«So eine Leistung muss jedem zu denken geben»
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Brecher nach Lausanne-Remis:«So eine Leistung muss jedem zu denken geben»

Wirrwarr bei den Zürchern
Widerstand gegen Mendy – FCZ-Aufsteiger abgestraft

Ein Verteidiger darf gegen Lausanne aus disziplinarischen Gründen nicht einmal auf die Bank. Ein anderer kann Fehler um Fehler begehen – und bleibt unangetastet.
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Weltmeisterlich sieht irgendwie anders aus: Benjamin Mendy (30) und seine bisherige Bilanz beim FC Zürich.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Offener Fan-Brief wegen Benjamin Mendy im Umlauf
  • Junior Ligue gegen Lausanne disziplinarisch abgestraft
  • Junge FCZ-Spieler helfen am Ende, die Niederlage abzuwenden
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Florian RazReporter Fussball

Die Mendy-Saga beim FC Zürich geht immer weiter. Neben dem Feld, wo in Fankreisen wegen seiner belasteten Vorgeschichte im Umgang mit Frauen ein offener Brief an das Besitzer-Ehepaar Canepa herumgereicht wird. Es geht dabei unter anderem um das ungute Gefühl, dass Benjamin Mendys (30) Verpflichtung bei den Unterzeichnenden hinterlassen hat. Und darum, was das mit ihrer Liebe zum FCZ macht.

Auf dem Feld geht unterdessen Mendys Pleiten-Pech-und-Pannen-Show fröhlich weiter. Gegen Lausanne-Sport legt der Weltmeister von 2018 am Mittwoch eine Startphase hin, dass einem die Haare zu Berge stehen. Zwei grobe Schnitzer in fünf Minuten, einer davon wird von Lausanne zum 0:1 ausgenutzt.

«Er macht zwei unakzeptable Fehler»

Da sagt selbst Ricardo Moniz (60): «Fussball ist ehrlich. Die Wahrheit ist auf dem Platz. Und er macht zwei unakzeptable Fehler.» Dabei ist der FCZ-Trainer weiter der grösste Fürsprecher des Linksverteidigers: «Es ist meine Aufgabe als Trainer, ihn zu stützen.»

Mag sein, dass dem so ist. Mendys Bilanz in Zürich bleibt dennoch bemerkenswert. In seinem ersten Spiel gegen Yverdon ist ihm gleich ein Assist zum Siegtreffer gelungen. Seither aber ist die Zahl der Gegentore, die er durch seine nachlässige bis fahrlässige Abwehrarbeit verschuldet, auf drei gestiegen. Das macht einen Fehler pro 75 Minuten Einsatzzeit, der zu einem Gegentor führt. Cup-Out gegen YB inbegriffen. Dazu noch das Nachtreten im Zürcher Derby, das mit Rot hätte bestraft werden müssen. Unter dem Prädikat «weltmeisterlich» wird gemeinhin etwas anderes verstanden.

Trotzdem lässt ihn Moniz gegen Lausanne bis zur 86. Minute auf dem Feld. Vielleicht, weil Mendy zwei, drei schöne Flanken schlägt. Vielleicht auch in der Hoffnung, dass der 30-Jährige mit solchen Einsätzen irgendwann in dieser Saison noch eine körperliche Verfassung erreicht, mit der er das Team verstärkt statt belastet.

Moniz über Ligue: «Er hat einen Fehler gemacht»

Mit einem anderen Spieler geht der Coach weniger nachsichtig um. Junior Ligue (20) fehlt am Mittwoch im Team. Nicht einmal auf die Bank darf der vom Stürmer zum Verteidiger umgelernte Aufsteiger der Saison. Laut Moniz eine Disziplinarstrafe: «Er hat einen Fehler gemacht.» Mehr mag der sonst so offene Trainer für einmal nicht sagen. Es ist aber davon auszugehen, dass Ligue demnächst begnadigt wird. Schliesslich möchte der FCZ mit ihm dereinst eine stolze Ablösesumme einnehmen.

Möglich, dass ihm das auch mit einem oder mehreren aus dem Quartett Neil Volken (17), Cosimo Fiorini (18), Daniel Denoon (21) und Vincent Nvendo (21) gelingt. Sie alle werden in der zweiten Halbzeit eingewechselt und erhalten danach von Moniz ein Sonderlob. Alle dürfen sich als Teil jenes FCZ fühlen, der ein 0:2 in den letzten Minuten des Spiels noch zu einem 2:2 dreht. Es sind Minuten, in denen Benjamin Mendy schon nicht mehr auf dem Feld steht.

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