Beendet
Slalom
Flachau
Flachau
1.
Mikaela Shiffrin
Mikaela Shiffrin1:50.52
2.
Paula Moltzan
Paula Moltzan+0.41
3.
Katharina Truppe
Katharina Truppe+0.65
13.01.2026, 21:53 Uhr

Auf Wiedersehen!

Wir verabschieden uns vom Nachtslalom in Flachau. Fortgesetzt wird der Weltcup am Wochenende mit den Speed-Disziplinen und einer Abfahrt und einem Super-G in Tarvisio. Wir sind dann wieder live dabei!

13.01.2026, 21:51 Uhr

Keine Punkte für DSV-Starterinnen

Für die deutschen Starterinnen gibt es beim Nachtslalom in Flachau keine Punkte. Nachdem Jessica Hilzinger den zweiten Durchgang verpasste, schieden Lena Dürr und Emma Aicher im Finale nach Einfädlern aus.

13.01.2026, 21:49 Uhr

Rast verpasst Podest knapp

Camille Rast muss sich nach ihrem überragenden Sieg in Slowenien heute mit einer knappen Niederlage abfinden. Um nur 0,02 Sekunden verpasste die Schweizerin heute das Podest. Knapp hinter ihr platzierte sich Wendy Holdener auf Platz fünf. Eliane Christen kam als Neunte ebenfalls in die Top Ten. Aline Höpli landet auf dem 18. Platz, während Aline Danioth 25. wird.

13.01.2026, 21:48 Uhr

Huber verbessert sich in die Top Ten

Zweitbeste Österreicherin wurde Katharina Huber, die sechs Plätze im Finale aufholen konnte und Zehnte war.  Lisa Hörhager wird gute 14., während Natalie Falch sich um sieben Plätze steigern konnte und auf Platz 17 landet. Katharina Gallhuber beendet den Tag auf dem 26. Rang.

13.01.2026, 21:47 Uhr

US-Amerikanerinnen feiern den Doppelsieg

Mikaela Shiffrin ist in Flachau nicht aufzuhalten und feiert ihren sechsten Sieg beim Nachtslalom und ihren 70. Sieg im Slalom. Den Tag für die US-Amerikanerinnen macht Paula Moltzan auf dem zweiten Platz perfekt. Für Nina O'Brien ging es immerhin zehn Plätze nach vorne und sie wird 13. Auch Österreich kann jubeln: Katharina Truppe beendet die Slalom-Durststrecke und steht als Dritter auf dem Podest.

13.01.2026, 21:44 Uhr

Mikaela Shiffrin (USA)

Den Abschluss macht die Königin des Slaloms und von Flachau. Fünfmal hat Mikaela Shiffrin hier bereits gewonnen, kommt heute der sechste Sieg dazu? Mit 0,19 Sekunden Vorsprung startet sie in den Lauf, doch der schmilzt in den ersten Toren auf nur noch 0,04 Sekunden zusammen. Auch danach kann sich Shiffrin zunächst nicht entscheidend absetzen und liegt nur acht Hundertstel vor ihrer Teamkollegin. Doch dann kommt der untere Teil, genau dort, wo Shiffrin ihre grosse Stärke ausspielen kann. Sie lässt es krachen, findet fast vier Zehntel und zieht eindrucksvoll davon. Was für ein starker Lauf. Shiffrin feiert den nächsten Sieg!

13.01.2026, 21:39 Uhr

Paula Moltzan (USA)

Nur noch zwei US-Amerikanerinnen stehen oben. Eine von ihnen ist Paula Moltzan und sie macht sofort klar, dass sie das Podium fest im Visier hat. Moltzan fährt starke Schwünge, lässt sich auch von kleinen Fehlern nicht aus der Ruhe bringen und setzt sich mit 0,24 Sekunden Vorsprung vor Truppe an die Spitze.

13.01.2026, 21:36 Uhr

Katharina Truppe (AUT)

Kann Katharina Truppe für das erste Slalom-Podium der ÖSV-Frauen in diesem Winter sorgen? In den ersten Toren findet sie noch nicht richtig in den Rhythmus, dann aber ist Truppe voll im Lauf und schiebt sich wieder knapp vor Rast. Die entscheidende Frage lautet, ob sie die Schweizerin im unteren Teil abfangen kann. Und es reicht hauchdünn: Mit zwei Hundertstel Vorsprung geht Truppe vorbei und hat damit einen Podestplatz sicher.

13.01.2026, 21:35 Uhr

Camille Rast (SUI)

Nun gilt es für Camille Rast. Gibt es von ihr noch einmal den grossen Angriff? Die ersten Tore bringt sie sauber hin, dann fällt sie nach einem kleinen Hakler hinter ihre Landsfrau zurück. Mit einem starken Schlussabschnitt wendet sich das Blatt jedoch wieder zugunsten von Rast. Sie übernimmt mit 0,26 Sekunden Vorsprung vor ihrer Teamkollegin die Führung.

