Kein Playoff-Halbfinal
FCB-Frauen wegen Wechsel-Tumult mit Forfait-Pleite bestraft

Die Baslerinnen haben sich auf sportlichem Weg für die Playoff-Halbfinals qualifiziert. Nun folgt der Hammer: Die Direktion Frauenfussball des Schweizerischen Fussballverbands spricht St. Gallen nachträglich einen 3:0-Forfaitsieg zu.
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Der Playoff-Viertelfinal zwischen Basel und St. Gallen ist nachträglich am grünen Tisch entschieden worden.
Foto: Philipp Kresnik/freshfocus
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Yannick PengRedaktor Sport-Desk

St. Gallen und nicht Basel steht in den Playoff-Halbfinals der Women's Super League. Ein Entscheid am grünen Tisch machts möglich. Ursprünglich haben sich die Baslerinnen am vergangenen Freitag zu Hause beim Rückspiel im Penaltyschiessen (2:1 nach der Verlängerung, 4:1 im Penaltyschiessen) durchgesetzt.

Aber drei Tage danach folgt der Hammer durch die Direktion Frauenfussball des Schweizerischen Fussballverbands. Gestützt auf das Wettspielreglement wertet diese die Partie vom 1. Mai mit einem 3:0-Forfait für die Ostschweizerinnen, die das Hinspiel 1:0 gewannen. Für die FCB-Frauen endet die Saison somit Knall auf Fall.

«Dem Entscheid liegt zugrunde, dass der FC Basel 1893 in der betreffenden Partie die zulässige Anzahl Auswechselgelegenheiten überschritten und zudem eine Spielerin eingesetzt hat, die nicht auf dem Matchblatt aufgeführt und deshalb nicht spielberechtigt war», heisst es in einer SFV-Medienmitteilung.

Bei der Spielerin, die nicht auf Matchblatt stand, handelt es sich um Lena Bubendorf. FCB-Trainer Omar Adlani wechselte sie fatalerweise in der 124. Minute für Alice Berti ein. Dies sorgte bereits während der Partie am Freitag für helle Aufregung. Neu ist hingegen allerdings die Problematik, dass die Baslerinnen die zulässige Anzahl Auswechselgelegenheiten überschritten haben.

FCB verzichtet auf Rekurs

Da Basel auf seiner Homepage erklärt, «aufgrund der Sachlage und im Sinne des Sports» auf einen Rekurs zu verzichten, lauten die Halbfinal-Begegnungen nun wie folgt: St. Gallen duelliert sich mit dem aktuellen Champion YB, während der FCZ Quali-Sieger Servette herausfordert.

Im Rahmen der Spieladministration sei beim Übertragen der Kaderliste in das Klubcorner-Tool ein folgenschwerer Fehler unterlaufen, begründen die Bebbi den Fauxpas mit Bubendorfs fehlendem Namen auf dem Matchblatt. «Hinzu kam eine Ungereimtheit beim Wechselprozess. Der FC St.Gallen 1879 hat daraufhin Einspruch erhoben.» Und seit Montagabend ist bekannt, zu was dieser geführt hat.

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