Beendet
Slalom
Schladming
Schladming
1.
Henrik Kristoffersen
Henrik Kristoffersen1:53.80
2.
Atle Lie McGrath
Atle Lie McGrath+0.34
3.
Clement Noel
Clement Noel+0.54
Meillard scheidet in der Schladming-Entscheidung aus
0:32
Nach grüner Zwischenzeit:Meillard scheidet in der Schladming-Entscheidung aus
28.01.2026, 21:59 Uhr

Auf Wiedersehen!

Damit verabschieden wir uns vom letzten Slalom vor den Olympischen Winterspielen 2026. Im alpinen Weltcupkalender geht es am kommenden Wochenende weiter, dann stehen noch einmal die Speedbewerbe auf dem Programm. Wir sind auch dann wieder live dabei!

28.01.2026, 21:58 Uhr

Kein Deutscher im Finale

Für das deutsche Team war der Tag indes schon nach dem ersten Lauf beendet. Keiner der drei Starter hatte es geschafft, sich für den zweiten Durchgang zu qualifizieren.

28.01.2026, 21:56 Uhr

Nur ein Schweizer in den Top Ten

Für die Schweizer endet der Tag sicherlich enttäuschend. Bester Schweizer war am Ende Tanguy Nef auf Rang neun. Daniel Yule beendete das Rennen als 17., Ramon Zenhäusern kam auf Platz 20. Bitter endete das Rennen für Loïc Meillard: Mit guter Ausgangslage und starker erster Zwischenzeit verlor er schliesslich die Linie und schied aus.

28.01.2026, 21:54 Uhr

Gstrein bester Österreicher

Bester Österreicher wird am Ende Fabio Gstrein, der im Finaldurchgang noch fünf Plätze gutmachen konnte und als Fünfter abschliesst. Auch Manuel Feller arbeitete sich nach vorne und verbesserte sich um drei Positionen auf Rang zehn. Den grössten Sprung schaffte Joshua Sturm, der gleich 16 Plätze aufholte und am Ende Zwölfter wird. Adrian Pertl, Johannes Strolz und Dominik Raschner schieden im zweiten Durchgang aus.

28.01.2026, 21:49 Uhr

Kristoffersen feiert fünften Sieg auf der Planai!

Henrik Kristoffersen ist völlig aus dem Häuschen und man sieht ihm an, wie viel ihm dieser Sieg bedeutet. Die Emotionen brechen aus ihm heraus, Freudentränen fliessen und Kristoffersen verneigt sich vor dem Publikum. Dieser Hang und er passen im Slalom einfach perfekt zusammen. Nachdem er sich im ersten Durchgang in eine starke Ausgangslage gebracht hatte, holte er im Finale noch einmal alles aus sich heraus. Mit 0,34 Sekunden Vorsprung feiert Kristoffersen seinen fünften Sieg auf der Planai und ist damit nun alleiniger Rekordhalter auf diesem legendären Hang. Atle Lie McGrath wird Zweiter, kann sich aber damit trösten, nun wieder das Rote Trikot der Slalomwertung zu tragen. Clément Noël kämpfte sich im Finaldurchgang fünf Plätze nach vorne und wurde Dritter.

28.01.2026, 21:45 Uhr

Atle Lie McGrath (NOR)

Dass es einen norwegischen Sieg geben wird, steht bereits fest. Die Frage ist nur noch: Kristoffersen oder Atle Lie McGrath? McGrath startet ordentlich in den Lauf, doch der Vorsprung auf Kristoffersen ist schnell aufgebraucht. Im Steilhang wächst der Rückstand weiter an. Kann er zumindest Rang zwei halten? Ja. McGrath bringt den Lauf ins Ziel und wird Zweiter.

28.01.2026, 21:45 Uhr

Henrik Kristoffersen (NOR)

Gestern hat Henrik Kristoffersen auf der Planai noch geschimpft wie ein Rohrspatz. Gibt es heute das Happy End für den viermaligen Sieger der Nightrace? Die Chancen stehen gut. Im oberen Abschnitt läuft es ordentlich für Kristoffersen, er baut seinen Vorsprung zunächst aus. Doch die Passagen, in denen Noël zuvor so stark war, kommen erst noch. Kann er vorne bleiben?  Kristoffersen bringt den Lauf stark zu Ende und übernimmt die Führung!

28.01.2026, 21:43 Uhr

Loïc Meillard (SUI)

Der Sieger des gestrigen Riesenslaloms schmeisst sich in den Hang! 0,44 Sekunden Vorsprung nimmt er mit in den zweiten Durchgang. Reichen die, um den überragenden Noël abzufangen? Nein! Meillard ist der nächste Starter, der im Finale ausscheidet! Noël hat den Podestplatz damit sicher.

