Curtoni gewinnt Super-G
Malorie Blanc schrammt am Podest vorbei

Starke Leistung mit bitterem Ausgang von Malorie Blanc. Die Walliserin schrammt beim Super-G von Val di Fassa nur zehn Hundertstelsekunden am Podest vorbei. Elena Curtoni gewinnt, Landsfrau Asja Zenere fährt sensationell auf Rang drei.
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Malorie Blanc verpasst das Podest um nur zehn Hundertstel.
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Carlo SteinerRedaktor Sport

Das Podest

1. Elena Curtoni (It) 1:29,07

2. Kajsa Lie (Nor) +0,26

3. Asja Zenere (It) +0,27

Das Rennen

Lange hält die Bestzeit von Corinne Suter, die nach Platz drei in der Abfahrt als grösste Schweizer Hoffnung ins Rennen geht, mit Startnummer 3 nicht. Malorie Blanc hält mit der 11 viel besser mit der Spitze mit, fürs Podest reicht es am Ende dennoch nicht. Lange sieht es so aus, als würden auf die Top 3 nur drei Hundertstel fehlen, doch Asja Zenere fährt mit Startnummer 33 sensationell auf Rang drei. So fehlt Blanc am Ende doch eine Zehntelsekunde. 

Eine erste Richtzeit gelingt der Neuseeländerin Alice Robinson, die als Sechste die Top-Gruppe eröffnet. Die Französin Romane Miradoli, direkt nach ihr, egalisiert diese sogleich. Doch auch das zeitgleiche Duo, das später noch völlig überraschend vom Podest geschubst wird, sitzt nur kurz in der Leaderbox. Denn mit der Nummer 8 folgt bereits die Siegesfahrt: Elena Curtoni kann im dritten Rennen in Val di Fassa keine das Wasser reichen. Am nächsten kommt ihr Kajsa Lie, die sich Rang zwei sichert. Die Disziplinen-Führende Sofia Goggia verliert im unteren Streckenteil viel Zeit und muss sich mit Rang neun begnügen. 

Die Schweizerinnen

6. Malorie Blanc + 0,37

10. Stefanie Grob +0,68

13. Corinne Suter +0,82

20. Janine Schmitt +1,56

28. Joana Hählen +2,20

34. Jasmine Flury +2,51

40. Jasmin Mathis +3,16

41. Delia Durrer +3,18

47. Jasmina Suter +4,39

Ausgeschieden: Daria Zurlinden

Corinne Suter mit Startnummer 3 gelingt erneut eine solide Fahrt. Ein, zwei Mal ist sie zu spät und nicht immer schafft sie es, voll auf Zug zu bleiben. Vor allem der Schlussteil gelingt der Schwyzerin gut. Das zeigen bereits die Fahrten der Slowenin Ilka Stuhec (4) und der Französin Camille Cerutti (5), die im letzten Sektor 30 respektive 53 Hundertstel verlieren und knapp hinter Suter zurückfallen. Die beiden nächsten, Alice Robinson und Romane Miradoli, nehmen Suter dann aber beide exakt 0,48 Sekunden ab.

Malorie Blanc legt oben stark los, verliert im Mittelteil aber den herausgefahrenen Vorsprung von 28 Hundertstel wieder. Bis vor der letzten Zwischenzeit liegt sie gleichauf mit Curtoni, verpasst die Zeit am Ende aber um 0,37 Sekunden. Auf das Duo Robinson/Miradoli fehlen nur drei Hundertstel. Dennoch eine starke Fahrt der jungen Walliserin. 

Jasmina Suter bleibt chancenlos. Sie verliert kontinuierlich Zeit und wird weit, weit nach hinten gespült. Von allen, die ins Ziel kommen, ist sie gar die Langsamste. Damit verpasst sie den Weltcup-Final der besten 25. 

Joana Hählen verpasst es, ihre Karriere um ein Rennen zu verlängern. Bis Rennhälfte hält sie sehr gut mit, verpasst im Schlussteil aber eine bessere Platzierung. Weil sie die Top 25 der Super-G-Wertung verpasst, wars das für Hählen im Weltcup. 

Stefanie Grob fährt mit Nummer 35 sackstark. Als Zehnte fährt die 21-jährige Appenzellerin das beste Weltcup-Ergebnis ihrer Karriere heraus. 

Die Stimmen (gegenüber SRF)

Malorie Blanc: «Es gab gute Punkte. Es war etwas wild, aber das geht im Super-G ja gut. Ich bin zufrieden und gehe hier mit einem guten Gefühl weg. Es war eine gute Leistung und irgendwann fallen die Hundertstel dann auf meine Seite.»

Corinne Suter: «Es war ein sehr drehender Lauf. Ich dachte, es gäbe mehr Speed. So bin ich nicht so ins Fahren gekommen, das war etwas schade. Ich bin nicht so zufrieden.»

Der Kugelkampf

Sofia Goggia ging mit 84 Punkten Vorsprung auf Alice Robinson und 116 Punkten Vorsprung auf Emma Aicher ins Rennen. Letztere verabschiedet sich mit einem Ausfall aus dem Rennen. Alice Robinson holt mit ihrem vierten Platz gegenüber Goggia (9.) 21 Punkte auf und geht nur noch mit 63 Zählern Rückstand in den Weltcup-Final. Mit einem Sieg könnte sie Goggia in Lillehammer noch abfangen, wenn diese maximal Siebte wird. Wird sie Zweite, dürfte Goggia nicht in die Punkteränge (Top 15) fahren.

Das gab zu reden

Die vor dem Rennen als grösste Favoritin gehandelte Emma Aicher scheidet als einzige der ersten 35 Startnummern aus. Das wars mit der Chance auf die kleine Kristallkugel. 

Die Bedingungen

Strahlender Sonnenschein in den italienischen Alpen. Die Temperaturen bewegen sich deutlich über dem Gefrierpunkt, dennoch hält die Piste gut.

So gehts weiter

Vor dem Weltcup-Final in Lillehammer (Nor) vom 21. bis zum 25. März stehen in Are (Sd) noch ein Riesenslalom (14. März) und ein Slalom (15. März) auf dem Programm. 

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