Viel Gaudi bei Promi-Ski-Event
Tennis-Legende vergibt Ösi-Doppelsieg – Janka entthront Herminator

Schweiz gegen Österreich – dieses Duell steht im Zentrum der Hermann Maier Star Challenge. Auf und neben der Piste gibts viel Gaudi. Mit einem Prestige-Sieg für die Schweiz und einem Ösi-Duo, das jubelt.
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Das Duo Anna Veith und Andreas Herzog holt sich den Sieg.
Foto: SVEN THOMANN

Ösi-Duo gewinnt

Lange liegt ein Schweizer Duo in Führung. Dann kommen Anna Veith (36) und Fussballlegende Andreas Herzog (57). Weil Herzog extrem gut tippt, wie viel länger er auf der Piste braucht und nur wenig Differenz zwischen sich und die Ski-Legende legt, sind die beiden nicht mehr zu bezwingen. Dahinter reihen sich Michael von Grünigen (56) mit Marina Hoermanseder (39) und Dominique Gisin (40) mit Aaron Karl (36) ein. 

Tennis-Legende vergibt Matchball

Als Thomas Muster (58) ins Ziel kommt, jubeln die Österreicher über den Sieg in der Nationenwertung. Doch der Jubel hält nur kurz. Denn es kommt aus, dass er ein Tor ausgelassen hat. So darf sich die Schweiz zumindest in der Nationenwertung über den Sieg freuen. Ein Prestige-Sieg bei diesem Promi-Event.

Janka entthront den Herminator

Seit es die Hermann Maier Ski Challenge gibt, hat der Gastgeber bei den Männern immer die schnellste Zeit aufgestellt. Nicht so in diesem Jahr. Ein Schweizer entthront Hermann Maier (53). Carlo Janka (39) ist mit 28,14 Sekunden um 26 Hundertstel schneller.

Der unbemerkte Torfehler

Christa Rigozzi (42), die im einzigen rein Schweizer Team mit Bernhard Russi (77) fährt, wird wegen eines Torfehlers disqualifiziert. Dasselbe gilt für Tennis-Legende Thomas Muster (58), der mit seinem Fehler auf der letzten Fahrt des Abends den österreichischen Gesamtsieg vergibt. Dass mit Starkoch Johann Lafer (68) schon der Promi des zweiten Teams ein Tor auslässt, fällt niemandem auf. 

Russi vs. Klammer

Bernhard Russi (77) und Franz Klammer (72) lieferten sich zu Aktivzeiten packende Duelle. Bei den Olympischen Spielen 1976 zum Beispiel holte der Österreicher vor Russi Gold in der Abfahrt. «Ich bin früher immer gern vor ihm gefahren, dann musste er an meiner Zeit knabbern. Jetzt muss ich wohl an seiner knabbern», sagt Klammer vor dem Start. Doch viel zu knabbern hat er im Anschluss nicht. Mit 34,12 schlägt er Russis 36,41 – wie auch schon 1976, als er mit Startnummer 15 Russis (Startnummer 3) Zeit um 33 Hundertstel unterbot. 

Die namhafte Ersatzfahrerin

Sie ist dreifache Olympiasiegerin, zweifache Weltmeisterin und hat den Gesamtweltcup gewonnen. Trotzdem ist Maria Riesch (41) bei der Ski Challenge «nur» Ersatzfahrerin. Der Grund ist simpel: sie ist Deutsche. So hat sie im Duell Schweiz gegen Österreich keinen Platz. Eine wichtige Rolle nimmt sie dennoch ein, denn Riesch ist für die Ersatzzeit zuständig. Sollte einer der Ex-Ski-Stars stürzen, gilt Rieschs Zeit stattdessen. Ihr Siegertipp: Österreich.

Der Beinahe-Sturz

Als fünfter Ex-Ski-Star geht Daniel Albrecht (42) ins Rennen. Der Kombi-Weltmeister von 2007 startet risikoreich – das wird beinahe bestraft. Mit etwas Mühe kann er sich gerade noch im Rennen halten und seinen Lauf ins Ziel bringen. «Ich hatte ein gutes Gefühl», meint er im Ziel. Und fügt an: «Dann war ich zu schnell und es war schwierig.»

Für den grossen Hunger

Star-Koch Johann Lafer kann mit den Schnellsten auf der Piste nicht mithalten. Da er im Team Nummer 2 an den Start geht, hat er danach Zeit, seiner anderen Leidenschaft nachzugehen. Er stellt sich an den Herd und kocht eine riesengrosse Portion Kaiserschmarrn. Da lässt es sich auch SRF-Moderatorin Anette Fetscherin (42) nicht nehmen, davon zu probieren. Neben den Teilnehmern wird auch das Publikum mit dem Gaumenschmaus versorgt.

