Darum gehts
- Kehrtwende: Manuel Feller will doch wieder Riesenslalom fahren
- Feller sieht Riesenslalom-Training als wichtig für seinen Slalom an
- In über 80 Weltcup-Riesenslaloms fuhr Feller siebenmal aufs Podest
Der Frust sass bei Manuel Feller (32) nach dem 26. Platz im Riesenslalom von Hafjell (No) Mitte März tief. Im ORF-Interview machte der Österreicher dann direkt klar: «Ein letzter Punkt zum Abschluss meiner Riesenslalom-Karriere.»
Die Bilanz im abgelaufenen Winter: Sieben Rennen, drei Ausfälle, ein verpasster zweiter Lauf und die Plätze 15, 18 und 26. Dies führte dazu, dass er im Disziplinenweltcup aus den Top 30 fiel. «Ich werde sicher nicht mit Startnummer 50 da rumgurken. Das tue ich mir ganz einfach nicht an», begründete er damals seinen Rücktritt.
Nicht einmal zwei Monate später folgt die Kehrtwende. Am Rande des Wings for Life World Run in Wien verrät der Skirennfahrer der «Kronen Zeitung» überraschend: «Ich werde fix den Riesenslalom zum Weltcup-Auftakt in Sölden fahren.» Er werde deshalb in der Sommer-Vorbereitung Slalom und Riesenslalom je zur Hälfte trainieren.
«Schaue von Rennen zu Rennen»
Doch warum der Sinneswandel? «Das Riesenslalom-Training bringt mir einfach sehr viel für den Slalom», erklärt Feller, der derzeit mitten in den Vorbereitungen für die Hochzeit mit seiner Verlobten Selina steckt. Das heisst allerdings nicht, dass der Tiroler jedes Rennen in dieser Disziplin in Angriff nehmen wird, wie er ausführt: «Nach Sölden werde ich Rennen für Rennen schauen, welche Riesenslaloms für mich Sinn machen.» Ob auch die Olympischen Spiele zum Thema werden, wird sich zeigen.
In seinen nun fast 13 Jahren Weltcup-Karriere fuhr der 32-Jährige in über 80 Riesenslaloms siebenmal aufs Podest, zuletzt im Februar 2024 in Bansko (Bul). Einen Sieg gab es bislang noch keinen. Nach seiner Rücktrittsankündigung hätte sich dies auch nicht mehr geändert – nun gibt er sich doch noch eine Chance.