Hier vernascht Vogt die ganze GC-Abwehr
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Mit Doppelpack zum Matchwinner:Hier vernascht Vogt die ganze GC-Abwehr

«Wie Kinder gegen Erwachsene»
Schon wieder ein Platzverweis – hat GC ein Disziplin-Problem?

GC kassiert eine 5:0-Klatsche in St. Gallen und setzt die Serie der Platzverweise fort. Trainer Scheiblehner sieht die Unerfahrenheit des drittjüngsten Teams Europas als Grund für die Leistungsschwankungen und hofft auf Besserung gegen YB.
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Zum vierten Mal in Folge sieht Scheiblehner, wie einer seiner Spieler Rot sieht.
Foto: Michael Zanghellini/freshfocus
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Für GC hat sich die Reise nach St. Gallen definitiv nicht gelohnt. Gleich mit einer 0:5-Packung werden die Hoppers aus dem Kybunpark geschossen. Sämtliche Attribute, die sie in den letzten Wochen starkmachten, liessen sie in der Ostschweiz vermissen. «Es war in Teilen des Spiels wie Kinder gegen Erwachsene», kommt Gerald Scheiblehner (51) zum Schluss.

Kommt dazu, dass sich die Hoppers wie in den drei Spielen davor auch in St. Gallen selbst schwächen. Diesmal ist es Matteo Mantini (18), der mit einer sehr harten Gelb-Roten kurz nach Wiederanpfiff vom Platz fliegt. Vier Platzverweise in Folge sind es nun. Paloschi gegen Lugano. Plange im Derby. Decarli gegen Sion. Und jetzt Mantini. Deshalb die Frage: Hat GC ein Disziplin-Problem?

«Wenn man sich die Roten Karten anschaut, braucht man solche Fragen nicht stellen», entgegnet Scheiblehner. Gleichzeitig gibt er zu, dass es unangenehm sei, wenn man vier Spiele hintereinander mit zehn Leuten beendet. «Wahrscheinlich ist es der jungen Mannschaft geschuldet, dass die Spieler teilweise ungestüm in die Zweikämpfe gehen. Heute war Gelb-Rot absolut nicht notwendig. Ein normales Foul im Mittelfeld, das kann man besser lösen als Spieler.»

Rehabilitation gegen YB?

Immerhin: Spielentscheidend war die Gelb-Rote von Mantini nicht. Vielmehr war es einer von vielen Fehlern, die die GC-Spieler in den 90 Minuten begangen haben. Dass die hohe Niederlage nur am eigenen Unvermögen gelegen hat, will Scheiblehner aber auch nicht gelten lassen. «Der Gegner war sehr, sehr stark. Im Mittelfeld hatten wir mit zwei gegen drei grosse Schwierigkeiten. Und das haben wir erst umgestellt, als das Spiel schon entschieden war.»

Den Kopf lässt Scheiblehner nach dieser krassen Ohrfeige aber nicht hängen. «Mit den Jungen geht es nicht mehr immer aufwärts. Wir haben viele junge Spieler. Wir sind das drittjüngste Team in ganz Europa, in der ersten Liga. Deswegen sind solche Schwankungen ganz normal.» Zum guten Glück steht eine englische Woche an. Gegen YB am Donnerstag können die Hoppers gleich einen Rehabilitationsversuch starten.

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
29
34
68
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
29
23
54
3
FC Lugano
FC Lugano
29
10
49
4
FC Basel
FC Basel
29
4
46
5
FC Sion
FC Sion
29
8
42
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
29
3
42
7
FC Luzern
FC Luzern
29
3
36
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
29
-2
36
9
Servette FC
Servette FC
29
-6
33
10
FC Zürich
FC Zürich
29
-16
31
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
29
-14
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
29
-47
16
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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