13.01.2026, 21:33 Uhr

Anna Swenn-Larsson (SWE)

Anna Swenn-Larsson war im ersten Lauf zeitgleich mit Holdener, gerät aber bereits in den ersten Toren leicht ins Hintertreffen. Mit einem starken Schlussteil wäre noch ein Comeback möglich gewesen, doch das kann die Schwedin nicht umsetzen. Sie bleibt knapp hinter Holdener zurück und reiht sich mit 23 Hundertstel Rückstand auf den zweiten Zwischenrang ein.

Ein Trio in den Top 10
Starkes Schweizer Team-Ergebnis bei nächster Shiffrin-Show

Starkes Schweizer Team-Ergebnis beim Nachtslalom von Flachau. Ein Trio klassiert sich in den Top 10. Nur fürs Podest reichts knapp nicht. Der Sieg geht einmal mehr an Mikaela Shiffrin.
1/18
Camille Rast kann sich im 2. Lauf nur kurz über die Führung freuen.
Foto: AFP

Das Podest

1. Mikaela Shiffrin (USA) 1:50,52
2. Paula Moltzan (USA) +0,41
3. Katharina Truppe (Ö) +0,65

Das Rennen

Die letzten Tage ist Camille Rast krank gewesen. Im SRF-Interview meint sie hustend, sie habe ihre Stimme etwas verloren. Trotzdem hat die Weltmeisterin als Vierte zur Halbzeit das Podest im Visier. Sie verspricht: «Ich werde alle Energie, die ich noch habe in den zweiten Lauf bringen.»

Als sich Rast ein zweites Mal aus dem Starthäuschen katapultiert, liegt Wendy Holdener in Führung. Und obwohl sie angeschlagen ist, greift die Weltmeisterin volle Kanne an. Von den Spuren, die die Piste inzwischen zeichnen, lässt sie sich nicht aus dem Konzept bringen. Sie zieht voll durch und sorgt für die Schweizer Doppelführung. Diese hält nur kurz. Denn die einheimische Katharina Truppe verdrängt das Duo um die Winzigkeit von zwei Hundertsteln. Gibts am Ende trotzdem einen Podestplatz für die Schweiz?

Nein. Ein US-Duo hat etwas dagegen. Erst setzt sich Paula Moltzan an die Spitze und kann dann geniessen, was Mikaela Shiffrin wieder einmal in den Schnee zaubert. Wie auf Schienen kurvt sie um die Stangen. Und fährt zu ihrem 70. Sieg im Slalom. Im siebten Saisonrennen ist sie zum sechsten Mal die Schnellste. Einfach nur beeindruckend.

Die Schweizerinnen

4. Camille Rast +0,67
5. Wendy Holdener +0,93
9. Eliane Christen +2,21
18. Aline Höpli +4,12
25. Aline Danioth +5,67
Den 2. Lauf verpasst. 31. Mélanie Meillard +4,24
DNF1: Nicole Good, Anuk Brändli, Janine Mächler

Starker erster Auftritt von Eliane Christen. Mit der Nummer 22 kurvt sie auf Platz 9 – so gut war sie zur Halbzeit noch nie klassiert. Kann sie den Platz in den Top 15 verteidigen, erfüllt sie nach Platz 9 in Semmering (Ö) die zweite Hälfte der Olympia-Limite und löst das Ticket für die Spiele. Und das gelingt. Auch im 2. Lauf fährt sie angriffig, auch wenn sie die zwischenzeitliche Führung haarscharf verpasst. Sie klassiert sich zum zweiten Mal in diesem Winter in den Top 10.

Aline Höpli kennt im 2. Lauf nichts. Sie greift voll an, lässt sich auch von einem grösseren Fehler nicht aus dem Konzept bringen. Am Ende setzt sie sich mit einem Mini-Vorsprung an die Spitze. Lange kann sie nicht auf dem Leaderthron sitzen bleiben, bis sie von der Österreicherin Natalie Falch um eine Hundertstelsekunde verdrängt wird. Trotzdem macht sie letztlich einen schönen Sprung nach vorne und verbessert sich um neun Positionen.

Als 29. schafft es Aline Danioth haarscharf in den 2. Lauf. Es ist erst das zweite Mal, dass ihr das in diesem Winter gelingt. Allzu viel Risiko geht sie nicht, aber sie bringt das Resultat und damit ein paar Punkte ins Trockene. 

Gar nicht auf Touren kommt Mélanie Meillard. Sie handelt sich im Vergleich mit Halbzeit-Leaderin Mikaela Shiffrin einen Rückstand von fast viereinhalb Sekunden ein. Dass es am Ende nur um sechs Hundertstel nicht für den 2. Lauf reicht, liegt vor allem daran, dass zahlreiche Athletinnen ausscheiden (siehe «Das gab zu reden II»). Auch Nicole Good, Anuk Brändli und Janine Mächler verpassen die Entscheidung, sie scheiden allesamt im 1. Lauf aus.

