Benito: «Es liegt eigentlich auf der Hand.»
2:12
Braucht es neue Transfers?Benito: «Es liegt eigentlich auf der Hand.»

Zauber verflogen – fällt YB bald aus den Top 6?
Nach Desaster-Auftritt: Seoane-Aussage lässt Böses erahnen

Nach dem Fehlstart in die Rückrunde macht sich bei YB endgültig Ratlosigkeit breit. Trainer Gerardo Seoane spricht von Fragezeichen im Kopf. Und entschuldigt sich beim siegreichen Coach Peter Zeidler.
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Was da Trainer Gerardo Seoane seinem Team wohl zeigt?
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • YB verliert 1:3 gegen Lausanne und steckt in der Krise
  • Trainer Seoane spricht von Fragezeichen und entschuldigt sich bei Zeidler
  • YB steht auf Platz 6, nur noch 2 Punkte vor Lausanne
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Alain KunzReporter Fussball

Man wollte keine frühen Tore kassieren. Nach gut zwölf Minuten liegt YB gegen Lausanne hinten. Man wollte nicht die neunte Rote Karte in dieser Saison kassieren. Sie wird noch vor der Pause Tatsache. Man wollte defensiv endlich stabil werden. Ein Riesenbock von Gregory Wüthrich führt zum 0:1, ein unnötiges Handspiel von Captain Loris Benito zum 1:2.

Am Ende gibt es ein 1:3. Wieder drei Gegentore. Die Nummern 39, 40 und 41. Das ist fast schon surreal.

Und nun? Die YB-Protagonisten wirken reichlich ratlos ob dieses Starts ins Jahr 2026. «Das Defensivthema war so gross, dass wir aus einem kompakten Block heraus agieren sollten», erklärt Captain Loris Benito den Matchplan. «Aber wir hatten diese Verunsicherung in den Beinen. Doch dagegen muss man sich wehren. Aber wir waren zu wenig aktiv. Das ist ein Prozess. Wir müssen die nötige Widerstandskraft an den Tag legen.»

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In der Super League heisst es: «Rien ne va plus»

«Das sehr enttäuschende Resultat steht über allem», sagt Trainer Gerardo Seoane (47). Er bleibt im Grundsatz recht unverbindlich in seiner Analyse. Ganz der Diplomat. «Was in Halbzeit eins passiert ist, zeigt, dass wir noch viele Schritte zu gehen haben. Das ist ein weiterer Schritt auf unserem Weg, diesen Rückschlag entgegenzunehmen. Auch wenn es unschön ist.»

Und nun steht auf diesem Weg als nächstes Lyon, ein französisches Spitzenteam, auf das YB in der Europa League trifft. Fluch oder Segen? Fluch, weil zu stark, Segen, weil man diesen vermaledeiten Wettbewerb namens Super League, in dem das Motto der letzten drei Spiele «rien ne va plus» ist (dt. «nichts geht mehr»), für ein paar Tage zur Seite schieben kann und sich vielmehr an den Glücksmomenten beim 1:0-Sieg gegen Lille labt, um die Stars aus der Bocuse-Stadt herauszufordern.

«Im Moment herrscht nur Enttäuschung über unsere Leistung», sagt Seoane. «Ich bin nachdenklich, was zu tun ist in den nächsten Tagen. Irgendwo gibts auch ein paar Fragezeichen in meinem Kopf, wie man in der ersten halben Stunde so auf den Platz kommen kann. Das ist wettbewerbsunabhängig. Es wird am Donnerstag das gleiche Spiel gespielt.»

«Weniger reden, mehr konstante Leistungen bringen»

Und dann entschuldigt sich Seoane gewissermassen bei Zeidler, wenn er sagt: «Peter wird mir nicht böse sein, wenn ich sage, dass mit Lyon noch viel höhere Qualität auf uns zukommt.»

Fragezeichen im Kopf. Nachdenklichkeit. So hat sich Seoane seine Rückkehr nach Bern nicht vorgestellt. Ist sein Zauber schon verflogen? Oder ist da vielleicht nichts zu machen, weil die Qualität schlicht nicht gut ist?

«Kurz vor der Pause muss man nicht so reingehen»
1:46
Keller über rote Karte:«Kurz vor der Pause muss man nicht so reingehen»

Goalie Marvin Keller verfällt ob der Frage, ob YB vielleicht nicht doch so schlecht sei wie die momentanen Resultate, nicht gerade in Begeisterungsstürme: «Nein, natürlich nicht. Wir wissen, dass wir Qualität haben. Aber das nützt nichts, wenn wir es nicht auf den Platz bringen. Vielmehr müssen wir weniger reden und konstantere Leistungen bringen.»

Ist sogar die Meisterrunde in Gefahr für YB?

Man mag es sich nicht ausmalen. Aber YB steht auf Platz sechs nur noch zwei Punkte vor Lausanne (und vielleicht dem FCZ, wenn der in Genf gewinnt). Heisst: Die Championship Group ist ernsthaft in Gefahr. Von der Meisterschaft spricht schon längst niemand mehr.

Zumal Thun, wenn es am Sonntag bei GC gewinnt und am Sonntag in einer Woche auch gegen YB, unfassbare 17 (!) Punkte Vorsprung hätte auf den Kantonsrivalen. Vielleicht ist es für die geschundene Seele der Gelbschwarzen besser, wenn sie den letzten Satz nicht liest …

Mambwas Einsteigen gegen Traoré bringt YB zu Fall
3:38
Highlights im Video:Mambwas Einsteigen gegen Traoré bringt YB zu Fall
«Natürlich kennen wir die Tabellensituation.»
2:09
Zeidler nach Sieg gegen YB:«Natürlich kennen wir die Tabellensituation.»
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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
19
16
40
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
19
16
37
3
FC Lugano
FC Lugano
20
8
36
4
FC Basel
FC Basel
19
8
32
5
FC Sion
FC Sion
19
6
30
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
20
-2
29
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
20
3
27
8
FC Zürich
FC Zürich
19
-7
24
9
FC Luzern
FC Luzern
20
-3
21
10
Servette FC
Servette FC
19
-7
20
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
19
-9
17
12
FC Winterthur
FC Winterthur
19
-29
10
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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