Altersgerechte Strecke?

Michael von Grünigen wird vor dem Start darauf angesprochen, dass die Strecke wohl zu kurz für ihn ist. Der zweifache Riesenslalom-Weltmeister (1997 und 2001) hat eine schlagfertige Antwort parat. Und meint: «Naja, für mein Alter ist das lang genug.» Dabei ist er mit seinen 56 Jahren bei weitem nicht die älteste Ski-Legende am Start.

Der Tessiner Charme

Christa Rigozzi ist gut unterwegs, es scheint, als hätte sie nicht schlecht getippt, wie viel länger sie als Teamkollege Bernhard Russi braucht. Und dann das! Die Miss Schweiz 2006 verpasst eines der letzten Tore. Dafür hat die Tessinerin im Ziel eine charmante Erklärung: «Weil ich einfach nur noch zu Bernhard kommen wollte.» Genauso charmant ist Russis Reaktion darauf, dass die beiden deswegen disqualifiziert werden. «Der Fehler liegt bei mir. Bei der Inspektion habe ich ihr nicht klar gesagt, dass dieses Tor dazu gehört», so Russi.

Aufruf an die Schweizer Fussballlegenden

Andreas Herzog hat das Gefühl an den Füssen nicht nur mit dem Ball, sondern auch mit zwei Latten drunter. Gemeinsam mit Anna Veith sorgt die österreichische Fussballlegende dafür, dass die Schweiz bei Team Nummer 10 von 14 die Führung erstmals abtreten muss. Im Ziel äussert Herzog noch einen besonderen Wunsch. Er hofft, dass viele Fussballer-Kollegen aus der Schweiz zugeschaut haben. Denn: «Es wäre schön, wenn nächstes Jahr ein Schweizer kommt – Chapuisat, Ciriaco Sforza, egal wer. Der soll herkommen, dann wird von uns auch paniert.»

Der Ticker zum Nachlesen

12.01.2026, 16:08 Uhr

So funktioniert die Star Challenge

Die Hermann Maier Star Challenge bietet packende Duelle auf der Piste – und das für den guten Zweck. Ein Promi und ein Ex-Ski-Star bilden ein Team. Der ehemalige Profi fährt die Piste zuerst hinunter, danach folgt der Promi. Dieser legt vor dem Start fest, wie viel langsamer er sein wird als der Teamkollege oder die Teamkollegin. Ziel ist es, diese Zielzeit möglichst genau zu treffen – die geringste Abweichung gewinnt. Das Siegerteam gewinnt 30'000 Euro für den guten Zweck.

Dazu gibt es ein Länder-Duell zwischen der Schweiz und Österreich. Je sieben Teams fahren pro Land. Die besten sechs kommen in die Wertung. Die Platzierungen der Teams werden zusammengezählt. Bei Gleichstand werden die Zeiten herangezogen. 

12.01.2026, 22:24 Uhr

Das wars

Die Hermann Maier Star Challenge ist zu Ende. Vielen Dank fürs Mitlesen. 

12.01.2026, 22:22 Uhr

Siegerehrung

Anna Veith (36) und Ex-Fussballer Andreas Herzog (57) gewinnen die Einzelwertung für Österreich. Die 15'000 Euro Preisgeld gehen an die Laureus Stiftung. Zweite werden von Grünigen und Marina Hoermanseder (10'000 Euro). Dominique Gisin und Aaron Karl werden Dritte. (5000). 

12.01.2026, 22:18 Uhr

Gastgeber Maier kommt zum Schluss – Hochspannung um den Sieg

Hermann Maier (53) ist bisher bei allen Ausgaben der Ski Challenge die Bestzeit gefahren. Dieses Mal ist es nur Platz drei mit 28,40. Carlo Janka behält die Bestzeit. 

Tennis-Legende Thomas Muster (58) gibt 10 Sekunden drauf. Mindestens Platz neun braucht es für den österreichischen Gesamtsieg. Mit 1,44 Sekunden Vorsprung gibts Platz acht und damit den Gesamtsieg.

Doch dann kommt aus: Muster hat ein Tor ausgelassen und wird disqualifiziert. Gesamtsieg für die Schweiz!

Hermann Maier wurmt es: «Dieses Tor hätte genau noch die anderthalb Sekunden gebraucht.» Muster ist wegen des Torfehlers zu schnell ins Ziel gefahren.