28.01.2026, 21:40 Uhr

Paco Rassat (FRA)

Noël gibt seinem Landsmann noch einmal wertvolle Tipps mit auf den Weg, doch nutzen kann er sie nicht. Früh unterläuft ihm der erste Patzer, er richtet sich noch einmal auf, steigt wieder hoch und kämpft weiter. Als dann der zweite Fehler folgt, ist der Lauf endgültig vorbei.

28.01.2026, 21:38 Uhr

Lucas Pinheiro Braathen (BRA)

Für ihn wurde der Kurs im Finale gesetzt. Kann Lucas Pinheiro Braathen die Ideen seines Trainers umsetzen? Braathen startet gut, zeigt saubere Schwünge und ist zunächst voll dabei. Dann gerät er jedoch zunehmend in Rückstand, die Schwünge werden länger als bei Noël. Er findet nicht mehr richtig in den Rhythmus und reiht sich im Ziel mit 0,99 Sekunden Rückstand auf Rang zwei ein.

Bei Kristoffersens Rekordsieg
Grosse Meillard-Enttäuschung nach Riesen-Party

Kein Schweizer Podestjubel im Nacht-Slalom von Schladming. Loïc Meillard ist zur Halbzeit auf Kurs, doch dann scheidet er aus. Der Sieg geht stattdessen nach Norwegen.
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Scheidet im 2. Lauf aus: Loïc Meillard.
Foto: Getty Images
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Ramona BieriRedaktorin Sport

Das Podest

1. Henrik Kristoffersen (No) 1;53,80
2. Atle Lie McGrath (No) +0,34
3. Clément Noël (Fr) +0,54

Das Rennen

Mit einem überragenden 2. Lauf hat Loïc Meillard am Dienstag den Riesenslalom gewonnen. Zumindest kurz ist er diesen Erfolg feiern gegangen. Trotzdem ist die Erholung nicht zu kurz gekommen. Auch im Slalom legt Meillard los wie die Feuerwehr. Erst in der zweiten Hälfte kann er nicht mehr mithalten, fällt noch etwas zurück. Die Fahrt reicht dennoch, um zur Halbzeit als Dritter auf Podestkurs zu sein. Gelingt erneut eine Fabelfahrt und damit der Sprung an die Spitze? Etwas mehr als vier Zehntel muss er dafür wettmachen.

Als er sich zum zweiten Mal in den Stangenwald wagt, liegt Clément Noël in Führung. Kann Meillard ihn von der Spitze verdrängen? Er legt erneut stark los, baut seine Reserve aus. Doch dann fangen die Probleme an. Und kurz darauf passierts. Meillard scheidet aus. Bitter! Damit wirds nichts mit dem zweiten Podestplatz innert 24 Stunden. Den Sieg machen so die Norweger unter sich aus. Henrik Kristoffersen kann Landsmann Atle Lie McGrath noch überflügeln und seinen fünften Schladming-Sieg feiern. Damit stellt er einen neuen Rekord auf (siehe «Das gab zu reden II»).

Loïc Meillard lässt es nach Riesen-Sieg krachen
0:47
Wilde Partynacht in Schladming:Loïc Meillard lässt es nach Riesen-Sieg krachen

Die Schweizer

9. Tanguy Nef +2,40
17. Daniel Yule +3,40
20. Ramon Zenhäusern +4,07
Den 2. Lauf verpassen: 38. Marc Rochat +3,14, 47. Joel Lütolf +3,83
DNF1: Matthias Iten, Sandro Simonet
DNF2: Loïc Meillard

Tanguy Nef legt im 2. Lauf los wie die Feuerwehr. Oben ist er ganz stark unterwegs, macht sich drauf und dran, eine grosse Aufholjagd zu starten. Und dann das: Ein grosser Fehler sorgt quasi für einen Stillstand. Dieser bremst nicht nur, sondern kostet ihn auch die zwischenzeitliche Führung. Schade. Weil danach auch die Konkurrenten nicht fehlerfrei bleiben, verbessert er sich dennoch in die Top 10.

Daniel Yule ist in Kitzbühel zu seiner zweiten Top-15-Klassierung gekurvt und hat damit das Olympiaticket gelöst. Wie gelingt ihm die Hauptprobe? In Schladming ist er von 2018 bis 2020 dreimal in Serie Dritter geworden. Dieses Mal hat er mit den vordersten Rängen nichts zu tun. Nach Platz 22 zur Halbzeit bleibt die grosse Aufjoljagd aus.

In Wengen hat Ramon Zenhäusern den Vorstoss in den 2. Lauf verpasst, in Kitzbühel den 1. Lauf nicht ins Ziel gebracht. Dieses Mal kommt er ins Ziel und muss zittern. Als 29. schafft er es haarscharf in die Entscheidung. Und kann die tiefe Startnummer nicht ausnutzen. Zenhäusern verpasst die zwischenzeitliche Führung. Weil danach Konkurrenten patzen, macht er dennoch einige Positionen gut.

