Beendet
Riesenslalom
Alta Badia
Alta Badia
1.
Marco Schwarz
Marco Schwarz2:35.02
2.
Lucas Braathen
Lucas Braathen+0.18
3.
Stefan Brennsteiner
Stefan Brennsteiner+0.22
21.12.2025, 14:44 Uhr

Morgen folgt der Slalom

Einige Athleten haben es nun schon in die wohlverdiente Weihnachtspause geschafft, doch für viele der Fahrer steht morgen noch der Slalom in Alta Badia auf dem Plan. Um 10 Uhr am Vormittag geht es morgen dann für die Stangen-Spezialisten weiter. Vielen Dank für ihr Interesse und bis dahin!

21.12.2025, 14:42 Uhr

Odermatt-Serie in Alta Badia reisst

Marco Odermatt konnte es im Ziel selbst kaum glauben, als die Zeit rot leuchtete und er hinter Fabian Gratz zurückfiel. Nach dem harten Programm der letzten Wochen wirkte der Dominator sichtlich entkräftet und muss sich heute mit Platz sechs zufrieden geben. Loic Meillard und Luca Aerni konnten ihre guten Ausganspositionen nicht nutzen und fielen aus den vorderen Plätzen heraus. Thomas Tumler konnte seinen 15. Platz nach dem ersten Lauf zwar halten, sich aber nicht mehr nach vorne verbessern.

21.12.2025, 14:36 Uhr

Festtag für den ÖSV

Nachdem letzte Woche noch drei Schweizer auf dem Siegerpodest standen, dominierten heute die Österreicher den Riesenslalom von Alta Badia. Der Sieg von Marco Schwarz und der dritte Platz von Stefan Brennsteiner werden von einem starken achten Platz von Patrick Feuerstein abgerundet, der sich mit zweitbester Laufzeit noch 14 Plätze nach vorne arbeitete. Sein Cousin Lukas Feuerstein fiel nach einem grossen Fehler auf die 29. Position zurück.

21.12.2025, 14:34 Uhr

Gratz hält die Deutschen Fahnen hoch

Die zweite Fahrt von Fabian Gratz überstrahlt am heutigen Tag das ansonsten eher schwache deutsche Abschneiden. Alexander Schmid wird am Ende ordentlicher 22. Für Anton Grammel und Jonas Stockinger reichte es heute nicht für einen Platz unter den besten 30.

21.12.2025, 14:29 Uhr

Schwarz siegt bei Fabian-Gratz-Show

Was für ein packendes Finale auf der Gran Risa! Marco Schwarz vertedigt seinen grossen Vorsprung aus dem ersten Lauf und siegt vor dem Brasilianer Lucas Pinheiro Braathen. Dritter wird mit Stefan Brennsteiner ein weiterer Österreicher, der damit nach wie vor in jedem Riesenslalom der Saison unter den besten fünf war. Mit Abstand schnellster Läufer im zweiten Durchgang war aber Fabian Gratz, der sich mit überragender Laufbestzeit noch um 24 Plätze von Rang 29 auf fünf vorschiebt.

21.12.2025, 14:27 Uhr

Marco Schwarz (AUT)

Der Führende des ersten Durchgangs beendet den Riesenslalom auf der Gran Risa. Marco Schwarz war heute Vormittag in einer eigenen Liga unterwegs und bringt ein Polster von einer Sekunde mit. Schwarz beginnt verhalten und büsst eine halbe Sekunde seines Vorsprungs ein. Danach fängt er sich aber wieder und zeigt einen starken Steilhang. Der Österreicher gibt in den letzten Toren alles und rettet 18 Hundertstelsekunden ins Ziel. Grosser Jubel beim Österreicher, der damit nach zwei Jahren erstmals wieder ein Weltcup-Rennen gewinnt.

21.12.2025, 14:24 Uhr

River Radamus (USA)

River Radamus hat ein Polster von drei Zehntelsekunden auf Pinheiro Braathen. Bei der Einfahrt in den Steilhang patzt der Amerikaner und verliert Zeit. Danach probiert es Radamus mit der Brechstange. Der Amerikaner fällt auf Rang sechs zurück und ist nicht zufrieden.