Die Stimmen gegenüber SRF

Camille Rast: «Im zweiten Lauf habe ich alles probiert, ein paar kleine Fehler da und dort. Das Podest wäre möglich gewesen, aber vierter Platz ist auch gut. So habe ich ein bisschen mehr Hunger für nächste Woche. Wenn du Vierte bist, hast du immer Lust, auf dem Podest zu stehen. Vor allem wenn es so knapp ist, gibt es mir Motivation. Gestern den ganzen Tag im Bett zu verbringen, war nicht die optimale Vorbereitung. Im ersten Lauf habe ich gemerkt, dass ich gut gestartet bin, dann bin ich wie eingeschlafen, hatte weniger Energie drin. Gesundheitlich gibts in einer Saison immer Ups and Downs. Jetzt habe ich ein kleines Down und ich hoffe, dass ich den Rest der Saison wieder fit bin.»

Wendy Holdener: «Am Start habe ich runtergeschaut und wollte die Energie mitnehmen. Ich wäre gerne mehr am Limit gefahren, aber sonst hatte es sehr gute Sachen dabei. Phasenweise konnte ich mehr Risiko einbauen. Aber ich habe noch etwas spatzig. Ich kann so einen kurzen Schwung fahren – wenn ich mich mehr in die Situation zwinge, kann ich es auspacken. Ich arbeite daran. Anfang Saison war es ein Auf und Ab, auch mental war es ein Kampf. Das All-in, die Sicherheit, baue ich mir Lauf für Lauf auf. Ihr seht ja nicht den ganzen Tag von uns. Immer wieder passieren Dinge, die einen beeinflussen – mal ein Schlag im Training oder ein Sturz wie in Courchevel.»

Eliane Christen: «Unglaublich. Ich hatte die Olympia-Qualifikation nicht so auf dem Schirm, aber die Trainer haben es am Montagabend nochmal gesagt. Mein Rennen war sehr stark. Vor allem auch, dass ich im zweiten Lauf noch einmal pushen konnte.»

Aline Höpli: «ich habe mich sehr gefreut, dass ich mich wieder einmal für die Entscheidung qualifizieren konnte. Ich bin gut in den Lauf gestartet, dann hat es mir etwas den Schneid abgekauft. Aber ich habe mega Freude.»

Aline Danioth: «Wieder einmal Punkte zu holen, ist erlösend, aber ich bin gerade ein bisschen enttäuscht von meiner Fahrt im zweiten Lauf. Ich habe mich gar nicht wohlgefühlt auf den Ski. Es war rutschiger als erwartet, deswegen habe ich mich etwas verkrampft. Der Slalom ist eine Gratwanderung, die letzten Wochen waren mit den Ausfällen mega schwierig. Es ist schon etwas ein Psychosport.»

Das gab zu reden

Der Nachtslalom in Flachau verspricht Spektakel unter Flutlicht. Kurz vor dem Rennstart gibts von den Organisatoren eine frohe Botschaft für die österreichischen Ski-Fans. Denn kommende Saison gibts ein zweites Nachtrennen in Flachau. Neben einem Slalom findet dann auch noch ein Riesenslalom statt.

Das gab zu reden II

76 Athletinnen gehen an den Start, nur 45 schaffen es im 1. Lauf ins Ziel. Die Ausfälle sind für einen Slalom teils spektakulär, die Fahrerinnen überdrehen oder stürzen heftig. Ernsthaft verletzt hat sich dabei niemand, alle stehen kurz darauf wieder auf. Unter den Ausgeschiedenen sind mit Nicole Good, Anuk Brändli und Janine Mächler auch drei Schweizerinnen. Im 2. Lauf gibts ebenfalls Ausfälle. Laurence St-Germain, die Weltmeisterin von 2023, hängt mit dem Ski auf der Ziellinie im Schnee an und überschlägt sich ähnlich heftig wie Wendy Holdener beim Nachtslalom von Courchevel. Die Kanadierin gibt zum Glück relativ schnell Entwarnung.

Das gab zu reden III

Einen besonderen Fan hat Zrinka Ljutic im Ziel. Ihr Grossvater drückt der Kroatin die Daumen. Aber die Slalom-Kugelgewinnerin der letzten Saison kommt nicht auf Touren. Nach dem 1. Lauf ist sie nur 21., in der Entscheidung bleibt der ganz grosse Angriff aus. Sie kann kein Tempo generieren, kommt nicht vorwärts. Und kommt als Zweitletzte ins Ziel. Immerhin gibts zum dritten Mal in diesem Winter Punkte für Ljutic. Sie wird am Ende 24.

Die Bedingungen

Da die Temperaturen nicht mehr unter dem Gefrierpunkt liegen, muss die Piste mit Salz bearbeitet werden. Dennoch ist sie auf der weicheren Seite. Hinzu kommt, dass vor allem im unteren Teil Nebel immer wieder teils dicht über der Strecke liegt. Dieser stört die Fahrerinnen aber nur bedingt, denn dank Flutlicht haben sie dennoch eine sehr gute Sicht. Nur für die Zuschauer ist es nicht optimal, denn ohne würden sie bis zum Starthaus hochsehen können.

So gehts weiter

Die Reise geht weiter nach Tarvisio (It), wo am Wochenende eine Abfahrt und ein Super-G auf dem Programm stehen. Der nächste Slalom findet am 25. Januar im tschechischen Spindlermühle statt.

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