YB-Fassnacht über seinen Ex-Klub
«Die ganze Schweiz freut sich für den FC Thun»

Christian Fassnacht startete einst seine Super-League-Karriere in Thun, nun trifft er am Sonntag mit YB auf den designierten Meister. «Es ist beeindruckend, in welcher Manier die Thuner das alles bewältigen.»
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Christian Fassnacht trifft am Sonntag mit YB auf seinen Ex-Klub Thun.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • YB trifft am Sonntag auf Thun, Rollen im Kanton Bern vertauscht
  • Thun beeindruckt mit Teamgeist und trotzt Erwartungen eines Einbruchs
  • YB kämpft um Conference-League-Platz, erstes Auswärtsspiel seit November gewonnen
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Das grosse YB (ca. 60 Millionen Budget) trifft am Sonntag auf das kleine Thun (ca. 15 Millionen). Doch in dieser Saison sind die Rollen im Kanton Bern für einmal vertauscht, mit einem Sieg könnten die Oberländer ein weiteres Kapitel ihrer Märchen-Saison schreiben. «Natürlich wäre es mir lieber, wenn wir zuoberst stehen würden», sagt Christian Fassnacht (32). Doch dem Aufsteiger mag er den Titel gönnen. «Deswegen lieben wir doch den Fussball. Weil er seine eigenen Gesetze hat und solche Storys um die Welt gehen.»

Was ist der Schlüssel des Thuner Märchens? «Es ist sehr unangenehm, gegen sie zu spielen», sagt Fassnacht. «Sie gehen auf jeden Ball, beissen, kämpfen und zeigen, was mit einer gut funktionierenden Mannschaft alles möglich ist.» Vor seinem Ex-Klub zieht er den Hut. «Die ganze Schweiz freut sich für den FC Thun. Jeder hat erwartet, dass sie irgendwann einbrechen, aber sie ziehen das bisher konsequent durch.»

Vom FC Thun einst entdeckt

In Fassnachts Karriere spielte der FC Thun eine wichtige Rolle. Der heutige Präsident Andres Gerber, sowie das damalige Trainerduo Urs Fischer und Marc Schneider beobachteten ihn, als er noch für den FC Tuggen in der Promotion League spielte. «Das war schon krass», erinnert sich Fassnacht an den prominenten Besuch. Via Winterthur schaffte «Fasi» 2016 den Sprung nach Thun, wo er sein erstes von nunmehr 262 Spielen in der Super League bestritt.

2017 folgte der Wechsel in die Stadt Bern, wo der Zürcher zum Meisterhelden und Nati-Spieler (21 Länderspiele) wurde. Fünf Meistertitel und zwei Cupsiege holte er mit YB. Doch in dieser Saison haben sich die Berner frühzeitig aus dem Meisterrennen verabschiedet. «Bereits als YB zum vorderhand letzten Mal Meister geworden ist, lief nicht mehr alles so flüssig wie zuvor», sagt Fassnacht, der nach einem eineinhalbjährigen Abenteuer bei Norwich vor gut einem Jahr zurückkehrte.

YB: Conference League als Minimalziel

Auch diverse weitere Transfers und mehrere Trainerwechsel haben das schlingernde Schiff noch nicht wieder auf Kurs gebracht. Für Fassnacht, der sich als Leader in der Verantwortung sieht, keine einfache Zeit. «Vor allem mental waren die letzten Monate extrem anstrengend und ermüdend. Man läuft Gefahr, irgendwann mit der Energie am Ende zu sein.»

Dank dem Auswärtssieg unter der Woche in Luzern, dem ersten seit dem 9. November, ist zumindest die Gefahr, die Top 6 zu verpassen praktisch gebannt. «Der Sieg war wichtig für die Moral und hat uns gezeigt, dass wir solche Spiele doch noch gewinnen können.» Nun hofft Fassnacht auf einen Lauf, denn das Ziel ist klar: die Qualifikation für die Conference League. «Das Minimalziel», wie Fassnacht sagt. «Denn gerade in der Europa League haben wir ja gezeigt, dass wir Qualität haben.»

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
29
34
68
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
29
23
54
3
FC Lugano
FC Lugano
29
10
49
4
FC Basel
FC Basel
29
4
46
5
FC Sion
FC Sion
29
8
42
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
29
3
42
7
FC Luzern
FC Luzern
29
3
36
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
29
-2
36
9
Servette FC
Servette FC
29
-6
33
10
FC Zürich
FC Zürich
29
-16
31
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
29
-14
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
29
-47
16
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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