Darum gehts
- ST. Gallen vs. YB ist zu einem kleinen Hassduell geworden
- Captain Görtler lehnt Wechsel zu YB wegen Kunstrasen strikt ab
- Niederlage könnte die YB-Chancen auf Platz drei stark gefährden
Es gab in den letzten Jahren einige verrückte Spiele zwischen St. Gallern und Bernern. Mit entsprechenden Nachspielen. Alles begann in der Saison 2019/20, als die Ostschweizer Hauptkonkurrent der Berner waren und bis zwei Runden vor Schluss im Titelkampf mithalten konnten. Nach einem 2:2 im März 2021 kommt es zu einem knackigen Hin und Her an der Pressekonferenz zwischen dem damaligen Espen-Coach Peter Zeidler und YB-Trainer Gerardo Seoane.
Görtler: «Ist nicht das, was ich mir als Fussball-Profi vorstelle»
Es ging um Respekt, darum, ob es Aufgabe eines Coaches sei, Schiedsrichter-Entscheide zu bewerten und so weiter und sofort. Zeidler ist mittlerweile in Lausanne, Seoane hingegen zurück in Bern. Und auch Lukas Görtler, der heutige Captain, war damals schon ein Protagonist bei Grünweiss. Auch mit immer klaren Ansprachen. Nun schlüpft der Espen-Aggressivleader in die Zeidler-Rolle. Schon vor dem Spiel. Im Talk «Heimspiel» von Blue wird thematisiert, dass Alex Frei mal gesagt habe, Görtler solle doch zu YB gehen, als Führungsspieler. Dass Chief Sports Christoph Spycher mit dem Auto nach St. Gallen fahren und Görtler einladen solle.
Doch der Deutsche hat kein Gehör für solche Ideen. «Ich glaube, YB weiss, dass das für mich nicht in Frage kommt.» Er sei da relativ strikt. «Wenn ich nicht irgendwo ein Angebot aus Amerika erhalte, wo ich drei Millionen im Jahr verdiene, dass ich jeden Tag auf den Kunstrasen gehe, dann würde ich es mir vielleicht nochmals überlegen, ob ich das mache. Aber, nein, das ist nicht das, was ich mir unter meinen letzten Jahren Profi-Fussball vorstelle.»
Ist wirklich nur der Kunstrasen das Hindernis?
Okay, so weit so gut. Es geht also nur um den Kunstrasen. Mit dieser Einschätzung steht Görtler beileibe nicht exklusiv da. YB hat ja schon einige Spieler im Visier gehabt und dann ein Dossier schnell wieder schliessen müssen, weil gewisse Spieler nicht auf Plastik spielen wollen. Und es gab einige grosse Gegner in der Champions oder Europa League, bei denen Stars geschont wurden, damit sich diese nicht dem Kunstrasen aussetzen müssen.
Doch dann? Görtler fährt fort: «Die Sympathien sind da gegenseitig.» Sagen tut er es mit einer Spur Zynismus. Denn er meint natürlich mangelnde Sympathien. Kurz: Antipathie. Görtler und YB – das passt nicht.
Spiel der letzten Europa-Chance für YB?
So kann man sicher sein, dass die Fetzen heute im Kybunpark fliegen werden. Denn es ist ein Überlebensduell aus Sicht der Berner. Verlieren sie, liegt St. Gallen neun Punkte vor den Bernern. Und das bei einem ausstehenden Nachtragsspiel. Platz drei ist der letzte für europa-berechtigende Platz. YB droht also auch noch das letzte verbliebene bescheidene Saisonziel früh aus den Augen zu verlieren.
Nutze das Feature «Follow My Team» für Fussball-Fans. Folge deinem Lieblingsverein in der Super League, der Challenge League oder aus den internationalen Top-Ligen, erhalte personalisierte Inhalte und verpasse keine Story mehr. Jetzt followen!
Nutze das Feature «Follow My Team» für Fussball-Fans. Folge deinem Lieblingsverein in der Super League, der Challenge League oder aus den internationalen Top-Ligen, erhalte personalisierte Inhalte und verpasse keine Story mehr. Jetzt followen!
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 23 | 24 | 52 | |
2 | FC Lugano | 23 | 11 | 41 | |
3 | FC St. Gallen | 22 | 14 | 39 | |
4 | FC Basel | 23 | 9 | 39 | |
5 | FC Sion | 23 | 6 | 34 | |
6 | BSC Young Boys | 23 | -2 | 33 | |
7 | FC Lausanne-Sport | 23 | 2 | 29 | |
8 | FC Luzern | 24 | -2 | 27 | |
9 | Servette FC | 23 | -7 | 25 | |
10 | FC Zürich | 23 | -12 | 25 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 24 | -12 | 20 | |
12 | FC Winterthur | 22 | -31 | 14 |