21.12.2025, 14:22 Uhr

Stefan Brennsteiner (AUT)

Zwei Österreicher sind noch im Rennen um den Sieg und Brennsteiner macht den Anfang. Oben kann niemand mit Pinheiro Braathen mithalten, doch im Mittelteil liegt noch Zeit. Dort ist Brennsteiner schnell unterwegs und holt eine halbe Sekunde auf den Brasilianer heraus. Unten wird es dann wieder richtig eng und am Ende fehlen ihm vier Hundertstel auf die Bestzeit. Der Brasilianer steht auf dem Podest!

21.12.2025, 14:20 Uhr

Atle Lie Mcgrath (NOR)

Nun geht es ums Podium! Atle Lie Mcgrath fährt einen guten oberen Teil, doch im Steilhang kommt der Norweger von der Ideallinie ab und fällt zurück. Es wird eng im Ziel und am Ende ist Mcgrath zwei Hundertstel schneller als der Deutsche und setzt sich an die zweite Position.

21.12.2025, 14:19 Uhr

Lucas Pinheiro Braathen (BRA)

Kann Lucas Pinheiro Braathen seinen Sieg von 2022 in Alta Badia wiederholen? Jetzt gilt es für den Brasilianer, der im oberen Abschnitt zum ersten Mal eine Teilbestzeit von Fabian Gratz knackt. Im zweiten Sektor hat sich sein Vorsprung aber schon halbiert. Im Schlussteil hat Pinheiro Braathen noch eine halbe Sekunde Vorsprung und das reicht dann im Ziel, um den Deutschen zu knacken. Gratz hat 23 Positionen gut gemacht und muss nun für den Brasilianer Platz machen.

Kein Schweizer Riesen-Podest
Odermatts nächste eindrückliche Serien sind gerissen

Kein weiterer Podestplatz für die Schweizer. Marco Odermatt wird als bester im Riesenslalom von Alta Badia Sechster. Den Sieg krallt sich Marco Schwarz.
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Marco Odermatt fährt am vierten Podestplatz in vier Tagen vorbei.
Foto: AFP
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Ramona BieriRedaktorin Sport

Das Podest

1. Marco Schwarz (Ö) 2:35,02
2. Lucas Braathen (Br) +0,18
3. Stefan Brennsteiner (Ö) +0,22

Das Rennen

Ungewohntes Bild nach dem 1. Lauf. Marco Odermatt liegt 1,51 Sekunden hinter der Spitze auf Rang 11. Fürs Podest braucht der Nidwaldner die grosse Aufholjagd. Dass er dazu in der Lage ist, hat er schon mehrfach bewiesen – auch in Alta Badia. 2022 liegt er zur Halbzeit auf dem 9. Platz, hat 1,42 Sekunden Rückstand. Am Ende wird er Dritter. Wiederholt er dieses Kunststück? Als er sich auf die Piste katapultiert, liegt der Deutsche Fabian Gratz in Führung. 1,02 Sekunden Reserve nimmt Odermatt mit – der Vorsprung schmilzt in jedem Sektor weiter. Und ist im Ziel ein Rückstand von gut drei Zehntel. Das reicht nicht für den Sprung aufs Podest. Zwar kann Odermatt seine Position eine Weile verteidigen, dann fahren ihm nacheinander Lucas Braathen und Atle Lie McGrath vor die Nase. Damit ist auch klar, dass es keinen weiteren Schweizer Podestplatz gibt in diesem Rennen.

Der Sieg geht an Marco Schwarz. Den Grundstein legt er mit einem sensationellen 1. Lauf, in dem er die Konkurrenz um über sechs Zehntel distanziert. Das lässt sich der Österreicher nicht mehr nehmen. Erstmals seit seinem Kreuzbandriss vor zwei Jahren und einer Rücken-OP gewinnt er wieder ein Rennen. Hinter ihm komplettieren Lucas Braathen und Stefan Brennsteiner das Podest. Fabian Gratz, an dessen Zeit alle Schweizer verzweifeln, wird am Ende Fünfter. Der Deutsche macht am Nachmittag nicht weniger als 24 Positionen gut.

