Zwei Spieler strahlen über allen anderen, die an diesem Samstagabend auf der Schützenwiese auflaufen: Umeh Emmanuel ist in seiner zweiten Saison in Zürich endlich beim FCZ angekommen. Der wirblige Stürmer ist bester Mann auf dem Platz und schlägt nach einem Dribbling auch die Flanke, die das Spiel entscheidet.
Der Zweite, der sich eine 5 abholt, kommt erst nach einer Stunde: Matthias Phaëton wird auf dem linken Flügel eingewechselt und schiesst seine ersten beiden Tore für den FCZ. Dass er dabei gütige Hilfe der Winterthurer erhält, soll seine Leistung nicht schmälern.
Steven Zuber muss mal wieder als Mittelstürmer auflaufen und tut das ohne zu murren. Es ist aber kein Zufall, dass er sein Tor erst dann schiesst, als er die Nummer 10 geben darf. Schon vor der Pause ist er dann am besten im Spiel, wenn er sich tief zurückfallen lässt, um das oft viel zu langsame Spiel seines Teams anzukurbeln. Blöd nur, dass der 34-Jährige dann im gegnerischen Strafraum fehlt.
Auf rechts gibt Lisandru Tramoni sein Debüt in der FCZ-Startformation, das er möglichst rasch abhaken sollte. Dem Franzosen misslingt praktisch jede Aktion mit dem Ball. Immerhin ist er damit kein Sicherheitsrisiko für sein Team.
Das ist dafür Nelson Palacio, der im defensiven Mittelfeld ein grausliges Spiel hinlegt. Verlorene Zweikämpfe gegen den Ball, Ballverluste in der eigenen Platzhälfte, wacklige Pässe: Gegen jeden anderen Gegner als Winterthur wäre das zusammen gut gewesen für ein bis zwei Gegentore.
Hinten bleibt Jorge Segura weiterhin den Beweis schuldig, dass er die Zürcher Abwehr stabilisieren kann. Aber vielleicht arbeitet er in der Nati-Pause ja an seiner Spritzigkeit und an seiner Standfestigkeit.
Hinweis: Ligue ab 60., Phaëton ab 60., Reverson ab 71., Kamberi ab 93., Sauter ab 93. Minute – Reverson, Kamberi und Sauter zu kurzer Einsatz für eine Bewertung. Rodic bis 60., Tramoni bis 60., Krasniqi bis 71., Emmanuel bis 93., Tsawa bis 93. Minute.
Und so haben die Winti-Spieler abgeschnitten
Der Abend beginnt ungemütlich für Silvan Sidler – und er endet schlecht. Erst wird Winterthurs rechter Innenverteidiger ständig von Umeh Emmanuel ausgedribbelt. Und als dieser Emmanuel endlich auf die andere Seite wechselt, verliert Sidler seinen neuen Gegenspieler Matthias Phaëton in seinem Rücken.
Sidler ist damit der Schwächste einer wackelnden Dreierkette, in der Tibault Citherlet nach seinem umjubelten Tor gegen die Grasshoppers erstmals von Anfang an ran darf. Der 20-Jährige wählt im Ballbesitz meist die einfachste Variante – und schenkt dann doch Steven Zuber mit einer desorientierten Kopfballabwehr das 0:2.
Gegen vorne hätten die Winterthurer durchaus die Chance, einen verunsicherten FCZ in die Krise zu stürzen. Aber Théo Golliard, Randy Schneider und Brian Beyer wählen in Konterszenen konsequent die falsche Variante. Christian Gomis rettet sich mit seinem Kopftor in der 89. Minute in seinem vielleicht letzten Spiel für Winterthur vor einer ebenfalls ungenügenden Note. Er wird von Schalke umworben.
Hinweis: Ulrich ab 65., Maluvunu ab 65., Buess ab 75., Chiappetta ab 75., Hunziker ab 82. Minute – alle zu kurzer Einsatz für eine Bewertung. Diaby bis 65., Beyer bis 65., Cueni bis 75., Golliard bis 75., Citherlet bis 82. Minute.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
---|---|---|---|---|---|
1 | 5 | 7 | 13 | ||
2 | 5 | 9 | 12 | ||
3 | 5 | 2 | 9 | ||
4 | 5 | 1 | 8 | ||
5 | 5 | 0 | 8 | ||
6 | 4 | 4 | 7 | ||
7 | 5 | -2 | 7 | ||
8 | 5 | -2 | 3 | ||
9 | 4 | -2 | 3 | ||
10 | 4 | -4 | 3 | ||
11 | 4 | -5 | 2 | ||
12 | 5 | -8 | 2 |