Schweizer Rekord-Medaille
Noé Roth fliegt zu Aerials-Silber

Kurz nach Fanny Smith im Skicross gibts wieder Silber für die Schweiz: Noé Roth beweist im Aerials-Wettkampf Nervenstärke und holt nach WM-Gold auch noch Olympia-Silber. Gold geht nach China.
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Silber für Noé Roth im Aerials.
Foto: keystone-sda.ch

Der Aerials-Wettkampf ist ein echter Krimi: Am Morgen steht Weltmeister Noé Roth (25) vor dem Aus. Als Zwölfter zittert er sich als letzter Springer in den Final. Dort liefert der Zuger gleich ab, zeigt einen Sprung mit der Höchstschwierigkeit von fünf Schrauben. Damit kann kein Konkurrent mithalten.

Aber: Nach zwei Final-Versuchen beginnt im Aerials alles bei null. Im Super-Final der Top 6 entscheidet ein Sprung über Gold, Silber und Bronze. Roth behält auch dort die Nerven, steht wieder einen Fünf-Schrauben-Sprung – Silber für die Schweiz! «Es ist unglaublich, ich bin so stolz. Ich habe vier Jahre dafür gearbeitet», sagt Roth zu SRF. «So nervös wie am Ende der Quali war ich noch nie in meinem Leben, danach konnte ich befreit springen.» 

Zu Gold fehlen 1,02 Punkte. «Der Sprung im Super-Final war fast perfekt. Am Ende drücke ich die Landung etwas rein. Darauf schauen die Kampfrichter dieses Jahr genau. Da hats mich erwischt– sonst wärs Gold geworden.» Dieses geht an den Chinesen Xindi Wang.

Rekord für die Schweiz

Sowieso ist der Aerials-Final ein Privat-Duell dieser beiden Nationen. Im Super-Final stehen neben vier Chinesen die beiden Schweizer Roth und Pirmin Werner (26). Werner zeigt nach dem Quali-Sieg und Platz zwei im Final ausgerechnet im Super-Final seinen schwächsten Sprung. Der Schaffhauser, der im Zürcher Weinland wohnt, wird Fünfter.

«Wir haben mega gepusht im Super-Final, alle haben fünf Schrauben gezeigt. Für uns ist primär super, dass Noé die Medaille nach Hause bringt», freut er sich mit Kumpel Roth, der die 16. Schweizer Medaille bei Milano/Cortina holt. Neuer Olympia-Rekord für die Schweiz. Und Roth tritt in die Fussstapfen seiner Mutter Colette Roth-Brand (58) die 1998 in Nagano Aerials-Bronze gewann. Ausserhalb der Familie Roth gabs für die Schweiz im Aerials auch durch Andreas «Sonny» Schönbächler (Gold, 1994) und Evelyne Leu (Gold, 2006) schon Olympia-Medaillen. 

Der Wettkampf zum Nachlesen im Ticker:

13:33 Uhr
14:48 Uhr

Noé Roth

Roth steht seinen Weltmeister-Sprung von 2025. Es beginnt das Warten auf die Note: Es reicht zu Silber für Noé Roth! 16. Medaille für die Schweiz bei Milano/Cortina 2026 – so viele hat die Schweiz noch nie geholt. Roth erhält für seinen Sprung 131,58 Zähler. 1,02 Punkte fehlen auf Gold des Chinesen Xindi Wang. 

14:42 Uhr

Pirmin Werner

Keine Medaille für Werner! Den Schweizer katapultierts bei der Landung nach vorne. Da war etwas zu viel Rotation im Sprung. Bleibt Noé Roth als zweite Schweizer Hoffnung. 

14:39 Uhr

Guangpu Xi

Der Titelverteidiger ist der erste Springer, der im Super-Final patzt. Für Xi gibts keine Medaille. Jetzt folgen die beiden Schweizer. 

14:38 Uhr

Xindi Wang

Auch der dritte Chinese liefert ab. Fünf Schrauben, stabile Landung. Wang geht mit 132,60 Punkten in Führung und meldet seine Ambitionen auf Gold an. 

14:35 Uhr

Tianma Li

123,93 Zähler. Li geht in Führung. 

14:33 Uhr

Jiaxu Sun

123,42 Punkte für den ersten von vier Chinesen. Jeder Springer packt jetzt einen Versuch mit fünf Schrauben aus. 

14:30 Uhr

Startliste Super-Final

Die vier Chinesen eröffnen den Super-Final. Den Abschluss machen dann Pirmin Werner und Noé Roth. 

14:27 Uhr

Rangliste nach zwei Sprüngen

Die Rangliste nach zwei Final-Sprüngen wird von den beiden Schweizern angeführt. Das ist allerdings bald ein Fall für die Statistiker. Denn im Super-Final der Top 6 werden die bisherigen Resultate gelöscht. Ein Sprung entscheidet. 

14:24 Uhr

Zweiter Final-Sprung von Pirmin Werner

Gleiche Taktik von Werner wie bei Landsmann Roth: Der Schweizer zeigt vier Schrauben, mehr brauchts nicht. Wieder ein solider Sprung von Werner. Gleich gehts um die Medaillen. 

14:19 Uhr

Beide Schweizer im Super-Final

Noé Roth und Pirmin Werner können nicht mehr aus den Top 6 verdrängt werden. Heisst: Beide Schweizer erreichen den Super-Final. Dort geht dann alles bei 0 los. Ein Sprung entscheidet über Gold, Silber und Bronze. Gegner der beiden Schweizer sind vier Springer aus China. 

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