12.01.2026, 22:10 Uhr

«Iceman» Carlo Janka cool wie eh und je

«Da ist was drin», sagt Carlo Janka im Interview vor dem Start. Vor seinem Start liegen die Schweiz und Österreich, das stark aufgeholt hat, in der Wertung gleichauf. 

Der Riesenslalom-Weltmeister (2009) und -Olympiasieger (2010) fährt in 28,14 neue Bestzeit vor Hans Kanuss 28,17. Autorin und Influencerin Anna Strigl (29) gibt plus 18 Sekunden an, fährt dann aber 3,42 Sekunden zu Schnell – Platz 11. 

Der Moderator wirft Strigl vor, «mit der Schweiz fremdgegangen» zu sein. Weil sie jedoch eine grosse Differenz zur Richtzeit herausfährt, bedankt er sich aber auch – mit einer Prise Humor – im Namen Österreichs. 

12.01.2026, 22:04 Uhr

Zwischenstand nach 11 Teams

Russi/Rigozzi disqualifiziert

12.01.2026, 21:59 Uhr

Russi-Konkurrent Franz Klammer folgt

1976 gewann er in Innsbruck vor Bernhard Russi Olympia-Gold in der Abfahrt. «Ich bin früher immer gern vor ihm gefahren, dann musste er an meiner Zeit knabbern. Jetzt muss ich wohl an seiner knabbern», sagt die österreichische Ski-Legende Franz Klammer (72) vor dem Start. Richtig knabbern muss er heute aber nicht: Mit 34,12 ist er heute Abend klar schneller als Konkurrent Russi. 

Schauspielerin Valerie Huber (30) gibt nur plus 2,5 Sekunden an und ist damit nur ein bisschen zu optimistisch. 0,92 Sekunden fehlen auf die Richtzeit – Zwischenrang 4. 

12.01.2026, 21:52 Uhr

Das einzige rein Schweizer Duo – disqualifiziert

Berhanrd Russi (77) und Christa Rigozzi (42) bilden das einzige rein Schweizer Team. Russi legt gemütliche 36,41 vor. Rigozzi legt acht Sekunden drauf. Die gewünschte Marke übertrifft sie mit 1,62 – lässt aber das zweitletzte Tor aus. Diesmal fällt das dem Kommentator auf – anders als bei Koch Johann Lafer (68) zuvor. Zählen tut die Zeit deshalb nicht.

Russi nimmt den Fehler mit einem Augenzwinkern auf sich, weil er ihr bei der Besichtigung nicht klar erklärt habe, welche Tore alle dazugehören. 

12.01.2026, 21:44 Uhr

Der jüngste Ex-Profi geht in Führung

Anna Veith (36) ist die Jüngste der ehemaligen Ski-Stars im Starterfeld. 29,26 Sekunden braucht sie bis ins Ziel. Der österreichische Ex-Fussballer Andreas Herzog (57) legt 10,5 Sekunden drauf. Und dann fährt er die neue Bestzeit. 0,14 Sekunden länger als die Richtzeit fährt der «Alpen-Maradona». Damit ist die Schweizer Dreifachführung durchbrochen. In der Länderwertung liegt die Schweiz weiterhin vorn. 

12.01.2026, 21:39 Uhr

Sie sind um 3.30 Uhr aufgestanden.

Die Radiomoderatoren von Ö3 Gabi Hiller (40) und Philipp Hansa (39) sind um 3.30 Uhr aufgestanden. Sie moderieren eine bekannte Morgensendung (ab 5 Uhr). Obwohl es morgen wieder früh losgeht, wollen sie heute noch zum Après-Ski, erklären sie im Interview nach ihren Fahrten. 

12.01.2026, 21:36 Uhr

Schweizer Riesen-Legende greift an

Michael von Grünigen (56) gewann 1998 in Nagano Olympia-Bronze im Riesenslalom. 23 Mal stand er im Weltcup im Riesen zuoberst auf dem Podest. Dass er den Riesentorlauf, wie die Österreicher die Disziplin nennen, im Griff hat, zeigt er auch heute Abend. Mit 28,84 verpasst er Hans Knauss' Bestzeit von 28,17 nur knapp. Nach langem Überlegen – inklusive Erinnerung an Zeitdruck seitens des TV-Moderators – gibt Modedesignerin Marina Hoermanseder (39) 18,8 Sekunden Zuschlag an. Das lange Nachdenken hat sich gelohnt: Nur 29 Hundertstelsekunden zu schnell fährt die Österreicherin. Neue Bestmarke! Und wieder zeigt ein Team unter Schweizer Flagge eine Top-Leistung. 

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