den Speed mitzunehmen und plötzlich hatte ich es nicht mehr unter Kontrolle. Das kostet dann halt viel. Wir haben im Sommer viel so trainiert, dass die Läufe den Rhythmus oft wechseln, deshalb funktioniert es. Jetzt kann ich Weihnachten geniessen, ein Glas Wein trinken, dann gehts aber schon bald wieder weiter.»

Tanguy Nef: «Es waren viele gute Schwünge dabei, aber auch einige Fehler im ersten Lauf. Ich wollte im zweiten Lauf nicht zu viel Risiko nehmen. Ich nehme aber trotzdem viel Positives mit und ich fahre gut. Ich bin da, wo ich sein will. Jetzt kommt der grosse Monat und ich habe ein gutes Gefühl. Meine Technik ist da und ich würde gerne mit Loïc aufs Podest fahren. Heute hätte es mit dem Podest klappen können, wenn ich im ersten Lauf etwas mehr Risiko genommen hätte und einen sauberen zweiten gehabt hätte.»

Daniel Yule: «Ich würde mir schnelle Schwünge wünschen. Ich hatte im 2. Lauf das Gefühl, dass etwas mehr Tempo drin war, dass einige Kurven schnell waren. Trotzdem war es putzlangsam. In der Weihnachtspause muss ich über die Bücher. Der Hang und Schnee sind sehr einfach, ich habe vielleicht etwas zu viel gewollt. Mit Gewalt hat es nicht funktioniert.» Nach dem ersten Lauf sagte er: «Es war kein guter Lauf. Ich habe es nicht geschafft, den Ski freizugeben und zu beschleunigen. Die Kurssetzung ist nicht so schnell, der Schnee ist ziemlich langsam und ich habe kein Tempo gemacht – das ist kein Erfolgsrezept.»

Matthias Iten: «Ich nehme die Punkte, aber ich wollte mehr angreifen und habe einen Fehler gemacht. Das tut weh. Ich wollte noch etwas rausholen, dann kann das halt passieren. Man kann sich an den Weltcup gewöhnen, aber ich muss jetzt einfach weiter so Ski fahren. Dann gibts hoffentlich noch ein paar Rennen im Weltcup.»

Das gab zu reden

Im vierten Slalom gibts den vierten Sieger. Nach Lucas Pinheiro Braathen (Levi), Paco Rassat (Gurgl) und Timon Haugan (Val d'Isère) schlängelt sich McGrath am schnellsten durch den Stangenwald. Doch alle Rennen sind knapp: 0,31 Sekunden betrug der bisher grösste Vorsprung. Es ist das totale Gegenteil zur Frauen-Konkurrenz im Slalom: Alle vier Rennen hat Mikaela Shiffrin gewonnen, mit insgesamt 6,01 Sekunden Vorsprung auf Platz 2.

Das gab zu reden II

Apropos verschiedene Sieger: Es ist der achte Slalom, der auf der Gran Risa ausgetragen wird, und bislang haben sieben verschiedene Athleten triumphiert. Markus Larsson (Sd, 2006), Jean-Baptiste Grange (Fr, 2007), Ivica Kostelic (Kro, 2008), Reinfried Herbst (Ö, 2009), Marcel Hirscher (Ö, 2011), Ramon Zenhäusern (Sz, 2020) und Timon Haugan (Nor, 2024) hiessen die bisherigen Sieger. Letzterer verpasst in diesem Jahr die Titelverteidigung, wird aber trotz starker Rückenschmerzen Vierter und behält das Leadertrikot.

Das gab zu reden III

Am Sonntag ist Marco Schwarz (30) im Riesenslalom noch der grosse Sieger, erstmals seit fast genau zwei Jahren gewinnt der Österreicher wieder ein Weltcuprennen. Am Montag ist er dann der Unglücksrabe: Im zweiten Lauf gerät er ins Straucheln und scheidet beim allerletzten Tor aus.

Die Bedingungen

Die Temperaturen liegen knapp unter dem Gefrierpunkt, der Himmel leichten Schleierwolken verdeckt. Der Schnee ist im Vergleich zu anderen Jahren weicher, gemäss SRF-Experte Marc Berthod (42) aber immer noch kompakt und aggressiv.

So gehts weiter

Die Slalom-Cracks werden erst im neuen Jahr wieder an den Start gehen, am 7. Januar steht das Nachtspektakel in Madonna di Campiglio (It) an. Ein Rennen gibts bei den Männern in diesem Jahr aber noch: Am 27. Dezember geht in Livigno ein Super-G über die Bühne.

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