Darum gehts
- YB trifft am Sonntag auf Thun, Rollen im Kanton Bern vertauscht
- Thun beeindruckt mit Teamgeist und trotzt Erwartungen eines Einbruchs
- YB kämpft um Conference-League-Platz, erstes Auswärtsspiel seit November gewonnen
Das grosse YB (ca. 60 Millionen Budget) trifft am Sonntag auf das kleine Thun (ca. 15 Millionen). Doch in dieser Saison sind die Rollen im Kanton Bern für einmal vertauscht, mit einem Sieg könnten die Oberländer ein weiteres Kapitel ihrer Märchen-Saison schreiben. «Natürlich wäre es mir lieber, wenn wir zuoberst stehen würden», sagt Christian Fassnacht (32). Doch dem Aufsteiger mag er den Titel gönnen. «Deswegen lieben wir doch den Fussball. Weil er seine eigenen Gesetze hat und solche Storys um die Welt gehen.»
Was ist der Schlüssel des Thuner Märchens? «Es ist sehr unangenehm, gegen sie zu spielen», sagt Fassnacht. «Sie gehen auf jeden Ball, beissen, kämpfen und zeigen, was mit einer gut funktionierenden Mannschaft alles möglich ist.» Vor seinem Ex-Klub zieht er den Hut. «Die ganze Schweiz freut sich für den FC Thun. Jeder hat erwartet, dass sie irgendwann einbrechen, aber sie ziehen das bisher konsequent durch.»
Vom FC Thun einst entdeckt
In Fassnachts Karriere spielte der FC Thun eine wichtige Rolle. Der heutige Präsident Andres Gerber, sowie das damalige Trainerduo Urs Fischer und Marc Schneider beobachteten ihn, als er noch für den FC Tuggen in der Promotion League spielte. «Das war schon krass», erinnert sich Fassnacht an den prominenten Besuch. Via Winterthur schaffte «Fasi» 2016 den Sprung nach Thun, wo er sein erstes von nunmehr 262 Spielen in der Super League bestritt.
2017 folgte der Wechsel in die Stadt Bern, wo der Zürcher zum Meisterhelden und Nati-Spieler (21 Länderspiele) wurde. Fünf Meistertitel und zwei Cupsiege holte er mit YB. Doch in dieser Saison haben sich die Berner frühzeitig aus dem Meisterrennen verabschiedet. «Bereits als YB zum vorderhand letzten Mal Meister geworden ist, lief nicht mehr alles so flüssig wie zuvor», sagt Fassnacht, der nach einem eineinhalbjährigen Abenteuer bei Norwich vor gut einem Jahr zurückkehrte.
YB: Conference League als Minimalziel
Auch diverse weitere Transfers und mehrere Trainerwechsel haben das schlingernde Schiff noch nicht wieder auf Kurs gebracht. Für Fassnacht, der sich als Leader in der Verantwortung sieht, keine einfache Zeit. «Vor allem mental waren die letzten Monate extrem anstrengend und ermüdend. Man läuft Gefahr, irgendwann mit der Energie am Ende zu sein.»
Dank dem Auswärtssieg unter der Woche in Luzern, dem ersten seit dem 9. November, ist zumindest die Gefahr, die Top 6 zu verpassen praktisch gebannt. «Der Sieg war wichtig für die Moral und hat uns gezeigt, dass wir solche Spiele doch noch gewinnen können.» Nun hofft Fassnacht auf einen Lauf, denn das Ziel ist klar: die Qualifikation für die Conference League. «Das Minimalziel», wie Fassnacht sagt. «Denn gerade in der Europa League haben wir ja gezeigt, dass wir Qualität haben.»
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 29 | 34 | 68 | |
2 | FC St. Gallen | 29 | 23 | 54 | |
3 | FC Lugano | 29 | 10 | 49 | |
4 | FC Basel | 29 | 4 | 46 | |
5 | FC Sion | 29 | 8 | 42 | |
6 | BSC Young Boys | 29 | 3 | 42 | |
7 | FC Luzern | 29 | 3 | 36 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 29 | -2 | 36 | |
9 | Servette FC | 29 | -6 | 33 | |
10 | FC Zürich | 29 | -16 | 31 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 29 | -14 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 29 | -47 | 16 |


