«Dann gewinnt halt Franjo und sie freuen sich»
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Odermatt spürt keinen Druck:«Dann gewinnt halt Franjo und sie freuen sich»

Gemeinsamer Podcast
Odermatt und Shiffrin scherzen über Schweizer Fans

Am Rand des Saisonfinales in Lillehammer sprachen Marco Odermatt und Mikaela Shiffrin offen über Druck, prägende Momente und die Opfer, die sie für den Erfolg bringen.
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Mikaela Shriffin und Marco Odermatt sprechen in einem Podcast über die vergangene Saison.
Foto: Sven Thomann

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Marco Odermatt und Mikaela Shiffrin sprechen im FIS-Podcast über ihre Saison
  • Beide erzählen von Druck, prägenden Momenten und gegenseitigem Respekt im Sport
  • Odermatt möchte Kitzbühel gewinnen, aber nicht auf Lebensfreude verzichten
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Foto Andri Bäggli.jpg
Andri BäggliRedaktion Sport

Genau zwei Wochen nach dem letzten Skirennen beim Saisonfinale in Lillehammer veröffentlicht die FIS einen Podcast mit den beiden Gesamtweltcup-Siegern Marco Odermatt und Mikaela Shiffrin. Darin sprechen die beiden Überflieger der Saison unter anderem über ...

... was sie gegenseitig an sich bewundern:

«Wenn du am Start stehst, dann kommst du in deine Zone und stehst dir selbst nicht im Weg. Ich denke mir immer: ‹Woah.› Es ist unglaublich, wie du das immer schaffst», schwärmt der US-Skistar. Shiffrin stellt gleich eine Frage dazu. Sie will wissen, ob es sich für Odermatt immer gleich anfühlt. Odermatts Antwort: «Meine Mentaltrainerin schaut sich den Start immer an. Es ist nicht immer gleich, auch wenn ich das versuche.» Der Nidwaldner beantwortet die Ursprungsfrage natürlich auch noch und sorgt für einen Schmunzler: «Ich geniesse es, dir einfach zuzuschauen. Du hast immer einen sehr guten Game-Plan und weisst immer, was du zu tun hast.»

... Druck:

«Natürlich verspüren wir Druck von aussen. Aber wir machen uns selbst Druck», erzählt Odermatt. Er wolle nicht nur für die Fans schnell fahren, sondern vor allem für sich selbst und das Team. «Zu Beginn der Saison bin ich etwas nervöser, da man nicht sicher ist, ob man immer noch auf dem Niveau ist. Nach ein paar guten Rennen verschwindet das aber», so der Nidwaldner. Angesprochen auf die Olympischen Spiele, bei welchen fast die ganze Schweiz zugeschaut habe, spürte der 28-Jährige keinen Extradruck und sorgt für den nächsten Lacher: «Sie schauen auch Adelboden und Wengen. Vielleicht ist es für die Amerikaner anders. Die Schweizer sind so fanatisch, sie schauen auch zu, wenn ich mal nicht so schnell bin. Und wenn ich mal ausscheide, gewinnt einfach Franjo und sie freuen sich darüber.»

Etwas anders sieht das bei Shiffrin aus. Sie lasse sich schon von den Medien oder dem, was ihre Freunde und Familie sagen, beeinflussen. «Ich hatte Familienangehörige, die mir im Sommer sagten: ‹Du solltest wirklich diese olympische Goldmedaille holen.› Solche Sachen spüre ich schon. Ich erwarte von den Personen, dass sie den Erfolg nicht mehr für selbstverständlich nehmen. Das nervt einfach.»

... prägende Momente:

«Bei diesen Spielen stand ich im Starthaus des zweiten Laufs im Slalom und konnte mein Team und meine Familie hinter mir spüren. Ich war sehr besorgt, dass ich es nicht ins Ziel schaffe oder Fehler mache. Aber ich war nicht verängstigt. Ich glaube, ich habe dieses Gefühl noch nie in meiner Karriere gehabt», beschreibt Shiffrin ihre Emotionen.

«Ich hatte solch einen Moment, als ich meinen ersten Riesenslalom in Adelboden gewonnen habe. Mein einziger Traum, den ich jemals hatte, war dort zu starten. Ich habe nie von Goldmedaillen oder Kristallkugeln geträumt», so Odermatt. Shiffrin kann dies fast nicht glauben, doch der Schweizer schiebt nach: «Ich fühlte so viel Druck, dass ich auf dem Weg zum Start beider Läufe auf dem Sessellift zu weinen begonnen habe. Das war ein grosser Moment für mich in meiner Karriere so etwas zu erfahren und damit umzugehen.»

... Opfer, die sie bringen müssen:

Odermatt hat noch ein grosses Ziel in seiner Karriere: Kitzbühel zu gewinnen. Dafür würde er aber nicht alles hergeben. «Ich würde niemals zu viele Dinge opfern, nur um ein Prozent bessere Chancen zu bekommen. Denn es würde mir zum Beispiel nicht helfen, wenn ich kein Bier mit meinen Freunden trinken würde oder nicht nach Hause gehen würde. Diese Sachen würden mir fehlen. Ich weiss, dass ich es auch ohne das kann. Wir opfern schon so genug Dinge, um unsere Ziele zu erreichen. Wenn ich wüsste, es würde mir enorm helfen, dann würde ich das natürlich machen. Aber ich glaube, da ist nicht viel, was ich ändern kann, um besser zu werden», sagt Odermatt.

Shiffrin pflichtet ihm bei: «Wenn man sich zwischen einem Sieg und sich selbst zu verlieren entscheiden muss, dann sollte man sich immer für sein Leben entscheiden.»

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