Hier springt Deschwanden zu olympischem Bronze
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Inklusive Schanzenrekord:Hier springt Deschwanden zu olympischem Bronze

«Habe das Zeug für die Medaillenfeier nicht mal mitgenommen»
Gregor Deschwanden springt unverhofft zu Olympia-Bronze

In der laufenden Saison sprang Gregor Deschwanden im Weltcup kein einziges Mal aufs Podest. Just im wichtigsten Wettkampf der letzten vier Jahre gelingt ihm das mit Platz drei! Der Luzerner springt im Val di Fiemme sensationell zu Olympia-Bronze.
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Exploit von Gregor Deschwanden: der Innerschweizer holt Olympia-Bronze.
Foto: keystone-sda.ch
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Carlo SteinerRedaktor Sport

Damit hätte niemand gerechnet! Gregor Deschwanden gewinnt im Val die Fiemme Olympia-Bronze auf der Normalschanze. Erst sechsmal sprang der 34-jährige Innerschweizer in seiner Karriere im Weltcup aufs Podest, nun krönt er seine Karriere mit Platz drei bei Olympia. Damit ist er nach Walter Steiner (1972) und Simon Ammann (2002 und 2010) erst der dritte Schweizer, der im Skispringen eine Olympia-Medaille gewinnt.

Deschwanden startet mit einem starken ersten Sprung in den Wettkampf. 106 Meter bedeuten Schanzenrekord auf der neuen Schanze in Predazzo, auf der bisher erst ein Weltcupspringen stattgefunden hat.

Aufgrund der Wind- und Haltungspunkte reicht es dennoch lediglich zu Zwischenrang vier. Der Rekord wird im zweiten Durchgang zwischenzeitlich vom Japaner Ren Nikaido gebrochen, doch Deschwanden holt ihn sich mit einem Sprung auf 107 Meter sogleich wieder.

«Habe das Zeug für die Medaillenfeier nicht mal mitgenommen»

Deschwanden strahlt im SRF-Interview überglücklich in die Kamera. «Zweimal Bestweite, zwei Top-Landungen. Manchmal brauchst du etwas Glück und den richtigen Tag. Ich bin froh, war es heute mein Tag. Nach den Probesprüngen hatte ich das Gefühl, dass es nun passt. Und nach einem solchen ersten Sprung wird man natürlich direkt ein paar Zentimeter grösser», erklärt er seinen unerwarteten Exploit nach einer bisher durchwachsenen Saison. «Ich habe es mir selber fast nicht zugetraut. Ich habe das Zeug für die Medaillenfeier gar nicht mitgenommen. weil ich dachte, ich sei zu weit weg von der Spitze. Meine Kleider, die ich anhabe, sind alle ausgeliehen. Aber dafür hat man ja das Team.»

Gold geht an den Deutschen Philipp Raimund, der als Führender des ersten Durchgangs am Ende die Nerven behält, Silber holt sich der Pole Kacper Tomasiak. Der Japaner Ren Nikaido gewinnt punktgleich mit Deschwanden ebenfalls Bronze. Der 19-jährige Felix Trunz, der sich aufkosten von Simon Ammann das Olympia-Ticket gesichert hat, wird starker 18. Sandro Hauswirth landet auf Position 29.

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