Das gab zu reden

Die letzten vier Riesenslaloms auf der Gran Risa hat Marco Odermatt gewonnen. Insgesamt steht er bei fünf Siegen in Alta Badia (It). Nur einer hat das Rennen noch öfter für sich entschieden: Marcel Hirscher. Der inzwischen für Holland startende Österreicher hat sechsmal triumphiert. Und bleibt mindestens ein weiteres Jahr alleiniger Rekordsieger. Denn Odermatt verpasst nach Rang 11 zur Halbzeit die grosse Aufholjagd. Schon bei seiner Zielankunft ist klar, dass seine Siegesserie reisst. Es ist schon die zweite in diesem Winter. Auch letztes Wochenende in Val d'Isère (Fr) musste er sich nach vier Siegen in Serie von Platz 1 verabschieden. In Frankreich reichts als Dritter immerhin noch für einen Podestplatz. Diesen verpasst Odermatt in Alta Badia. Rang 6 ist neben dem Ausscheiden beim Riesenslalom in Copper Mountain sein schlechtestes Saisonresultat.

Mit dem Verpassen des Podests reisst zudem eine weitere Serie. Seit dem 20. März 2021 und Platz 11 in Lenzerheide GR ist Odermatt jedes Mal, wenn er in einem Weltcup-Riesenslalom ins Ziel gekommen ist, aufs Treppchen gestiegen. Das sind 36 Podestplätze. Daneben ist der Nidwaldner viermal ausgeschieden und hat einmal auf ein Rennen verzichtet.

Die anderen Schweizer

6. Marco Odermatt +0,82
10. Loïc Meillard +1,09
13. Luca Aerni +1,20
15. Thomas Tumler +1,36
Den 2. Lauf verpassen: 36. Lenz Hächler +2,79, 39. Fadri Janutin +2,93
DNF1: Sandro Zurbrügg, Livio Simonet

Luca Aerni hat letztes Wochenende seinen ersten Riesenslalom-Podestplatz eingefahren. Wiederholen kann er das in Alta Badia nicht. Zwei solide Läufe reichen, um zum fünften Mal in die Top 15 zu fahren.

Nach seinem Sieg in Val d'Isère geht Loïc Meillard mit Selbstvertrauen an den Start. Am Morgen handelt er sich 1,16 Sekunden Rückstand ein. Er braucht wie die anderen Schweizer eine Aufholjagd. Und bringt sie nicht auf den Schnee. Er fällt zurück.

Thomas Tumler kommt schon im 1. Lauf nicht auf Touren, liegt nur auf Rang 15. Und kann sich auch am Nachmittag nicht steigern. Er verpasst die zwischenzeitliche Führung um knapp neun Zehntel.

Sandro Zurbrügg sorgt im 1. Lauf für einen Schreckmoment. Das Schweizer Talent überdreht und stürzt. Nach einer Schlitterpartie landet es im Netz. Zurbrügg kann sich nicht selber befreien, braucht Hilfe. Und steht zum Glück kurze Zeit später wieder. Auch Livio Simonet schafft es am Morgen nciht ins Ziel.

Dort kommen Lenz Hächler und Fadri Janutin zwar an, Ihre Rückstände sind allerdings zu gross, um sich für die Entscheidung zu qualifizieren.

Die Stimmen gegenüber SRF

Marco Odermatt: «Ich habe nach dem ersten Lauf eine gute Reaktion gezeigt, das Material haben wir auf die richtige Seite angepasst. Mit anderthalb Sekunden Rückstand weiss man, dass es sehr schwierig wird. Unten habe ich alles riskiert, dann passiert mir noch ein Fehler – ohne wäre es noch einmal knapp geworden fürs Podest. Alta Badia ist nach drei Speedrennen eine grosse Herausforderung, aber letztes Jahr habe ich ja auch gewonnen. Nach so einem Tag wie gestern hatte ich keine Zeit um vor dem Rennen noch die Riesenslalomski anzuschnallen. Ich bin heute sicher nicht mit dem grössten Hunger am Start gestanden. Hat man einen freien Tag dazwischen, kann man sich wieder voll fokussieren und die Spannung nochmal aufbringen. Es ist gut gegangen, ich habe mich gut gefühlt. Der letzte Wille am Start, das Rennen zu gewinnen, hat ein bisschen gefehlt, aber der Körper hat mitgemacht.»

