Schiri-Ärger an Olympia
Zwei Kanada-Schiris im Kanada-Halbfinal – Finnland-Legende tobt

Am Sonntag kommts im olympischen Eishockey-Turnier zum Traumfinal Kanada gegen USA. Auf dem Weg dorthin profitieren die Kanadier im Halbfinal gegen Finnland auch von umstrittenenen Schiedsrichter-Entscheidungen. Pikant: Geleitet wurde dieser von zwei Kanadiern.
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Grosse Diskussionen nach dem kanadischen Halbfinal-Sieg über Finnland.
Foto: IMAGO/Imagn Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Zwei kanadische Schiedsrichter leiten Halbfinal zwischen Kanada und Finnland
  • Umstrittenen Entscheidungen sorgen für grosse Diskussionen
  • Über 1400 NHL-Spiele: Teemu Selänne nennt Strafe 90 Sekunden vor Schluss peinlich
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Lino DieterleRedaktor Online Sport

«Was für ein Witz!». Bei Teemu Selänne muss der Frust nach Finnlands so knapper wie auch dramatischer 2:3-Niederlage gegen Kanada raus. Grund für seinen Ärger sind die Schiedsrichter – denn beide stammen aus Kanada. «Das grösste Hockeyland der Welt und kanadische Schiedsrichter am selben Abend zu schlagen ist unmöglich», schreibt die finnische NHL-Legende nach dem Spiel auf X.

Tatsächlich sorgt die Schiedsrichterwahl bereits vor Spielbeginn für Stirnrunzeln. Wieso leiten mit Eric Furlatt und Dan O’Rourke zwei kanadische NHL-Refeeres die Partie? Als die Schiedsrichter dann mit ihrer Entscheidung, einen hohen Stock von Niko Mikkola gegen Nathan MacKinnon zu ahnden, das Spiel mitentscheiden, rückt die fragwürdige Schiri-Wahl abermals in den Fokus.

Für Selänne, der von 1992 bis 2014 über 1400 NHL-Spiele absolviert hat, hätte diese Strafe nicht gegeben werden dürfen. «Eine absolut peinliche Strafe 90 Sekunden vor Schluss in einem olympischen Halbfinal.» Der Finne teilt danach auch ein Video, dass eine Diskussion auf dem kanadischen Sender «Sportsnet» zeigt, in der kanadische Ex-NHL-Spieler Nick Kypreos findet: «MacKinnon verkauft die Strafe gut, aber würde diese so gegen Kanada gepfiffen, wäre ich sehr verärgert!»

Viel Kritik und Hohn im Netz

Nicht nur unter Selännes Statements werden die Schiedsrichter und ihre Entscheidungen ausgiebig diskutiert. Denn neben der Strafe kurz vor Schluss sorgte auch das 2:2 der Kanadier für Diskussionen, hatte der finnische Keeper Jusse Saros doch eine Torhüterbehinderung moniert. Allerdings hätten der finnische Staff auch eine Coaches Challenge nutzen können, um diese Szene überprüfen zu lassen. Wobei böse Zunge anführen würden, dass dies bei kanadischen Schiedsrichtern ohnehin nichts gebracht hätte ...

Selänne stellt übrigens klar, dass für ihn trotz des Schiri-Ärgers die richtige, weil über 60 Minuten bessere Mannschaft gewonnen habe. Er hätte sich einfach gewünscht, dass die Partie nicht von einer fragwürdigen Strafe entschieden worden wäre. Das sehen in den sozialen Netzwerken nicht alle so. Frust, Ärger und das Wittern einer Verschwörung vermischen sich aber auch mit Galgenhumor und Satire. Beispielsweise wurde ein Bild gefälscht, wie kanadische Spieler die kanadischen Referees geküsst haben.

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