Darum gehts
- Hornusser nicht am ESAF 2025 in Mollis dabei
- Parkplatzsituation und fehlende Lobby in Glarus sind Hauptgründe für Absage
- Hornussen benötigt 15 bis 20 Hektaren Fläche für das Spiel
Erste schriftliche Erwähnungen übers Hornussen gibt es im frühen 17. Jahrhundert, als das sonntägliche Spiel in Kirchenschriften abgelehnt wurde. Mehr als 400 Jahre später ist der traditionsreiche Sport zwar nicht mehr verboten, abgelehnt wurden die Hornusser trotzdem. Noch vor drei Jahren in Pratteln war die «Nouss» am ESAF präsent, nun haben die Verantwortlichen sich dagegen entschieden.
Adrian Tschumi, der Zentralpräsident der Hornusser, hat bis zum Schluss wie ein Löwe für eine Teilnahme gekämpft. «Als wir die Absage erhalten haben, haben wir einen Rückkommensantrag gestellt und dem OK mitgeteilt, wie einmalig das ESAF für uns Hornusser ist. Dass man – wenn überhaupt – nur einmal im Leben teilnehmen kann.» Obwohl bereits geklärte Fragen noch einmal diskutiert wurden, gabs die Absage. Extrem schade, sei das, sagt Tschumi: «Weil in diesem Jahr die besten Hornusser-Mannschaften des Landes auf dem Platz gestanden wären.»
Parkplatzsituation ist prekär
Grund für den negativen Bescheid ist, wie könnte es anders sein, die Parkplatzsituation rund um Mollis. Die Hornusser brauchen für ihr Spiel laut Tschumi eine Fläche zwischen 15 und 20 Hektaren. Das sind fast 20 Fussballplätze. «Man hat uns mitgeteilt, dass diese Fläche nur dort möglich wäre, wo die Parkplätze sind, deshalb haben sie uns schweren Herzens abgesagt», sagt Tschumi. Reto Bleiker, der Geschäftsstellenführer des Eidgenössischen Schwinger Verbandes (ESV) sagt: «Der Sport braucht sehr viel Platz.»
Dass Hornussen im Kanton Glarus und in der gesamten Südostschweiz keine Lobby hat und nicht verankert ist, hat laut Bleicker ebenfalls zum negativen Entscheid beigetragen. Bis zum ESAF in Estavayer 2016 gehörten die Hornusser zum Pflichtteil eines ESAF, nun sind nur noch die Schwinger und die Steinstösser immer mit dabei.
2028 in Thun soll sich das aber wieder ändern. Weil der Kanton Bern eine Hochburg des Traditionssports ist und man in den Planungen der Veranstalter wieder eine Rolle spielt. «Klar, sind wir enttäuscht, dass wir nicht am ESAF teilnehmen können, aber in Thun sind wir wieder mit eingeplant», sagt Tschumi.
Für die Zukunft wünscht sich der Zentralpräsident, dass die Hornusser auch in jenen Regionen antreten dürfen, wo der Sport noch nicht so präsent ist: «Das Eidgenössische 2031 findet in der Westschweiz statt, da wären wir auch gerne dabei.»
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