Nati-Stürmerin Kaleigh Quennec hat es im Vorfeld des Duells gegen ihr Heimatland Kanada bereits angetönt: Vor allem mit verbessertem Defensivverhalten und stärkerem Körperspiel können sie den vierfachen Olympiasiegerinnen mehr Gegenwehr bieten. Der grösste Unterschied bleibt in diesem zweiten Gruppenspiel die gute Stocktechnik sowie Passgenauigkeit der Gegnerinnen, die allesamt als Profis in der PWHL engagiert sind.
Dennoch: Die Nati kommt zu Vorstössen und guten Möglichkeiten, im Abschluss aber fehlt die letzte Konsequenz. Allerdings müssen auch die Kanadierinnen bei numerischem Gleichstand mehr Aufwand betreiben, um zu ihren Chancen zu kommen. Die Schweizerinnen blocken unzählige Schüsse. Oder dann steht da noch Saskia Maurer, die stets auf ihrem Posten ist und mit starken Paraden und schnellen Verschiebungen überzeugt. Am Ende lautet das Torverhältnis 6:55 aus Sicht der Schweizerinnen. SCB-Keeperin Maurer kann sich also 51 (!) Saves gutschreiben lassen.
Zwei Powerplay-Treffer sind es, die den Kanadierinnen die 2:0-Führung bringen. Spooner versenkt einen Abpraller im Slot, Fillier bringt den Puck im offenen Kasten unter, nachdem dieser von der Bande zurückgeprallt ist. Auch den dritten Gegentreffer kassiert die Nati in Unterzahl, Gosling lenkt im Slot zwischen Maurers Schoner ab. Watts erhöht kurz vor Schluss auf 4:0 für Kanada. Die Kanadierinnen versuchen noch ein Schaulaufen in den Schlussminuten, doch die Schweizerinnen lassen sich nicht vernaschen.
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Tore: 28. Spooner (Poulin, Fillier/PP) 0:1. 45. Fillier (Fast, Watts/PP) 0:2. 54. Gosling (Ambrose, Thompson/PP) 0:3. 57. Watts (Nurse, Thompson) 0:4.