Loïc Meillard: «Nach dem Fehler oben habe ich gewusst, ich muss im Steilhang alles riskieren. Dann hab ich dort ein Loch getroffen, das kostet Speed. Sicher ist es enttäuschend, das ist nicht das, was ich machen wollte. Alta Badia ist noch nie gut gelaufen. Für den Slalom bin ich positiv. Neues Rennen bedeutet neue Chance.»

Marco Schwarz: «Ich bin mega glücklich. Ich hatte viele schwierige Momente, es war eine lange harte Zeit. Ich habe oft auch gezweifelt. Aber ich wusste, ich kann zurückkommen. Der Sieg tut gut im Kopf und für die Seele.»

Thomas Tumler: «Ich habe nicht so richtig eine Lösung gefunden, habe aber versucht zu attackieren. In anderen Rennen mach ich Fehler und bin schneller, heute war ich ziemlich sauber unterwegs und bin weiter hinten. In der Weihnachtspause will ich gut trainieren. Ich hoffe, wir finden noch eine Lösung fürs Setup. Das soll keine Ausrede sein, dass man langsam ist. Jetzt gilt es gut zu arbeiten, den Kopf zu lüften und dann gut ins neue Jahr zu starten.»

Marco Odermatt nach dem 1. Lauf: «Ich habe keine Erklärung, ich bin relativ ratlos ins Ziel gekommen. Es hat sich eigentlich nach einer sehr guten, soliden Fahrt angefühlt. Vom Gefühl her bin ich so schon Bestzeiten gefahren. Aber es ist so einfacher Schnee und man kommt mit einem anderen Mindset hierher. Normal ist es eisig, es rumpelt und ist schwierig. Und jetzt wärs einfach gewesen zum Fahren und man hätte voll angreifen oder das Material entschärfen müssen.»

Luca Aerni nach dem 1. Lauf: Oben bin ich gut in den Rhythmus gekommen. Meine Taktik ist, einmal ein bisschen zu spät zu sein, damit das klappt. Denn wenn ich einmal zu früh dran bin, komm ich da nicht mehr raus. Unten habe ich zu viel investiert. Alles in allem war es ein solider Lauf.»

Das gab zu reden II

Letzte Saison hat Manuel Feller dem Riesenslalom zwischenzeitlich abgeschworen. Und seine Meinung dann doch wieder geändert. Auf Touren kommt der Österreicher in dieser Disziplin aber weiterhin nicht. In Sölden ist er ausgeschieden, in Val d'Isère hat er die Qualifikation für den 2. Lauf als 34. um rund zwei Zehntel verpasst. Auf die Reise nach Copper Mountain (USA) hat Feller verzichtet. Und tut das nun auch in Alta Badia. «Ich habe mich bewusst auf den Slalom beschränkt», wird er in einer Mitteilung des österreichischen Skiverbandes zitiert. «Das soll aber nicht als Abschied vom Riesentorlauf verstanden werden», schiebt Feller hinterher. «Aktuell konzentriere ich mich voll auf den Slalom – in Alta Badia und danach auch in Madonna», so Feller.

Das gab zu reden III

Mit Startnummer 46 schafft es Bridger Gile zum zweiten Mal nach Kranjska Gora (Sln) im März (Platz 24) in den 2. Lauf. Dort hat der Amerikaner dann Pech. Er kassiert einen Schlag auf den rechten Ski, die Bindung öffnet sich und Gile kann den Sturz nicht mehr verhindern.

Die Bedingungen

Der Himmel über Alta Badia ist blau und die Sonne scheint. Im 1. Lauf bekommen die Athleten davon nur wenig mit. Denn die Piste liegt komplett im Schatten. Die Sicht ist flach und der Schnee einfach. Am Nachmittag fahren sie dann zumindest teilweise im Sonnenlicht, die Temperaturen liegen leicht über dem Gefrierpunkt.

So gehts weiter

Am Montag findet abschliessend zum langen Ski-Wochenende der Männer ein Slalom in Alta Badia statt. Der nächste Riesenslalom geht erst im kommenden Jahr über die Bühne – am 10. Januar in Adelboden BE.

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