Vor zwei Jahren hat Marc Rochat in Schladming als Vierter seinen ersten Podestplatz um sechs Hundertstel verpasst. Davon ist er dieses Mal weit entfernt. Sein Rückstand ist zu gross, um sich für die Entscheidung zu qualifizieren. Gleiches gilt für Joel Lütolf. Gar nicht erst ins Ziel schaffen es Matthias Iten und Sandro Simonet.

Die Stimmen gegenüber SRF

Tanguy Nef: «Der Fehler nervt mich noch ein Jahr. Bis nächstes Jahr. Ich habe mich sehr gut gefühlt. Der Lauf war ganz komisch, so langsam. ich wusste, dass ich schnell sein kann und habe alles ausgepackt. Momentan fahre ich sehr gut, die Form ist da. Und ich weiss auch, wie mein Material funktioniert.»

Loïc Meillard: «Das Skifahren war da. Aber am Ende bringts nichts. Es ist ein Nuller, ich hab das Ziel nicht gesehen. Ich war zu spät und zu direkt in der Spur und dann ging es nicht gut. Die Kurssetzung hat keinen Fehler erlaubt, deswegen konnte ich mich nicht retten. Wir werden sehen, ob das Selbstvertrauen leidet. Ein Ausscheiden tut immer weh. Aber jetzt haben wir ein bisschen Zeit, jetzt heisst es sich gut vorbereiten für Olympia. Es war ein langer Monat auch mit viel Training neben der Piste. Das hat auch viel Energie gekostet. Deswegen wird es gut tun, auch ein bisschen runter zu kommen.»

Ramon Zenhäusern: «Der erste Lauf ist ein Silberstreifen, im Zweiten ist es schade, dass ich nicht ganz von der Ausgangslage profitieren konnte. Der Lauf hat gedreht, ich hab versucht rund zu fahren, dann war ich zu direkt – irgendwie hab ich den Rhyhtmus nicht gefunden. Mir tuts jetzt schon gut, mal etwas runterzufahren und einen Restart zu machen. Die letzten Wochen haben mich schon etwas gebraucht, Niederlagen brauchen mehr Energie, die Batterien sind schon ziemlich leer.»

Daniel Yule: «Eigentlich habe ich nicht so viel gemacht, nur die Einstellung etwas angepasst. Im zweiten Lauf hats noch mehr gedreht und das Tempo war tief. Ich glaube ich habe hier selten so gekämpft. Bis Olympia steht ein bisschen Erholung auf dem Programm. Der Januar war intensiv, auch von der Nervosität und allem her. Ich glaube, ich habe durch den Monat eine Steigerung gehabt. Aber jetzt brauchts noch eine Steigerung, um bei Olympia dann höher zu zielen.»

Das gab zu reden

2021 hat Marco Schwarz den Nacht-Slalom in Schladming als bisher letzter Österreicher gewonnen. In diesem Jahr setzt es für ihn beim Heimrennen eine Enttäuschung ab. Im 1. Lauf büsst er 2,95 Sekunden auf die Bestzeit von Atle Lie McGrath ein. Zu viel, um noch einmal starten zu dürfen. Als 32. verpasst er die Entscheidung um elf Hundertstel. Sein Landsmann Michael Matt ist noch zwei Hundertstel langsamer.

Das gab zu reden II

Gemeinsam mit dem Österreicher Benjamin Raich ist Henrik Kristoffersen Rekordsieger des Weltcup-Slaloms in Schladming. Beide haben viermal triumphiert. Das Ziel des Norwegers ist deswegen klar: «Ich will diesen fünften Sieg.» Nach der Enttäuschung im Riesenslalom – Kristoffersen wird nur 18. und poltert danach wegen der Piste – läufts im Stangenwald besser. Nach dem 1. Lauf liegt er auf Zwischenrang 2. Und schafft es am Ende, seinen Teamkollegen Atle Lie McGrath noch zu überflügeln.

Die Bedingungen

Die Planai präsentiert sich erneut von ihrer harten, eisigen Seite. Unter dem Flutlicht ist die Sicht perfekt, um die Spuren zu sehen, die sich dennoch im Verlauf des Rennens bilden.

So gehts weiter

Der nächste Slalom steigt bei den Olympischen Spielen. Am 16. Februar gehts im Stangenwald um die Medaillen (1. Lauf 10 Uhr). Davor bestreiten die Männer im Weltcup noch ein Rennen: am Sonntag die Abfahrt in Crans-Montana VS (11 Uhr). 

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